Mittwoch, 1. April 2020

15. Samenkorn


"Weisst du um was ich euch Samenkörner beneide?"
"Nein, dass weiss ich nicht."
"Ihr wisst genau, was eure Bestimmung ist. Wir Menschen müssen sie oft lange suchen und manche finden sie nie."

Dienstag, 31. März 2020

14. Samenkorn


"Hast du keine Angst, wenn ich dich in die Erde lege?"
"Nein, in der Finsternis gebäre ich neue Sterne. Sie leuchten mir den Weg."

Montag, 30. März 2020

13. Samenkorn


"Heute mache ich blau. Machst du mit?"fragt mich das Samenkorn.
"Gerne.
Ich hole mir eine Flasche Wein 
und trink sie ganz allein."

Sonntag, 29. März 2020

12.Samenkorn


"Ach, Samenkorn, das Leben ist zur Zeit so grau."
"Mensch, hör auf zu jammern. Aus eigener Erfahrung weiss ich, das bunte Leben ist in dir drin. Du wirst es sehen, wenn die Zeit reif ist."

Samstag, 28. März 2020

11.Samenkorn


"Was willst du werden, wenn du ausgewachsen bis?"
"Ich muss nichts werden, ich bin schon etwas."
"Was bist du denn?"
"Hast du denn schon vergessen, wer ich bin?! Ich bin die Lebensfreude."

Freitag, 27. März 2020

10. Samenkorn


"Wie lange dein Zopf wohl wird, bis das Ende der Fahnenstange erreicht ist?"
"Das kommt darauf an, wie hoch die Fahnenstange ist."

Donnerstag, 26. März 2020

9. Samenkorn


Unschlüssig stehe ich vor dem Samenregal.
"Den Samen der Geduld kann ich sehr empfehlen", sagt die Gärtnerin im vorbeigehen.
Ich nehme ein Päckchen mit und verstreue die kleinen Samen hinter mir, so wie Hänsel und Gretel.
Einen behalte ich und setzte in Zuhause in einen Blumentopf.

Mittwoch, 25. März 2020

8. Samenkorn


"Lass mich schlafen",
sagt das kleine Samenkorn
mit trotziger Stimme.
"Gut", sage ich
und lege mich dazu.

Dienstag, 24. März 2020

Montag, 23. März 2020

6.Samenkorn


Leider gibt es keinen
Samen,
für das Kraut gegen die Dummheit.

Sonntag, 22. März 2020

5. Samenkorn

 
Ich setzte
den Samen des Über-Muts.
Jetzt.

Samstag, 21. März 2020

4.Samenkorn


Meine rosaroten Träume
begrabe ich
damit sie wachsen können

Freitag, 20. März 2020

Donnerstag, 19. März 2020

Mittwoch, 18. März 2020

1. Samenkorn



Wie ein weisses Blatt Papier
liegts sie vor uns
die Zeit
die nun kommt

Welcher Samen wird auf gehen?

Dienstag, 17. März 2020

Home, sweet home


Bleibt zuhause, geht in die Natur, mit euren Liebsten, mit dem Hund, aber bitte nicht in Gruppen.
Passt auf euch auf und tut alles dafür, damit der Virus sich nicht so schnell verbreitet.

Donnerstag, 12. März 2020

Samenkörner und Schneckenhäuser


Für eine Kundin, die nicht zum ersten Mal bei mir bestellt hat, durfte ich wieder Schneckenhäuser und Samenkörner filzen


Sie verschenkt sie als kleine Glücksbringer und mich macht so ein Auftrag natürlich auch sehr glücklich.

Dienstag, 10. März 2020

Es ist nur ein Pilz...


...zum Glück kein Virus.

Eigentlich ist mir nicht nach Witzen zumute, im Gegenteil.
Anfang des Jahres habe ich es nicht geschafft meine 2020 Termine in die neue Agenda einzutragen.
Ich hatte so ein komisches Gefühl.
Und nun ist es tatsächlich so, dass viele Veranstaltungen nicht mehr statt finden können.
So dürfen wir zur Zeit nicht mehr als Besuchsclowns ins Altersheim. 
Märkte wurden auch schon abgesagt und wenn sie statt finden, fragt man sich,  kommen überhaupt BesucherInnen und haben die überhaupt Lust etwas zu kaufen?
Es zeichnet sich ab, dass das 2020 ein sehr schwieriges Jahr für uns alle wird.

Sonntag, 1. März 2020

Theater - Virus

In der Schweiz darf man seit Freitag keine Veranstaltungen ab 1000 Menschen mehr durchführen.
Im Kanton Chur ist man sogar noch strenger und verbietet Veranstaltungen bereits ab 50 Menschen.
Im Internet sieht man Bilder von leeren Regalen.
Masken und Desinfektionsmittel gibt es keine mehr zu kaufen. Kranke Menschen, die auf Schutz dringend angewiesen sind, gehen leer aus.
Ich habe gelesen, dass in Deutschland in den Krankehäusern Masken und Desinfektionsmittel gestohlen werden.
Ich mag mir gar nicht ausmalen, was passiert, sollte die Situation dramatisch schlimmer werden.
Auf Grund desen, habe ich befürchtet, dass wegen der Angst vor dem Virus, heute niemand in meine Vorstellung kommt. Aber dem war nicht so. 
Es war sogar eine besonders schöne Vorstellung mit 70 kleinen und grossen Menschen. 
Vorstellunge gegen Kollekte sind immer eine besondere Herausforderung.
So ohne Eintritt kann man gut ausprobieren, ob das Kind schon einem Theaterstück folgen kann. 
Das Publikum ist darum grossteils im Baby und Kleinkinderalter. 
Wenn es mir gelingt, dass so kleine Kinder 40 Minuten konzentriert zuschauen, dann bin ich schon stolz und sehr glücklich. Und wenn es den Erwachsene auch noch gefällt, dann ist es perfekt.
Heute war das so und ich bekam viele Komplimente für mein Spiel.
  
Der Virus wird so schnell nicht verschwinden, darum bleibt gesund und vergesst nicht eure Hände zu waschen. Eine halbe Minute lang, soviel Zeit muss sein.

Freitag, 28. Februar 2020

Kindertheater am Sonntagmorgen



Am Sonntag um 11 Uhr spiele ich im GZ Hirslanden in Zürich das Stück "Marie zwischen Gelb und Blau".
Der Eintritt ist frei - Kollekte

Dienstag, 25. Februar 2020

Prinzessin und Professor

Kürzlich durfte ich zwei weiter Wortartfiguren filzen.
Der Professor stellt das Adjektiv dar und die Prinzessin ist das Nomen.
Es ist immer wieder schön Figuren zu filzen, die den Kindern das Lernen leicht machen.


Weil mich die Worte meiner Kundin so unglaublich freuen, sind sie nicht nur im Kommentar sondern auch hier zu lesen:

Hallo, diese wunderbaren Figuren gehören zu mir und ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Sie sind so zauberhaft, so wunderbar und für Schulkinder einfach absolut perfekt. So macht Lernen Spaß und so soll Lernen sein. Gibt es gar keine Probleme mit den Figuren?, wird sich vielleicht jemand fragen. Leider doch. Es gibt ein riesiges Problem... Mein Sohn Emil will sie gar nicht hergeben. Er möchte, dass sie nicht in die Schule gehen, sondern bei ihm bleiben!! ;) Das ist wirklich so: Wer die Figur einmal in der Hand hält, will sie für immer behalten!! Ich liebe diese Figuren und werde nie genug davon bekommen! Herzlichen Dank für diesen Zauber sagt Janine

Dienstag, 18. Februar 2020

6.Clownbesuch

Unser sechster Besuch im Altersheim fiel auf den Valentistag. Da lag es Nahe die Liebe zum Thema zu machen.

 

Ich machte mich auf die Suche nach der grossen Liebe. Mit meinem 4m langen Doppelmeter zeigte ich anschaulich, wie gross die Liebe sein muss und sorgte so für Erstaunen, Schmunzeln und Lachen
Die Liebe ist auch ein schönes Thema, um ins Gespräch zu kommen.
Wir verschenkten aber auch die Liebe in Form von Herzballonen.
Diese wurden dann auch gerne zum Ball spielen benutzt.
Bei einer Bewohnerin, die es gerne etwa wilder hat, wurde der Ballon zum "Boxsack" und wir haben uns eine Boxkampf geliefert. Klar das sie gewonnen hat.
Es ging oft recht lebhaft zu und her. 
Besonders schön war es, als in einem Aufenthaltraum Pflegerinnen, Besucher und die BewohnerInnen in das Geschehn integriet waren und alle miteinander Spass hatten.

 

Die meisten Menschen haben Freude an uns Clowns.
Es ist aber kein Problem, wenn z.B. eine alter Mann, den wir im Flur getroffen haben und der  uns noch nie gesehen hat, sagt, er möchte keinen Ballon, er sei doch kein Kind.
Ich habe ihn dann freundlich angeschaut, gesagte dass ich ihn verstehe und ihm eine schönen Tag gewünscht.
Es ist wichtig, dass niemand "zwangsbespasst" wird und dass wir, als Clowns eine Ablehnung aber auch nicht persönlich nehmen.

Dienstag, 11. Februar 2020

Samstag, 8. Februar 2020

Ich bin doch kein Frosch


Ich habe es mir nie zugetraut alleine als Clowin ins Altersheim zu gehen.
Gestern bin ich aber für eine kranke Freundin ins kalte Wasser gesprunge.
Ich hatte auch keine Zeit zum gross Nachdenken, das ist manchmal ja von Vorteil.
Zur Unterstützung hatte ich meinen Herr Fritz Frosch dabei.
Figuren sind wirklich eine grosse Hilfe gerade bei Menschen, die auf Sprache nicht mehr reagieren und auch selber nicht mehr sprechen.
Wenn z.B. ein Frosch über den Tisch hüpft und aus ihrer Tasse trinkt, reagiern sie mit Blicken auf das Geschehen vor ihnen.
Es ging gut alleine, aber zu zweit ist es einfacher schöner und so freue ich mich, dass ich nächte Woche wieder mit meiner Partnerin als Clownin unterwegs sein darf.

Mittwoch, 5. Februar 2020

Geborgenheit


In sich ruhen
gemeinsam träumen
vom Licht am Horizont

Sonntag, 26. Januar 2020

5. Clownbesuch


Für unsere Clownbesuche überlegen wir uns vorher immer ein Thema. Das erleichtet den Einstieg, denn die BewohneInnen sitzen immer schon ganz erwartungsvoll im Gemeinschaftszimmer, wenn wir kommen.
Bereits im Flur singen wir eine Lied, dass zum Thema passt und musikalisch darauf einstimmt.
Diesmal wollten wir Schlittenfahren gehehen. Das Problem war nur, dass es gar kein Schnee gab.
Wir hatten die Idee, darum den Schnee selber herzustellen. Wir schnitten zusammen mit den BewohnerInnen Schneeflocken aus Papier.
Ich hatte auch einen kleinen Schneemann dabei.
Da kam es zu diesem Dialog:
Ich: Der Schneeman hat zuviel Schnee gegessen und hat jetzt Bauchweh.
Frau: Da müssen sie ihm einen Tee kochen.
Schneemann: Ich will aber lieber Bier.
Frau: Aha, es ist ein Männlein.
Wir müssen beide sehr über diese Erkenntnis lachen.



Diesemal hatte ich auch eine sehr schöne Begegnung mit eine Frau, die nur noch lautmalerisch redet.
Ausserdem neigt sie dazu, sich schnell aufzuregen.
Ich habe nun sehr auf ihre Tonlage geachtet und ihr ebenfalls lautmalerisch geantwortet.
Ich habe auch sehr achtsam, aber ausgeprägtes meine Mimik eingesetze. Darauf hat sie sehr gut regiert.
Es ist ein sehr inniges Gespräch zwischen uns entstanden.
Es ist schön, dass wir die BewohnerInnen mit ihren verschiedene Bedürfnisse immer besser kennen lernen.
Manche mögen es sehr wild, sind voller Schalk und für jeden Spass zu haben, andere machen gerne etwas mit den Händen oder mögen einfach nur reden.




Samstag, 25. Januar 2020

Alles ist nur Theater...

...und ist doch auch Wirklichkeit, singt Katja Ebstein.
Meine Theaterstücke, die ich selber schreibe, haben viel mit mir zu tun und damit ja auch mit dem Leben allgemein.


In meinem Leben gibt es auch immer wieder Phasen, wo ich etwas in der Luft hänge, planlos und unstrukturiert bin. Dann bin ich froh, dass ich doch ein paar Termine im meiner Agenda habe, die mich hinter dem Ofen hervor holen.
Am Dienstag durfte ich an einem MitarbeiterInnenanlass eines Unternehmens, das sich um Pflegefamilien kümmert, als  Fräulein Möllermann Geschichten auf den Spuren der Sehnsucht erzählen.
Es war ein schöner Anlass und ich bekam viel positives Feetback.
 

Morgen bin ich als Wilhemine im GZ Witikon zu sehen.
Ich freue mich darauf.




Samstag, 18. Januar 2020

Alles hat seine Zeit

Meine Mutter hat am Dreikönigstag ihr Erdenkleid abgelegt.
Ich bin traurig, aber auch froh, dass sie nun nicht mehr leiden muss.
Was bleibt sind Liebe und Dankbarkeit.



Ich habe meine Mutter als eine starke Frau erlebt.
Sie war da, wenn man Hilfe brauchte.
Als sie vor vier Jahren, dann sehr schnell selber auf Hilfe angewiesen war, war das ein schwerer Schlag für sie.
Sie hat es nie akzeptieren können, dass sie nichts mehr machen konnte. 

Ihr Zustand hatte aber auch eine Tür geöffnet.
Eine Türe zu einem, ganz besonderen Raum.
Es war der Raum von der Zeit.
Zeit, für Spaziergänge, die im Laufe der Jahre immer kürzer wurden. 
Zeit, um im Winter stundenlang gemeinsam vor dem Holzofen zu sitzen und in die Flammen zu schauen.
Zeit, um einfach auf dem Sofa zu sitzen, Hand in Hand.
Zeit, um sich auszusprechen.
Zeit, um Danke zu sagen, für das was gut war.
Zeit, für Versöhnung, mit dem was Schmerzhaft war.

Blicke ich auf diese Zeit zurück, so ist die Zeit trotz all dem Schwierigen, oder vielleicht gerade deswegen, eine wertvolle Zeit gewesen.
Nun ist diese Zeit vorbei, den alles hat seine Zeit.

 



Montag, 6. Januar 2020

Ein warmes Willkommen 2020

Unserem Hund zuliebe fahren wir über den Jahreswechsel immer an Orte, wo die Knallerei sich im Rahmen hält.
Aber mit den Jahren habe ich auch für mich die Ruhe in den Bergen schätzen gelernt.
Um so mehr, wenn im Tal der Nebel alles Grau in Grau erscheinen lässt und über der Nebeldecke die Sonne wärmend ins Gesicht scheint.


Ich liebe auch die Wärme des Holzofens.


Und den Kuchen und den Tee, der den Magen wärmt.


Und das Eintauchen in Bücher, das Herz erwärmen.



Ich hoffe, ihr seit auch so friedlich und mit viel Wärme ins neue Jahr gestarte, wie ich.


Mittwoch, 1. Januar 2020

Neujahrswunsch


Ich wünsche allen LeserInnen ein grossartiges 2020!