Ein poetisches Bilderbuch zum Träumen, Lächeln, Nachdenken und Freuen


Donnerstag, 23. April 2015

Maulwurfgeschichten

Maulwürfe sind sehr erdverbundene Tiere, kein Wunder, sie leben ja unter der Erde. 
Dieser direkte Bezug führt dazu, dass ihnen das Wohl der Welt sehr am Herz liebt. Nur weiss das niemand, weil sie still, bescheiden Tiere sind, die das Licht der Öffentlichkeit scheuen.



Kaum bekannt ist auch, dass sie sehr sprituelle Tiere sind, weil sie in der Dunkelheit das Licht in sich selber suchen und  finden müssen. 
Darum kennen alle Maulwürfe diesese Zitat von Dalai Lama:

Die Welt braucht nicht noch mehr erfolgreiche Leute. Die Welt braucht verzweifelt mehr Friedensstifter, Heiler, Wiederhersteller, Geschichtenerzähler und Liebende aller Art. 

Im jedem Bau lebt darum eine Geschichtenerzählerin, die den Tiere die langen, dunklen Stunden unter Tag verkürzt.

Sie lauschen den Worten dieser ganz besonderen Wesen, die es nur im Reich der Maulwürfe gibt und ihre Herzen sind erfüllt von Liebe und Frieden.


Woher ich das alles weiss, mag sich der eine oder andere fragen. 
Nun, ich habe mir, dass gerade so ausgedacht, denn die Welt braucht Geschichtenerzählerinnen.
Sagt zumindest der Dalai Lama und der hat bestimmt Recht damit.

Dienstag, 21. April 2015

Wandervögel

Als ich gestern meine Post fertig geschrieben habe, bekam ich plötzlich Lust, mich für eine paar Stunden vogelfrei zu fühlen.
Innerhalb unseres Käfigs, bestehend aus diversen Verpflichtungen, Familienbudget, Ängsten und was es da an Beschränkungen mehr gibt, haben wir unsere Möglichkeiten unsere Flügel auszubreiten.
Bei mir braucht es nicht viel, um mich vogelfrei zu fühlen. Für mich, die ich im Sternzeichen  Angsthäsin geboren bin, ist schon eine Wanderung allein in unbekanntem Gebiet ein kleines Abenteur. So hat ein Hasenherz auch seine Vorteile.
Also habe ich den Rucksack gepackt, den Vogel aus seinem Käfig befreit, den Hund angeleint und bin in den nächsten Bus gestiegen.


Meine Wanderung führte mich durch ruhige Wälder, idyllische Lichtungen

und schöne Moorlandschaften.


Ich setzte den Vogel in ein gemachtes Nest, da wollte er aber nicht sitzen bleiben.


Also ging es weiter, mit Blick auf die Rigi, Königin der Berge,


und vorbei an bühenden Apfelbäume.


Ich freute mich an den Ferkelchen, welch süsse Glücksymbol, 


um wenige Schritte weiter mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert zu werden.


In Küssnacht, dem Ziel der Wanderung, bin ich mit Hund und Vogel in den Zug nach Hause gestiegen


und habe während der Zugfahrt die schöne Aussicht genossen.


Alleine Wandern zu gehen ist etwas ganz Besonderes für mich. Ich kann mein Tempo laufen, meinen Gedanken nachhängen oder auch gar nichts denken. Es beflügelt mich und gibt mir das Gefühl ganz bei mir zu sein. Es tut gut, ab und zu ein einsamer Wandervogel zu sein.

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Montag, 20. April 2015

Little birdy

Von Koffermärkten kommt man immer mal wieder mit neuen Anregungen nach Hause. Am Samstag hatte meine Standnachbarin ein kleines Pinguinmädchen gekauft und gemeint, sie würde es in einen Vogelkäfig setzen, weil sie Angst hätte, ihre Katze würde es als willkommen Beute ansehen.
Da ich das Katzenproblem in Bezug auf meine Figuren schon öfters gehört hatte, habe ich gestern einen kleinen Vogel gefiltzt und in in einen kleinen Käfig gesetzt.


Wie ich so vor mich hin gefilzt habe, kam es mir in den Sinn, das Käfige, wie Netzte, positive und negative Aspekte haben. Beide können Leben schützen, aber auch das Leben verhindern oder einengen.
Wahrscheinlich leben die meisten von uns im übertragenen Sinne in einem Käfig von gegebenen Strukturen, die uns Halt und Schutz bieten und oft ja auch sehr bequem sind.
Gleichzeitig verhindern sie das Wagnis, die Flügel aufzuspannen und Neues zu entdecken.
Oft scheint es unmöglich aus diesem Käfig auszubrechen und manchmal merkt man gar nicht, dass die Käfigtüre offen steht. Manchmal wird man auch aus seinen goldenen Käfig hinausgestossen, ob man nun will oder nicht.
Es gehört wohl immer wieder Mut dazu, die Flügel, die wir alle besitzen, auch zu benutzen.
Darum weiss ich nicht recht, ob mein kleiner Vogel wirklich diesen Käfig braucht um in Sicherheit zu sein, wer würde wahrscheinlich lieber frei herumfliegen. Aber in gestalterischer Hinsicht gibt er ihm einen netten Rahmen, finde ich zumindest.


Ich werde am Samstag mit meinem Koffer nach Zug ausfliegen und bin schon gespannt, was mich dort erwarten wird.

Montag, 13. April 2015

1,2,3, Poilzei

An Markt am Samstag, wurde ich gefragt, ob ich auch einen kleinen Polizisten für den Verkehrsunterricht im Kindergarten, filzen könnte. Das musste ich natürlich gleich mal ausprobieren und hier steht er nun bereit, Recht und Ordung aufrecht zu erhalten.


Ich werde am nächsten Samstag wieder als Koffermarktfrau in Zollikon stehen und bin schon gespannt, was mich dort erwarten wird.
Manchmal ist das Marktfahrerleben, wie am letzten Samstag, fast schon ein schlechter Krimi.
Man steht stundelang hinter seinen Koffer und man verkauft nichts, um als Showdown fast in letzter Sekunden, kommte es dann doch noch zu ein paar Verkäufen.
Da heisst es dann schon Nerven und die gute Laune behalten, denn manchmal zeigt es sich erst ganz am Schluss, ob man zufrieden oder enttäuscht nach Hause reisen kann.

Freitag, 10. April 2015

Ich filze mir die Welt, wie sie mir gefällt


Gestern habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was das, was ich im Internet erfahre, in mir auslöst. Gabriela hat heute eine im Kern ähnliche Post geschrieben.
Wenn man das eigene Leben in Bezug setzt zu dem, was in der Welt alles an Schrecklichem passiert, kann man eigentlich nur Zufrieden, sein mit dem, was man hat.
Es macht mich traurig, all dieses sinnlose Leid auf der Welt, ausgelöst durch Krieg und Gewalt unter den Menschen.
Im Grunde filze ich mir mit meinen Figuren eine heile Welt in Bonbonfarben.

Donnerstag, 9. April 2015

Im Schneckentempo

 

Das Internet erlaubt uns den Einblick in verschiedenste Lebenssituationen. Manche Menschen scheinen ein Leben, wie aus dem schönsten Bilderbuch zu führen und andere wiederum müssen eine schwierige Situation nach der anderen meistern.
Die einen lassen sich auf dern Sonnenseite des Lebens, die wärmenden Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen und die anderen stehen ohne Regenschirm im Regen.
Und wo stehe ich?
Was man aus seinem Leben macht und wie es verläuft, liegt ja nur teilweise in den eigenen Händen.
Meine Leben kommt mir gerade etwas, wie eine Ritt auf einer Schnecke vor. Es plätschert so vor sich hin. Gemütlich ist das und manchmal auch unbefriedigend.
Ich stelle mir Fragen. Mache ich genug aus meinem Leben? Was macht mich unzufrieden? Was kann ich ändern? Bin ich einfach zu anspruchsvoll? Erwarte ich zuviel?
Ich wäre gerne, wie diese Puppe, die vergnügt und vertrauensvoll auf ihrer Schnecke reitet und den Moment in all seiner Schönheit geniessen kann.


Mittwoch, 8. April 2015

Ich gehe an Koffermärkte, so lange es sie noch gibt


In der Schweiz sind Koffermärkte sehr in Mode. Es gibt kaum ein Wochenende, an dem nicht
einer oder sogar mehrere solche Veranstaltungen stattfinden.
Man spricht auch schon davon, dass dieser Hipp bald eine Ende haben wird.
Ich fände das Schade, denn für mich sind Koffermärkte ideal. Ich kann mit dem Zug dort hin fahren
kann und der Aufwand nicht all zu gross ist.
Darum habe ich nun eine Reihe von Koffermäkten vor mir, auf die ich mich schon freue.
Der nächste wird am Samstag in Dübendorf sein.

Hier die Liste der Märkte:
18.04. Koffermarkt Zollikon
25.04. Koffermarkt Zug
02.05. Koffermarkt Herisau
09.05. Koffermarkt Hirslanden
30.05. Koffermarkt Hinwil
23.08. Koffermarkt Wintethur