Ein poetisches Bilderbuch zum Träumen, Lächeln, Nachdenken und Freuen


Sonntag, 31. Mai 2015

Sich den Wind um die Nase wehen lassen...

...kann man am Besten in Norden.

Wo ich zusammen mit meinem Mann die letzten Tage verbracht habe, kann man an Hand dieses Fotos leicht erraten.


Genau, wir fuhren nach Holland. Mal wieder das Meer sehen war schön.


Das Ziel unsere Reise war aber eine Stadt, nämlich Rotterdam.
Ich habe vor Jahrzehnten Innenarchitektur studiert und modernes Bauen interessiert mich immer noch sehr. Rotterdams Innenstadt wurde im Krieg fast vollständig zerstört und der Wiederaufbau finde ich, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Städten, sehr gelungen und hat architektonisch viel zu bieten.
Hier der Blick aus unserem Hotelzimmerfenster im 10. Stock.


Und hier sieht man das Hotel von Weitem. Es ist der schwarze Turm. Ich kann es empfehlen, es ist Zentral gelegen und hat einen netten Spabereich, desen Benutzung nach langen Spaziergängen gut tut.


Wir haben uns durch die Stadt treiben lassen. Wir haben die Fischauswahl auf dem Markt bestaunt, uns über die tiefen Preise gewundert und einmal mehr festgestellt, wie teuer doch alles in der Schweiz ist.


Wir sind auf dem Flying grass carpet gelegen und gestaunt, mit wieviel guter Laune, Eifer und Einfallsreichtum im Posen die Chinesen hunderte von Erinnerungsbildern schossen.


Wir haben fein gegessen, natürlich auch Fish and Chips.


Wir sind mit dem Wassertaxi gefahren.


Kunst am Wegrand gefunden, führt wieder Zuhause auf die schöne Website des Fotografen Jef Poldervaart.


Selten habe ich mich in einer Stadt auf Anhieb so wohl gefühlt, wie in Rotterdam und es tut gut, sich immer mal wieder den Wind um die Nase wehen zu lassen.


Freitag, 22. Mai 2015

Begegnung im Wald


"Wer bist denn du?" fragte das neugierige Mäuschen das kleine Ding, das sich auf dem Pilz die Sonne ins Gesicht scheinen liess.
"Ich bin ein Blütenzwerg."
"So jemand wie dich habe ich noch nie gesehen," meinte daraufhin der Fuchs und der Maulwurf, der ohne seine Brille sowieso nicht viel sah, nickte zustimmend mit dem Kopf.
"Wir Blütenzwerge leben in den Blüten und zeigen uns nicht. Aber mir war ganz schrecklich langweilig, ausser den Bienen bekam ich nie Besuch. Ich wollte gerne die Welt sehen und darum habe ich den Blütenstengel durchgebissen und bin auf Wanderschaft gegangen."
"Komm doch am 30.5. mit uns an den Koffermarkt in Hinwil. Dort kannst du viele Menschen sehen und vielleicht findest du dort ja eine neue Heimat," sprach der schlaue Fuchs.
"Oh ja, da komme ich gerne mit,"sprach der Blütenzwerg und wurde vor lauter Vorfreude ganz rot.

Samstag, 16. Mai 2015

Haarschmuck

Dies war der Kundinnenauftrag:


Und das habe ich daraus gemacht:


Ob es der Kundin gefällt, weiss ich noch nicht. Ich weiss jetzt aber, dass ich so klein Köpfchen herstellen kann und dass ich sicher noch mehr so kleine Elfchen filzen werde. Ich finde sie nämlich recht niedlich.
Wünsche von Kundinnen sind immer wieder toll, sie bringen mich nämlich auf neue Ideen.


Freitag, 15. Mai 2015

I like the flowers

Der Auftrag einer Freundin ihr eine Japanhose zu nähen, hat mein Nähmaschine aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt.
Darum ist es auch nicht meine Hose, die ich hier trage.


Leider muss ich sagen, weil mir dieses Oufit sehr gut gefällt.
Obwohl die eine oder andere denken mag, dass man jenseits der 50 so mädchenhaft nicht mehr herumlaufen sollte.
Aber was die Leute denken, sollte einem je älter man wird desto egaler sein.
Darum sage ich, Blumen kann man immer tragen.


Donnerstag, 14. Mai 2015

Gedanken am Auffahrtsmorgen

Nach vier Jahren ging ich mit mulmigem Gefühl zur Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt. Ich konnte die Praxis dann nicht mit dem Satz verlassen: Es ist alles gut, wir sehen uns in einem Jahr wieder.
Vielmehr hiess es, da ist eine kleine OP nötig, um sicher zu gehen, ob wirklich alles gut ist.
Für mich als Hypochonder war das im ersten Moment schon ein Schock.
Drei Wochen habe ich dann auf den Eingriff gewartet und habe mich in Gelassenheit geübt, was mir erstaunlicherweise dank Filzen und Putzen doch immer wieder sehr gut gelang.
Letzte Woche bin ich dann in die Klinik gefahren. Die gefüchtete Vollnarkose war überhaupt nicht schlimm, zwei Stunden nach dem Eingriff dufte ich schon wieder nach Hause. Gestern habe ich dann den Satz gehört: Es ist alles gut, wir sehen uns in einem Jahr wieder.


Krankheit, Sterben und Tod, diese Themen verdrängen wir gerne. Nimmt es den Schrecken, wenn man sich damit auseinandersetzt? Der Zufall wollte es, dass diese Woche Moika Renz, als Psychoonkologin hat sie hunderte von Menschen in den Tod begleitet, im Nachbardorf einen Vortag zum Thema "Was ist gutes Sterben" hielt.
Auf die Frage, zu ihrem pesönlichen Bezug zum Tod, kam kein "Der Tod schreckt mich nicht mehr", vielmehr ein Zögern, ein "sie wisses es nicht, wie es mal sei, wenn sie sterben müsse".
Sterben ist immer mit Leid verbunden, dass ist einfach so, hat sie gesagt.
Da gibt es wohl nichts zu beschönigen.
Aber vor dem Sterben ist das Leben. Ich befinde mich, in einem Alter, wo ich mir immer wieder Gedanken mache, welchen Weg ich weiter gehen will, welche Weichen ich umlegen will und welche Schritte ich auf neuem, unbekanntem Terrain ich wagen könnte.
Das der bewusste Umgang mit diesen Fragen wichtig ist, dass haben mir die letzten Wochen gezeigt.
Antworten zu finden, ist leider nicht immer so einfach.
Das ich auf dem Weg sein darf, dafür bin ich dankbar.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Willkommensgeschenk für Babies


Heutzutage weiss man ja kaum, was man zur Geburt eine Kindes schenken soll. Da habe ich mir gedacht, ich mache Elfchen ganz traditionell in hellblau und rosa. Es sind Fingerpuppen, man kann mit ihnen den Kleinen auch etwas vorspielen.
Die beiden kommen mit, an meinen nächsten Koffermarkt in Hirslanden, am nächsten Samstag.

Montag, 4. Mai 2015

Drei Marienkäfcherchen...

 ...zwei mit und eines ohne Flügel.

Fliegen kannst du nur in deinen Träumen,
aber das macht nichts.
Wenn die Marienkäferseele 
aus deinen Augen strahlt
hüpft das Glück von Mensch zu Mensch.


Freitag, 1. Mai 2015

Wasserscheue Hexe

Ich gebe es ja zu, so recht habe ich nie an die Existenz von Hexen geglaubt. Darum machte ich grosse Augen, als ich in meinem Bett dieses kleine Wesen vorfand. 
Walburgisnacht hin oder her, es sei ihr draussen viel zu nass zum Herumfliegen und in meinem Bett wäre es viel gemütlicher, erklärte sie mir.
 



Da hat sie allerdings recht und ich habe mich gleich dazu gelegt.