Sonntag, 31. Januar 2016

Wilhelmine in Affoltern a.A.


Vor einer Vorstellung denke ich ja immer: "Warum bloss tue ich mir das an? Was ist, wenn dem Publikum mein Spiel nicht gefällt und wenn die Kinder unruhig werden. Wenn ich meinen Text vergesse? Wenn einfach alles schief läuft? Oder gar niemand in die Vorstellung kommt"
Nach der Vorstellung denke ich immer: "Warum machst du dir eigentlich immer solche Sorgen??!!"
Heute war das Theaterspielen mal wieder besonders toll. In einem Kleintheater auftreten ist sowieso immer besonders schön, weil gute Scheinwerfer vorhanden sind, der Raum ganz dunkel ist und man eine Bühne hat.
Besonders stolz bin ich, dass es in einer Kindervorstellung an diesem Ort noch nie so viele Zuschauer hatte, wie heute bei mir. Das Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Publikum war auch ein gutes Publikum.
Ausserdem sind mir liebe Menschen, zum Teil von weiter weg, extra wegen mir in die Vorstellung gekommen.
Hach, ja ich bin richtig glücklich, gerade.

Samstag, 30. Januar 2016

Ausgeflogen


21 schöne Jahre des Zusammenlebens (minus 9 Monate, die sie im Ausland verbracht hat) mit meiner Tochter gehen heute zu Ende.
Abschiede von dieser Zeit zu nehmen fällt mir nicht leicht und ich frage mich auch, wo sind all die Jahre hin. Sie sind wie im Fluge vergangen.
Es ist schön, wenn Kinder selbständig werden und voller Freude in ihr eigenes Leben aufbrechen.
Aber ich bin halt trotzdem traurig und das darf wohl auch so sein.
Schon bald wird sich die Traurigkeit in eine Wehmut umwandeln und irgendwann hat man sich an die neue Situation gewöhnt.
Oder was habt ihr, die ihr diesen Abschied schon hinter euch habt, für Erfahrungen gemacht?




Mittwoch, 27. Januar 2016

Kopf, Körper und Herz


Toni liebt Leni.


Leni aber hat nur Augen für den Frosch.


Tja, auch in der Filzpuppenwelt gibt es nicht immer ein Habby end.


Dafür habe alle Köpfe nun einen Körper. 
In das Schneehäschen hat sich schon jemand verliebt, darum hat es schon ein neues Zuhause gefunden.

Dienstag, 26. Januar 2016

Sonntagsvorstellung


Wenn ich zur Zeit ins Nachbardorf zum Einkaufen gehe, blicke ich ab und zu in mein Gesicht.
Am Sonntag darf die "Wilhemine" mal wieder zum Leben erwachen.
Ich freue mich sehr auf meinen Auftritt im LaMarotte.

Montag, 25. Januar 2016

No woll waste


Ich habe von der Besitzerin dieser beiden Alpakas eine Anfrage bekommen, ob ich die Wolle brauchen könnte. 
Sie findet niemand mehr,  der sie haben möchte. Sie könne es fast nicht über das Herz bringen die Wolle wegzuwerfen.
9kg der ungewaschen Wolle kosten 120.-Fr..
Ich habe keine Verwendung. Aber vielleicht liest hier jemand mit, der sie gut brauchen kann.
Bitte direkt mit der Besitzerin Kontakt aufnehmen: v.stoeckli(at)bluewin.ch

Sonntag, 24. Januar 2016

"Lebenszyklus"


Auf meinen Schwingen
trage ich
Zukunft und Vergangenheit
Hier und Jetzt

Samstag, 23. Januar 2016

Das Schneefüchslein



"Warum reden denn schon wieder alle vom Frühling? Es ist JANUAR! Und überhaupt, wo ist denn schon wieder der ganze Schnee hin???" mötzelte das kleine Schneefüchslein.

Nun hat auch der dritte Kopf seinen Körper bekommen.

Freitag, 22. Januar 2016

Fräulein Frühling

...sitzt im Baum und wartet auf die ersten Schneeglöckchen.


Der zweite Kopf hat einen Körper und meine erste Gliederpuppe ist entstanden.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Mittwoch, 20. Januar 2016

Kopfarbeit

Im Januar fühle ich mich oft wie in einem Vakuum. Die Zeit fühlt sich so zeitlos an. Es treibt mich, wie durch ein grosses Nebelmeer.
Das Weihnachstgeschäft ist vorbei, alle Aufträge sind erledigt, die nächsten Märkte sind noch weit weg.
Ich habe Muse für Spielereien. Was für ein Glück, im Grunde.



Ich beschäftige mich gerade mit der Gestaltung von Köpfen.
Aber so körperlos mag ich sie nicht liegen lassen. Darum werden ich nun so nach und nach Körper für sie filzen.

Sonntag, 17. Januar 2016

Einsame Herzen im Schnee


Traurig stand der Gärtner Gustav im Schnee und spürte, wie die Kälte von seinen Füssen langsam bis in sein Herz hinein kroch.
Er vermisste seinen bunten Blumen sehr und fühlte sich einsam.
Plötzlich hörte er seine Nachbarin Olga, die er immer schon sehr nett fand, aber sich noch nie getraut hatte anzusprechen. Gustav war etwas schüchtern und sprach deshalb nur mit seinen Blumen.
"Kunigunde, Kunigunde, wo bist du?" rief Olga unentwegt.


"Haben sie meine Huhn gesehen? Ich bin leider schneeblind und kann es nicht finde."
Da Gustav sehr hilfsbereit ist, gingen sie gemeinsam auf die Suche und fanden es schon bald verängstig im Schnee sitzen.


Olga war überglücklich und lud den Gärtern auf eine Tasse Tee und ein Stück Kuchen zu sich nach Hause ein.
Und es kam, wie es kommen musst, die schneeblinde Olga und der schüchterne Gustav wurden ein Paar.
Und wisst ihr was? Das Huhn Kunigunde ist gar nicht blind und hat schon lange gesehen, dass die beiden zusammen gehören und hat sich darum ganz absichtlich im Schnee verirrt.
Das soll noch einer sagen, Hühner wäre dumm.


Und Gustav merkt plötzlich, dass sein Herz trotz Schnee und Kälte ganz warm ist.



Freitag, 15. Januar 2016

Donnerstag, 14. Januar 2016

Die Hexe in mir

Die Geschichte zeigt bis in die aktuelle Gegenwart hinein, dass Menschen, Feinbilder brauchen, auf die sie ihren Hass projizieren können.
Im Grunde kann diese Wut jeden treffen, eine andere Religion oder Hautfarbe oder auch nur das Geschlecht kann schon ausreichen.
Es gab eine Zeit, und die ist noch gar nicht so lange her, da wurden viele Frauen, aber auch Männer, gequält und getötet, weil man ihnen vorwarf Hexen zu sein.
Im Märchen spielen Hexen oft eine zentrale Rolle. Mit diesem geschichtlichen Hintergrund, ist die Hexe für mich, eine problematische Figur.
Für mich sind aber die Figuren in Märchen, Teilaspekte unsere eigenen Persönlichkeit.
Ich denke, erst wenn wir die dunklen Seiten in unser selber sehen und nicht immer nur bei anderen, sind wir fähig zu mehr Mitgefühl und Toleranz.



 Hänsel, Gretel und die Hexe sind entstanden als Auftragsarbeit für einen Kindergarten.

Hier findet man die Rückmeldung der Kindergärtnerin.

Montag, 11. Januar 2016

Skyfall

Heute, bei meiner morgendlichen Hunderunde, war ich in meinen Gedanken bei meiner Mutter, der es geht ihr nicht gut, bei meiner Tochter, seit Freitag ist klar, dass sie noch diesen Monat ausziehen wird und bei meinen nächtlichen Hitzewallungen.
Ich kam gerade so zum Schluss, dass ich schon weit lustiger Phasen in meinem Leben hatte und wollte darob gerade ein Tränchen verdrücken, da schlug vor mir ein roter Blitz in die Erde ein. Als sich der Rauch verzogen hatte, lag ein kleines Wesen vor meinen Füssen. Es schaute mich verwundert an und fragte, wo es denn gelandet wäre.
"Auf der Erde," antwortete ich nicht minder erstaunt.
"Ich komme vom roten Planten Xuranon," antwortete mir der kleine Kerl.
" Von dem habe ich noch nie etwas gehört," antwortete ich ihm.
"Ist ja auch kein Wunder, der ist nämlich ziemlich weit weg, dort warst du bestimmt noch nie."
"Wie soll ich dorthin kommen, wenn ich noch nicht mal weiss, dass es diesen Planeten überhaupt gibt?" gab ich ihm zu verstehen.
"Ich wusste ja auch nicht, dass es die Erde gibt," entgegnete er. " Aber ich wollte Neues erleben. Xuranon  ist nicht gross, ich kannte dort jede Ecke. Also bin ich einfach ins Blaue hinaus gesprungen und hier bin ich nun gelandet. Ich freue mich schon darauf, was ich alles Neues erfahren und erleben werde."


Ich schaute den Kleinen an, wie er mit seinem verschmitzten Lächeln so abenteuerlust vor mir stand und dachte bei mir,  er hat recht.
Eine neue Lebensphase kann auch neue Welten öffnen, man muss nur bereit zum Springen sein.
Danke, kleiner Sternenjunge, für diese Lektion.
Ich werde sie mir merken, auch wenn nicht auszuschliessen ist, dass ich in nächster Zeit immer mal wieder ein Taschentuch brauchen werde.
Aber auch das wird vorbei gehen. So wie alles im Leben.

Donnerstag, 7. Januar 2016

Agendahülle 2016

Auch dieses Jahr habe ich mir wieder eine Hülle für meine Agenda genäht.
Sie ist schön weich, darum nehme ich sie gerne in die Hand.
Viel steht noch nicht in meinem Kalender, aber es ist jetzt schon absehbar, dass es sicher kein so ruhiges und beschauliches Jahr, wie das letzte, werden wird.


Darum habe ich das Motiv des Samenkorn, als Symbol für Veränderung und Wachstum gewählt.


Dienstag, 5. Januar 2016

Wie es mit Rotkäppchen weiter ging

Rotkäppchen war nach dem Erlebnis mit dem Wolf nicht mehr die gleiche.
Durch die Zeit im Bauch des Wolfes ging ein Teil seiner Stärke in sie über und durch seinen gewaltsamen Tod starb etwas in ihr. Eine stille Trauer war ihr ständiger Begleiter.
Es zog sie immer wieder in den Wald, auf der Suche nach Ruhe und Frieden.
Eines Tages hörte sie im Unterholz ein Jammern, wie das eines kleine Babies.
Als sie nachschaute, lag da ein Wolfsjunge vor ihren Füssen.
Sie nahm ihn mit, fütterte ihn und zog ihn gross.
Seither streifen die beiden zu zweit durch die Wälder.
Rotkäppchen wurde eine weisse Kräuterfrau, die die Gabe hatte, die Körper und Seelen der Menschen zu heilen.
Und sie lebte noch lange glücklich und zufrieden zusammen mit ihrem Wolf.

"Gib dem Menschen einen Hund, und seine Seele wird gesund"
Hildegard von Bingen
 

Freitag, 1. Januar 2016

Glückssamen


"Wir ernten, was wir säen", heisst ein Bibelspruch. Manchmal verhintern aber widrige Umstände, dass die Saat aufgeht.
Auch 2016 wird nicht alles so werden, wie wir uns uns das wünschen.
Aber ich wünsche uns allen, dass uns immer wieder ein kleiner Glückssamen vor die Füsse fällt und unser Herz erfreut und dass wir die Fähigkeit nie verlieren, diese Wärme und Herzlichkeit weiter geben können.