Freitag, 21. November 2014

Maus und Drache unterhalten sich


Drache: Hoffentlich werde ich ganz schnell gross!
Maus: Warum willst du denn ganz schnell gross werden?
Drache: Es ist meine Aufgabe als Drache, den Menschen Angst zu machen. Aber wenn ich so klein bin, hat doch niemand Angst vor mir.
Maus: Hast du eine Ahnung. Ich bin kleine und ganz viele Menschen haben Angst vor mir.
Drache: Das kann ich jetzt nicht glauben.
Maus: Es ist aber so. Menschen haben sogar Angst vor Spinnen und die sind noch viel kleiner als ich.
Drache: Menschen sind komisch.
Maus: Ja, Menschen sind eben kleine Angsthasen. Da kann man nichts machen.
Drache: Komm, wir spielen "Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann".
Maus: Das darf man nicht mehr spielen, weil es politisch unkorrekt ist.
Drache: Dann spielen wir halt "Wer hat Angst vor grauen Mäusen". Hast du eigentlich eine bunte Unterhose an?
Maus: Warum?
Drache: Ich mag Gedichte und das mag ich besonders gerne:

Manchmal trägt die Wirklichkeit
eine bunte Unterhose
unter ihrem grauen Kleid.
Und im Knopfloch eine Rose.

(Frantz Wittkamp)

Maus: Ja, das ist schön. Aber die Rose habe ich leider gerade aufgefressen.
Drache: So ein Käse.




Mittwoch, 19. November 2014

Marienkäferfamilie


Nach den 4 Tagen intensiven Zusammensein mit meiner Comedyklasse, brauche ich immer eine Zeit von Ruhe und Alleine sein, um wieder bei mir anzukommen.
Ich bin gerne unter Menschen, ich bin aber auch gerne für mich. Da gilt es immer wieder die richtige Balance zu finden.
Zum Glück ist mein Leben so, dass ich mir Zeiten des Alleinseins gut einrichten kann. Dann filze ich vor mich hin und bringe mich dabei wieder ins innere Gleichgewicht.
Eigentlich wollte ich eine paar Engel filzen für den Koffermarkt am Samstag in Schlieren.
Aber meine Bedürfnis war nach Farbe und so ist diese kleine Marienkäferfamilie entstanden, die Ansich nichts Weihnachtliche hat. Sie passen wohl eher zu Silvester, wo man sich gute Wünsche auf den Weg gibt für das Neue Jahr.
Weihnachten und Silvester sind beides sehr symbolträchtige Feste und gerade darum sind das für viele Menschen schwierige Tage. 
Ist man eingebettet in einen Familien- und Freundeskreis oder ist man es nicht, zeigt sich dann immer sehr stark und schmerzhaft.
Ich habe Familie und Freunde und trotzdem finde ich auch nicht ganz einfach, mit all den Erwartungen um zu gehen.
Dann hätte ich gerne, die Leichtigkeit und Gelassenheit eines Marienkäfersengels.




Montag, 17. November 2014

1 Jahr Comedyausbildung


Aus meinem Flirt mit der Comedy ist keine Liebe geworden. Comedy in dieser Form, ist nicht das, was ich machen will. Das weiss ich jetzt, nach diesem Jahr, sehr genau.
Die letzten drei Vorstellungen mit unserem Stück, waren auf der menschlichen Ebene, eine Herausforderung für mich. Da ich die allgemeine Begeisterung nicht teilen konnte, fühlte ich mich automatisch oft wie eine Aussenseiterin.
Mit diesem Gefühl, das ich aus meiner Kindheit kenne, umzugehen, war eine Prozess für mich, der nicht ganz einfach war und mich auch immer wieder Kraft gekostet hat. Aber letzendlich habe ich meinen Weg, damit umzugehen, gefunden.
Nun bin ich froh, dass die Ausbildung vorbei ist und ich wieder die Dinge machen kann, die für mich stimmig sind.
So werde ich am Sonntag mit meinem Stück "Wilhelmine will nicht mehr" wieder ganz alleine mit meinen Puppen in Hindelbank/BE auf der Bühne stehen. Die Vorstellngen sind um 13.30 und um 15.00 Uhr.
Ich freue mich darauf und bin gespannt, ob die Ausbildung meine Spielweise verändert hat.
Denn jede Erfahrung, die man macht, bringt einem ja auch ein Stück weiter.

Dienstag, 11. November 2014

Möwe zum Zweiten


Ich war nicht wirklich zufrieden mit meiner ersten Möwe, also habe ich mich nochmal ans Werk gemacht.  Jetzt gefällt sie mir besser und ich kann sie auf die Reise schicken.

Montag, 10. November 2014

Kleine Möwe fliegt nach Norden

Es landen immer mal wieder Anfragen in meiner Mailbox, ob ich auch auf Bestellung filzen würde oder ob man etwas, was ich im Blog gezeigt habe, kaufen könne.
Natürlich kann man so ziemlich alles kaufen, was ich hier so zeige und auf Wunsch filze ich auch sehr gerne.
Diese Möwe ist eine Bestellung aus Deutschland.


Merkwürdigerweise verkaufe ich in der Schweiz meine Figuren fast nur über die Märkte. Es kommen selten Anfragen über Internet herein.
Dafür werden die Bestellungen aus Deutschland immer mehr, was mich natürlich sehr freut.


Sonntag, 9. November 2014

Sonntägliche Gedanken am Frühstückstisch

Beim Frühstück heute Morgen lag dieses Magazin zufällig so auf dem Tisch:


Die Gegenüberstellung dieser beiden Bilder hat mir auf einen Schlag mal wieder den Irrsinn dieser Welt drastisch vor Augen geführt.
Auf der einen Seite, diese Sorglosigkeit und der pure Luxus. Ich habe mal aus Neugier die Preise für solche Uhren gegoogelt und war doch erstaunt, dass es Menschen gibt, die über 300.000 Franken und mehr für eine Uhr ausgeben können.
Auf der anderen Seite der junge Mann, der um seinen Freund trauert, in einem Land in dem Armut, Gewalt und Korruption Alltag ist. Dort haben viele junge Menschen keine Zukunf, sie werden zu tausenden ermordet und verschwinden spurlos.
Und ich schäme mich dafür, dass es mir so gut geht und ich nichts tue gegen diesen Irrsinn in der Welt.

Samstag, 8. November 2014

Koffermarkt in Solothurn

Auf dem Rückweg zum Bahnhof habe ich von dem Gebäute in dem der Koffermarkt statt fand dieses stimmungsvolle Foto gemacht.


Einige Koffermarktfrauen haben erzählt, dass der Markt letztes Jahr viel besser besucht und die Leute kauffreudiger waren. Ich denke, dieser Hype in der Schweiz, wo an allen Ecken und Enden ein Koffermarkt statt findet, tut der Sache nicht gut.
Für mich war es trotzdem ein guter Markttag und ich bin mit meinen Verkäufen zufrieden. 

Ich danke an dieser Stelle nochmal herzlich der lieben Pralinenspenderin, sie haben mir heute den Tag versüsst.

Mein nächster Koffermarkt ist am 22.11. in Schlieren.