Montag, 10. März 2014

Faszination Samenkorn

Ich habe immer wieder Themen, die mich eine Zeitlang begleiten. Letztes Jahr waren das eindeutig Vögel, die mich inspiriert haben.
Im Moment sind es die Samenkörner. Mein erstes ist bereits im November entstanden.


An Samenkörner fasziniert mich sehr, das in diesen winzigen Dingern schon alles angelegt ist, was es braucht, um eine Pflanze zu werden. Ganz alleine aus sich heraus passiert das, es braucht weder Mann noch Frau. Damit ist das Liebesleben von, sagen wir mal, einem Gänseblümchen schon mal sehr viel unkomplizierter, wie das von uns Menschen, wenn auch sicher nicht so spannend.;-)


Samenkörner sind für mich ein Symbol für Hoffnung und Wünsche. Man steckt sie in die Erde, pflegt sie und wartet darauf, dass die Saat aufgeht. Da kann es aber durchaus passieren, dass man gedacht hat, Basilkum zu pflanzen und dann satt desen vor einem Beet mit Schnittlauch steht und Schnittlauch gar nicht mag. Dann hat man verschiedene Möglichkeiten, damit um zu gehen. Man kann versuchen den Schnittlauch zu lieben, man kann den Schnittlauch wütend auf den Kompost werfen oder man verschenkt ihn an Menschen, die Schnittlauch gern haben.
Zu Säen hat Auswirkungen auf unser Leben.
Ein Samenkorn in die Erde zu stecken ist ein aktiver, bewusster Akt. Wir tun etwas für unsere Träume, damit sie keimen und gedeihen mögen und wir irgendwann ernten können.
Ich finde es wichtig, sich immer mal wieder Gedanken zu machen, was wohl der Inhalt unsere persönlichen Samenkörner sein sollte.


Etwas Neues beginnen muss und darf man immer mal wieder im Leben. Manchmal tut man das freudig  und manchmal unfreiwillig und voller Angst.
Menschen in solchen Situation Samenkörner zu schenken als Zeichen der Anteilnahme, dafür eignen sich meine kleinen Samenkörnchen sehr gut.

Sonntag, 9. März 2014

Sonntagsausflug zur Atelierseröffnung

Facebook und Blogs vereinfacht ja das Kennenlernen von Gleichgesinnten sehr. Meist bleibt es aber beim virtuellen Kontakt.
Wenn sich eine Gelegenheit ergibt, auch den Mensch in Fleisch und Blut zu erleben, dann nutze ich diese immer wieder gerne.
Das war bei  Christa Heiz heute der Fall, denn sie hatte zur Eröffnung ihres schönen und grossen Ateliers eingeladen.
Christa ist eine sehr vielseitige Filzerin und man sieht, dass sie ihr Handwerk versteht. Am liebste mag ich natürlich ihre zauberhafte Filztiere und Puppen.

Freitag, 7. März 2014

Samen säen


Die Sonne kitzelt mich an der Nase.
Es ist Zeit 
hoffnungsvoll
meine Samenkörner in die Erde zu stecken.

Ob der Samen aufgeht
und welche Blumen wohl wachsen werden,
frage ich mich,
während ich ihnen 
Wasser auf die Köpfchen giesse.

Ich höre sie leise kichern.

Mittwoch, 5. März 2014

Fräulein Möllermann trifft Allerleirauh

Ich habe mal versucht das Fräulein Möllermann Kostüm mit ähnlichen Stilelementen in ein alltagstaugliche Outfit zu übertragen.
Das sieht dann bei mir so aus:


Der Schnitt vom Rock ist der gleich, nämlich einer aus einer alten Ottobre und die Mütze ist nach einem eigenen Schnitt. Der Pullunder ist die Weste Bergen von Schnittquelle, allerdings habe ich die Weste stark verkürzt und den Reissverschluss weg gelassen.

Viele alltagstaugliche Kleider kann man heute wieder auf dem MMM-Blog ansehen.

Dienstag, 4. März 2014

Samenkorn der Liebe

 
 Kleines Samenkorn der Liebe,
ich pflanze dich ich mein Herz
und ich spüre den zarten Flügelschlag
von Schmetterlingen in meinem Bauch.

Sonntag, 2. März 2014

Fräulein Möllermann


Nach dem im Februar eine Pause war, habe ich im März wieder eine Einheit Comedyausbildung.


Es wurde also Zeit, dass ich mich um ein passendes Kostüm für unseren Walkact an einer Freizeitmesse in Friedrichshafen kümmere.


Schuhe, Weste und Hut habe ich im Ausverkauf gefunden. Die Bluse stammt aus einem Secondhandladen und die Brille ist von Vielfrau und hat Kunststoffgläser. Den Rock habe ich genäht, das Schnittmuster ist aus einer alten Ottobre. Jetzt fehlt mir noch eine Handtasche und ein goldenes Kettchen mit einem Kreuz würde auch noch gut passen.


Die Wirkung, die ich auf Mann und Sohn habe, ist schon mal vielversprechen. Meine Mann war beim Hutkauf mit dabei und hat dort schon sichtlich gelitten, was ich sehr lustig fand. Nun will er sich merkwürtigerweise, nicht mit einem Fräulein Möllermann in der Öffentlichkeit zeigen.
Mein Sohn amüsiert sich sehr über meine neue Rolle


Es ist schon erstaunlich, wie ich durch diese Kleidung ein neue Identät bekomme. Ich habe fast von ganz alleine einen anderen Gang, eine andere Stimme und fühle mich wirklich, wie ein Fräulein Möllermann. 
Es stimmt schon, dass Kleider Leute machen. Der Brauch sich an Fastnacht zu verkleiden, um einmal in eine ganz andere Rolle schlüpfen zu können, zeigt ja auch, dass Kleidung mehr ist als eine blosse Schutzfunktion.

Nur bügeln würde das Fräulein ihren Rock ganz sicher, da muss ich mich noch etwas besser in die Rolle einfinden.




Filzszene Graubünden

Dass es einen Verein namens Filzszene Graubünden gibt, war mir schon länger bekannt. Da ich aber nicht in Graubünden wohne, hat mich dieses Wissen nicht weiter interessiert.
Bei Begegnungen mit Mitgliedern dieses Vereins an der Vernissag der Pur Ausstellung ist mir dann Bewusst geworden, dass dieser Verein Filzerinnen aus der ganzen Schweiz einen verbindenten Begegnunsort bietet und so bin ich nun auch Mitglied der Filzszene Graubünden geworden.
Gestern bin ich darum an die Generalversammlung nach Landquart gefahren.
Die GV wurde liebevoll gestaltet und organisiert. Besonders beeindruckt hat mich, wie Gaby Famos anschaulich von ihrem Beruf als Ganzjahresschafhirtin erzählt hat.
Wobei von Beruf kann man da eigentlich nicht sprechen, denn so eine Leben kann man nur Leben, wenn das was man tut Berufung ist.
Im Winter heisst das für Gabi sich täglich auf einen Fussmarsch von zwei Stunden zu begeben,
um die Tiere zu füttern. Das ist besonders, wenn viel Schnee liegt nicht ungefährlich.
Im Sommer ist sie mit den Schafen alleine auf der Alp und auch dort natürlich Wind und Wetter ausgesetzt, immer darauf bedacht zusammen mit ihren beiden Hunden, die Herde zusammen zu halten.
Man hat gespürt, mit wieviel Freude und Liebe sie diese Arbeit tut.

 

Die Filzszene Graubünden bietet unter anderem auch einen Filzlehrgang an und organsiert immer wieder interessante Kurs.
Im Oktober kommt übrigens meine geschätze Blogkollegin Gabi (Filzkram) und zeigt, wie man lustige Filztiere filzen kann.
In den Frühlingsworkshops hat es teilweise noch freie Plätze. Wer z.B. lernen will einen Winterstiefel mit fachgerechter Besohlung herzustellen, kann sich gerne noch anmelden.