Freitag, 3. Juli 2020

Ferien in Zeiten von Corona oder Weitwandern ist wunderbar

Ich habe noch nie zur Gruppe der FernreiserInnen gehört. Ich bin auch noch nie geflogen.
Darum ist für für mich normal, Ferien in der Nähen zu geniessen.
Corona hat meinen Mann und mir bei unseren Ferienplänen somit keinen Strich durch die Rechnung gemacht.
Da mein Mann seit dem Lockdown nicht mehr in seiner Heimatstadt Ulm war, sind wir ein paar Tage dort hin gefahren und haben erlebt, wie es ist, wenn Menschen im Alltag Masken tragen.
In der Schweiz sieht man ja wenige die Masken tragen, dass wird sich ja nun aber auch hier bald ändern.



Wir sind dann nach Hause gefahren, weil ich für 40 lebhaft 3 bis 5 jährige Vorschulkinder einer Internationalen Schule einen Auftritt hatte.
Ich bin sehr dankbar für jeden Vorstellung, die ich spielen darf und habe etwas Sorge, wie das weiter geht mit den Massnahmen.


Dann sind wir nach Adelboden in das Haus meiner Vorfahren gereist und ich durfte dort zusammen mit meinen Kindern meinen Geburtstag im kleinen, feinen Rahmen feiern.


Schon länger hatte ich die Idee von meinen Heimatort Adelboden zu unserem Wohnort zu wandern.
Nun war die Zeit gekommen, diesen Plan Wirklichkeit werden zu lassen.


Die ersten beiden Etappen wanderten wir 3 Stunden ohne  Rücksäcke und fuhren dann wieder zum Übernachten nach Adelboden zurück.
Auf dem Bild sieht man die Hängebrücke zwischen Adelboden und Frutigen. Kaya hatte keine Freude, aber ich bin stolz, dass er mit mir über die Brücke gelaufen ist.


Wir sind wie Spielbälle auf dem Fluss des Lebens. 
Äussere Bilder führen beim Wandern zu inneren Bildern.
Dieses Bild ist auf dem Weg nach Reichenbach entstanden.



Am dritten Tag sind wir hinter dem höchsten Berg auf diesem Bild, dem Niesen, los gelaufen. 
Einmal falsch abgebogen und schon ist man länger unterwegs, als gedacht.
6 Stunden Wanderzeit mit Gepäck, ich habe gestaunt, dass ich das geschafft habe und wie weit man in dieser Zeit kommt. Mann, Hund und ich sind sehr müde in Thun angekommen.
Gestaunt haben wir dort über Häuser, die wie kleine Paläste aussahen und Häuser mit Garagen für Schiffe.
Thun ist ein reizendes Städtchen, dort zu wohnen muss schön sein.


Wegen starkem Regen haben wir Thun erst um 12 Uhr Richtung Emmental verlassen und die Erkenntnisse dieses Tages waren folgende:
1. Im Emmental wandert man stundenlang ohne eine Menschenseele zu treffen.
Tiere, z.B. Kühe, sieht man merkwürdigerweise auch nicht viele.
2. Auf Google maps Wanderzeiten kann man getrost ein Drittel dazu rechnen, dann stimmen sie.
3. Ich bin überrascht, dass ich es schaffe 6 Stunden bergauf, bergab zu wandern.
4. Das Emmental ist SEHR hügelig.
5. Das Emmental hat wenig ÖV. Zum Glück haben wir einen der wenigen Buse erwischt, als wir nach 6 Stunden einfach zu müde zum weiter laufen waren.
6. 10 Minuten Busfahrt entspricht 2 Stunden Laufzeit.
7. Im Emmental bekommt man als VegetarierIn Poule serviert.

Immerhin haben sie sich bemüht und ich habe mich amüsiert und beide Augen zu gedrückt. 
9. Auch wenn das Wetterapp den ganzen Tag Regen vorhersagt, kann das doch noch ein Tag mit viel Sonnenschein werden.

Von Eggiswil nach Ranflüh konnte ich mich kaum satt sehen an den schönen Häusern und liebevoll gepflegten Gärten, an denen wir heute vorbei gewandert sind.

4 Stunden waren wir unterwegs, der Emme entlang, flussabwärts, grossteils auf lauschigen, kleinen Waldpfaden.
Das war gerade das Richtige für unsere müden Glieder, die vom Vortag doch recht strapaziet waren.
Wir hatten sogar Zeit für längere Pausen.
Es zeigt sich aber immer wieder, die Schweiz als Urlaubsland muss man sich leisten können.
8.-Fr für 1 Liter Wasser isch nit nüd.

Das grandiose Wetter war zum Glück umsonst. Wie auch der Anblick der Natur und den vielen schönen Emmentaler Häusern.

Von Ranflüh führte der Weg nach Sumiswald.

Wir müssen unsere Tagesetappen den Unterkünften anpassen, bei denen auch Hunde willkommen sind.
All zu viel Möglichkeiten gibt es dort sowieso nicht. Darum fallen die Wanderzeiten auch sehr unterschiedlich aus.
Die Wirtin war ähnlich ungenau wie Google maps und meinte, dass wir in einer Stunde an unserem nächsten Zielort ankommen würden.
Nun, joggen mit Rucksack, bergauf, bergab ist nicht so unser Ding und so wurden es 3 Stunden, wie uns der Routenplaner vorher gesagt hat.
Unterwegs haben wir uns vom Anblick des Niesen verabschiedet.

Der Weg führte vorbei an unzähligen schönen Lindenbäumen, die da schon seit Jahrhunderten da stehen und in den Himmel wachsen.


Mein Wandergebet war heute der Schönheit diese Bäume gewidmet.


Die nächte Etappe sollte uns eigentlich nach Huttwil führen. 
Als ich morgens, mit steifen Glieder, aus dem Bett gestiegen bin, habe ich zu meinem Mann spasseshalber gesagt, er soll mich jetzt ObiWANKEnobi nennen.
Weil wir beide müde waren und das Wetter unbeständig, haben wir beschlossen, nach zwei Stunden Wanderzeit, unsere Tour zu beenden. In Wasen sind wir dann in den Bus eingestiegen und in 2,5 Stunden waren wir zu Hause.
Zu Fuss hätten noch drei Tagesetappen gebraucht.



Wandert man durch das Emmental hat man das Gefühl, die Welt wäre noch in Ordnung.
Die Landschaft wirkt unberührt, überall stehen wunderschöne Häuser. 



Die Stöckli, das sind kleine Häuschen, in die die Eltern nach der Hofübergabe ziehen, erinnern mich an die Tinyhäuschen, der heutigen Zeit.
Gar nicht zeitgemäss ist leider das, was man auf der Speisekarte findet.
Es ist viel Fleisch und für die VegetarierInnen gibt es, wie vor 20 Jahren, einen Gemüseteller mit Gemüse aus dem Gefrierfach.
Mein Magen mag das nicht und das ist immer ein Problem, wenn ich mehr als eine Woche auf frisch gekochte Produkte verzichten muss.
So gesehen ist es schön, wieder zuhause zu sein.
Auch wenn ich es schon etwas schade finde, dass wir es nicht bis ganz nach Hause geschafft haben.
Wir werden das nachholen, dann aber mit leichtem Rucksack.
Man braucht viel weniger, als man denkt.
Das ist es wohl auch, was uns das Leben mit dem Virus lernt.

Donnerstag, 18. Juni 2020

Theaterspielen ist wieder möglich


Am 1.März war mein letzter Auftritt vor dem Lockdown. Diese Vorstellung war schon sehr speziell für mich.
Die Fragen, kommen überhaupt Menschen und ist es klug zu spielen, begleiteten mich.
3,5 Monate später durft ich gestern wieder spielen.
Das Virus gehört mittlweilen ein stückweit zum Alltag und viele nehmen die Massnahmen auch nicht mehr sehr ernst.
Der Verein Megakids, der mich engagiert hat, geht da auch seine Weg zwischen Pragmatismus und Vorsicht.
So gabe es keinen Körperkontakt zwischen mir und den Kindern und es wurde auf Abstand geachtet.
Aber reden und auf die Kinder eingehen kann man ja immer noch miteinander.
Es war sehr schön für mich, für die Kindern zwischen 3 und 10 Jahren, spielen zu dürfen und ich bin dankbar, dass das jetzt wieder möglich ist.


Dienstag, 16. Juni 2020

Zurück unter den Menschen



Ich weiss nicht, ob es nur mir so geht. Je älter ich werde, desto mehr bin ich allein.
Die Mensche um mich herum sind so beschäftig und irgendwann wird man müde, den Kontakt aufrecht zu erhalten. Freundschaften fallen in einen Dornröschenschlaf.
Das für mich sein, ist für mich, als würde ich es mir hinter einem Rosenstrauch gemütlich machen.
Es hat durchaus seine angenehmen Seiten.
Aber irgendwann hat man wieder Termine, man nimmt wieder am Leben teil und das ist auch gut so.
Ich bin dann aber, letzte Woche, schon mit gemischten Gefühlen an meine fünftägige Besuchsclownweiterbildung gefahren.
Das war ein ein komisches Gefühl nach drei Monaten wieder im Zug zu fahren und zu den wenigen zu gehören, die Maske tragen.
Die Menschen benehmen sich so, als wäre der nun alles wieder gut.
Mein Kopf kommt da nicht so ganz mit oder ist es mein Gefühl.
Die Weiterbildung war schön und es war gut wieder unter Menschen zu sein.
Jetzt hoffe ich, wir dürfen bald wieder in die Altersheim gehen. Die Besuche vermisse ich schon sehr.





Sonntag, 7. Juni 2020

Kindheiterinnerung

 

Ich esse sehr gerne Erdbeeren und eine meiner Kindheitserinnerungen ist, dass um meinen Geburtstag herum in der zweite Junihälfte, im Garten meiner Mutter die ersten Erdbeeren reif wurden.
Nun ist an meinem Geburtstag die Erdbeersaison schon wieder vorbei, hat mir die Bauersfrau gesagt, wo ich meine Erdbeeren hole.
Nun weiss ich nicht, ob mich meine Erinnerung drückt oder ob 40 Jahre später, die ersten Erdbeeren schon einen Monat früher reif sind.
Ich geniesse die Erdbeeresaison dieses Jahr besonders bewusst und habe auch schon Marmelade und Sirup gekocht. Damit ich noch länger den Duft von Erdbeeren geniessen kann.

Mittwoch, 3. Juni 2020

Im neuen Zuhause


Ich freue mich immer, wenn ich Bilder bekomme von meinen Filzlingen in ihrem neuen Zuhause und sehe, dass sie gut angekommen sind.

Sonntag, 31. Mai 2020

Jeder Kopf braucht einen Körper


Zwei der drei Köpfe von meinem letzten Auftrag haben nun einen Körper bekommen.
Es enstand eine Handpuppe und einen Glückspilzzwerg mit beweglichem Kopf.

Freitag, 29. Mai 2020

Kopfsache

Eine Kundin hat sich die Puppe aus dem Buch von Rafik Schami gewünscht.

 

Puppenköpfe werden, von ihrem Ausdruck, immer sehr verschieden und ich möchte, dass meine KundInnen eine Puppe bekommen, die ihnen auch gefällt.



Normalerweise mache ich einen Kopf und frage dann nach, ob der Kopf gefällt.
Wenn das nicht der Fall ist, mache ich nochmal einen Kopf.



Laut Buch hat die Puppe grüne Augen. Da ich verschieden  Möglichkeiten für grüne Augen zu gestalten, war ich bei dieser Puppe unsicher und ich habe gleich vier verschiedene Köpfe zur Auswahl gemacht.


Meine Kundin hat dann diese Puppe gewählt.
Es ist der erste Kopf, den ich gefilzt hatte.
Da hätte ich mir die andern Köpfe "sparen" können.
Aber ich bin recht sicher, dass auch diese Puppen irgendwann ein neues Zuhause finden.





Freitag, 22. Mai 2020

Kleines Glückspilzzwerglein

 
Das Kleine, Feine
ist es,
was mein Herz berührt.
Das Grosse, Laute
lässt mich verstummen.

Mittwoch, 20. Mai 2020

Da waren es nur noch drei


Es kam wieder ein Dankesbrief.
Meine Tochter hat fast 10 Jahr bei HELVETAS gearbeitet.
Heute hatte sie ihren letzten Arbeitstag.
Sie wollte nun ein paar Monate auf Reisen gehen.
Corona hat ihrer Pläne durchkreuzt.
Die Pläne von so vielen Menschen sind durchkreuzt worden und viele brauchen nun Hilfe.
Meine Samenkornspendenaktion ist ein kleiner Beitrag, gegen diese Not.

Ob die drei letzten Sämchen wohl auch noch ein neues Zuhause finden?

Dienstag, 19. Mai 2020

Ein grosses Dankeschön


Der kleine Glückspilzzwerg in der Mitte darf nach Deutschland.
Ich bin immer etwas erstaunt, wenn ich Figuren ins Nachbarland verkaufe.
Meine Puppen sind für Schweizer Verhältnisse bezahlbar, sage ich jetzt mal so.
Ich weiss aber, dass das Preisniveau und die Zahlkraft in Deutschland viel tiefer ist.
Aus diesem Grund sind Bestellungen aus Deutschland für mich etwas Besonderes.
Darum freut es mich auch sehr, dass so viele Samenkörner nach Deutschland reisen durften.

Egal ob aus Deutschland oder der Schweiz, ich möchte an dieser Stelle einfach mal danke sagen, an alle meine Kundinnen.

Montag, 18. Mai 2020

Was steht denn da im Walde?


"Was bist du eigentlich? Du siehst aus wie ein Zwerg, aber auch wie ein Pilz."
"Ich bin ein Glückspilzzwerg.
Wir schliessen gerade überall aus dem Boden. Die Welt braucht Glückspilzzwerge."

Samstag, 16. Mai 2020

Fallhöhe


"Ich bin ein Stehaufzwerglein.
Auch wir Zwerge fallen immer mal wieder auf die Nase, aber wir fallen nicht so tief, darum haben wir auch nicht so viel Mühe mit dem aufstehen."

Freitag, 15. Mai 2020

Wunsch und Wirklichkeit


"Du siehst aus, als ob du aus einer Zeit kommst, wo das Wünschen noch geholfen hat."
"Ach weisst du, das war schon immer eine Verschwörungstheorie. Wünschen hat noch nie geholfen.
Man muss etwas tun.
Glücklich sind die geworden, die aus sich heraus zufrieden waren."


Sonntag, 10. Mai 2020

Flug ins Ungewisse


"Wir haben uns einen fliegenden Teppich gebaut."
"Wo wollt ihr hin?"
"Einfach weg."
"Darf ich mit?"
"Kannst du dich klein machen?"
"Klar."



 Sitzkissen und die drei Freunde sind Auftragsarbeiten.

Donnerstag, 7. Mai 2020

7x7 ist mehr als 49


Ich bin nicht so der Ritualmensch, aber ich wusste instinktiv, dass ich etwas brauche, was mir Halt gibt, in den nächten Tagen und Wochen des Lockdowns.
Das ich nun Zuhause bleiben muss, hat mich nicht erschreckt.
Denn ehrlich gesagt, hat sich mein Leben in dieser Zeit gar nicht gross verändert.
Ich bin ein genügsamer Mensch. Ich habe alles was ich brauche, kaufe selten etwas, ich mache keine Fernreisen, bin nicht oft im Ausgang (so heisst, das in der Schweiz, wenn man abends Essen, ins Theater oder einfach etwas Trinken geht. Wenn ich so überlegen, legt dieser Begriff nahe, dass die SchweizerInnen sich in ihren Wohnungen schon vorher eingesperrt fühlten.)
Ich schätze mich glücklich, in einen schönen Haus zu leben und hochwertige Lebensmittel essen zu dürfen.
Viel mehr brauche ich im Grunde nicht.
Diese Tatsache hat mich in den letzten Wochen schon ab und zu zum Nachdenken gebraucht, ob ich das Leben vielleicht zu genügsam lebe.
Aber das ist ein anderes Thema.

Mein erste Samenkorn entstand aus dem Gefühl heraus, dass da eine Gefahr ist, deren Auswirkungen man schon in anderen Ländern sehen konnte. Eine Gefahr, die aber doch nicht richtig fassbar war und im Grunde immer noch nicht ist.

Diese Samenkörner haben mir geholfen, auf einer andern Ebene zu begreifen und zu verarbeiten, was da gerade passiert.
Die Geschichten dazu sind oftmals aus aus Gefühlen oder Gedanken heraus entstanden, die mich gerade beschäftigt haben. 
Immer wieder hatte ich aber keine Ahnung, was da für eine Sämchen geboren werden wollte.  Dann habe ich einfach das Sämchen gefiltzt und einfach darauf vertraut, dass es mir seine Geschichte schon erzählen wird.
Das war tatsächlich so und hat mich selber immer wieder überrascht.
Denken oder irgendwie, war es eher ein Nichtdenken und schauen was passiert, ist sehr faszinierend.
Ich hatte nie eine Blockade, ich war voll im Vertrauen, das mir schon etwas zufällt. 
Dieses Fliessen geht wohl nur, wenn man nichts erzwingen will.
Wir wollen so viel erzwingen, aber oft ist das gar nicht nötig.
Diesen Satz könnte eine Samenkörnchen gesagt haben, die einfach wachsen, weil es ihre Natur ist.

Ich möchte allen von Herzen danken, die hier einen Kommentar da gelassen haben oder die mir ein persönliches Mail geschrieben haben.
Das hat mich sehr berüht und auch getröstet, wenn es mir nicht so gut ging.
Es hat mir gut getan, gesehen, anerkannt und wertgeschätzt zu werden.
Vielleicht brauchen wir Menschen gerade das, damit wir uns geborgen und angenommen fühlen können.

Ich möchte auch allen Danken, die im Rahmen meiner Spendenaktion Samenkörner gekauf haben.
10 Sämchen warten noch in meinem Shop auf eine neue Heimat.

So sind diese 49 Samenkörner, mehr als nur 49 Samenkörner.
Sie sind ein Zeichen dafür, was wirklich zählt im Leben.




Dienstag, 5. Mai 2020

Da waren es nur noch 13


Diese Sämchen fühlen sich vielleicht ein wenig wie ich, früher im Sportunterricht, als ich bei der Manschaftsbildung als absolute Sportniete immer als letzte, wenn ich Glück hatte als zweitletze,gewählt wurde.
Denn 36 Sämchen habe im Rahmen meiner Samenspendeaktion bereits eine neue Heimaterde gefunden.
Das bedeute, dass ich schon für 630.-Fr. Spenden an verschiedene Hilfswerke auszahlen kann.
Ich bin sehr glücklich über diesen Betrag und danke allen, die meine Sämchen gekauft haben.
Die restlichen Sämchen findet man hier.

Montag, 4. Mai 2020

49.Samenkorn



"Ihr seid zu zweit."
"Es ist Zeit für uns unter die Erde zu gehen.
Darum kommen wir zu zweit. Abschied nehmen ist einfacher, wenn man nicht alleine ist."
"Ich werde euch vermissen."
"Wir werden dich auch vermissen.
Aber so, wie wir dich kennen, hast du sicher noch ein Frage?"
"Was möchtet ihr uns Menschen mit auf den Weg geben?"
"Ihr Menschen seit aus dem Gleichgewicht gekommen.
Wir wünschen euch, dass ihr eure Mitte wieder findet."
Ich grabe ein Loch und lege die beiden hinein, begiesse sie mit meinen Tränen und träume davon, dass hier ein Apfelbaum wächst, an dem eine Schaukel hängt, auf dem ein Mädchen sitzen, mit weisser Haut und schwarzen Haaren.

Beide verkauft

Sonntag, 3. Mai 2020

48.Samenkorn


"Kennen Samenkörner die Liebe?"
"Nein, wir kennen sie nicht."
"Oh, das ist traurig."
"Kennst du sie?"
"Ehrlich gesagt, habe ich auch keine Ahnung, was Liebe ist. Sie scheint mit oft so flüchtig."
"Schau, die Frage ist schon falsch gestellt. Man kann die Liebe gar nicht kennen.
Darum verlieben wir uns nicht, wir lieben auch nicht.
Wir sind Liebe, in jeder Faser unsere Wesen. Ganz einfach"
"Ganz einfach", murmle ich leise.
Manchmal wäre ich gerne ein Samenkorn.
 
Verkauft, 20.- Fr gespendet an amnesty international

Samstag, 2. Mai 2020

47.Samenkorn


"Du siehst aus, als ob du völlig in deiner Mitte bist."
"Ach weisst du, bei meiner Grösse und Form ist es auch nicht so schwierig seine Mitte zu finden."
OK, denke ich. Da habe ich doch lieber etwas weniger Mitte, dafür Hand und Fuss.

Freitag, 1. Mai 2020

46.Samenkorn


"Wo bist du am liebsten?"
"So eine blöde Frage. Unter der Erde natürlich."

Donnerstag, 30. April 2020

45.Samenkorn


"Nachts sind alles Samen grau."
"Das stimmt. Die Farben kommen erst in unsere Leben, wenn wir aufwachen. Wir strecken uns der Sonne entgegen und beginnen zu wachsen und zu blühen."

Mittwoch, 29. April 2020

44.Samekorn


"Kennst du das auch, dass dein Kopf gleichzeitig leer und voll ist?"
"Nein, noch nicht. Ich warte auf diesen Moment."
"Wieso denn das?"
"Wenn das Eintritt, beginnen wir zu keimen."
Ich fasse an meine Schädeldecke und spüre nichts.

Dienstag, 28. April 2020

43. Samenkorn


"Du warst gestern beim Friseur?"
"Ja, Haare färben."

Montag, 27. April 2020

42. Samenkorn


Ansichtssache
"Wenn ich dich sehe, sehe ich schwarz."
"Ja, von aussen betrachtet ist das so. Aber innen drin bin ich ganz weiss."

Sonntag, 26. April 2020

41. Samenkorn



"Heute ist ein guter Tag,
um still zu sein."

Samstag, 25. April 2020

40.Samenkorn



"Die Tage gleichen sich."
"Für mich ist das normal. Aber weiss du was? Ich freue mich jeden Tag auf dich."
"Warum?"
"Weil du mir Fragen stellst. Es gibt wenig Menschen, die uns Samenkörner fragen stellen."