Montag, 4. Dezember 2017

Mein Adventskranz


Gestern war ich kurz in Zürich, reihte mich ein in die Menschenmassen.
Ich war froh, als ich wieder zuhause war und mir mein Weihnachtskranz leise eine Geschichte erzählt von Ruhe, Frieden und Zufriedenheit.
All das habe ich nicht gespürt im Trubel des Weihnachtsgeschäfts.
Manchmal denke ich schon, wie verrückt all dieser Konsum ist und bin gleichzeitig traurig, wenn bei mir das Weihnachstgeschäft nicht so läuft, wie ich mir das erhofft hatte.
Ich bin mir bewusst, das ich damit in Widerspruch mit mir selber lebe.
Dann tut es mir gut, eine Kerze anzuzünden, eine warme Tasse Tee zu trinken, Musik zu hören, zu tanzen und zu singen, all die kleinen Dinge zu tun, die liebe und gleich geht es mir wieder besser.



Kommentare:

  1. Hallo Katharina,
    (schmunzel) so geht es mir hier auch mit dem Konsum, wenn ich in vielen anderen Blogs sehe was so alles Neues und schönes dekoriert ist. Aber man muss sich halt entscheiden...!
    Dein Adnvetskranz gefällt mir richtig gut, besonders der Frau Allerleirauh Engel mit den grauen Haaren, so herzig!
    LG zu Dir und hab' eine schöne Adventszeit
    Manu

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    1. Liebe Manu
      herzlichen Dank für deinen lieben Kommentar.
      Ich wünsche dir auch eine stimmig-stimmungsvolle Adventszeit
      Katharina

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  2. Liebe Allerleirauh, ich versteh Dich so gut. Diesen Widerspruch kenne ich auch. Und grad letzthin im Gespräch mit einer lieben Kollegin fiel mir auf, dass mir das Selbstbewusstsein fehlt, dass meine eigenen Papierkreationen für das Glück Anderer verantwortlich sein sollen. Viel eher ist es so, dass es mich selbst glücklich macht, wenn was Schönes unter meinen Händen entsteht. Und dieses Glück springt manchmal über, wenn ich mich zeige... Dein Gesicht zeigt auch diese Glück, so empfinde ich es. Magst Du Dich mal bei Gina B bewerben für die nächste Adventsausstellung in Nidau? Wenn es Dich gelüstet, dann melde Dich nächstens bei mir und ich erzähl Dir gerne mehr. Tel 062 961 44 37 oder direkt bei Gina Baumann www.ginab.ch (Hier einen Gruss von Maya ausrichten!)

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    1. Liebe Maya
      ich freue mich über deine Worte und werde mich bei dir melden.
      Herzliche Grüsse
      Katharina

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  3. Mein Mann und ich waren am Wochenende auf dem Weihnachtsmarkt ( hier bei uns sehr klein!) und da wir nichts brauchten und auch nicht kaufen wollten, war es doch ein sehr entspannter Nachmittag mit Glühwein, Mandeln... und manch netten Gesprächen.
    Dein Adventsgesteck ist wirklich sehr schön. Ich wünsche dir eine gute und besinnliche Vorweihnachtszeit und grüße dich von der Insel
    Kerstin

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    1. Liebe Kerstin
      Ich denke, die Stimmung auf kleine Märkten ist schon eine ganz andere
      als in den Städten,wo man vom Überangebot fast erschlagen wird und man die Verzweiflung der VerkäuferInnen an den Ständen, wo wenig lost ist, fast schon körperlich spürt. Ich kann mich da ja gut einfühlen ;-)
      Ich wünsche dir auch eine gemütliche Weihnachtszei
      Katharina

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  4. Liebe Katharina,
    wie gut kenne ich diesen Zwiespalt! Auf die vielen, vielen kreativen Märkte mag ich schon nicht mehr gehen, aber an und für sich wäre ich genau auf dieses Publikum angewiesen um meine Sachen zu verkaufen. Auch wenn alles liebevoll selbstgemacht ist, ist es ja doch auch Konsum. So ganz auflösen kann man den Widerspruch wahrscheinlich nicht, aber ich hoffe immer, dass doch ein bisschen der Funke überspringt, der Funke der Schaffensfreude vielleicht, wie ihn auch Maya beschreibt! Liebe Grüsse, Stefanie.

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    1. Liebe Stefanie
      Das Dumme ist halt, dass ich mein Geld mit dem Verkauf meiner Figuren, derne Herstellung mir ja auch Freude macht, verdiene.
      Auch wenn die Märkte sich vom Aufwand und Ertrag her im Grunde nicht lohnen, sind sie halt doch mein Motor weiter zu machen, denn dort erlebe ich die Freude der Menschen an meinen Figuren.
      Und zum Glück bleibt es nicht immer bei der Freude, es kommt auch immer mal wieder zu einem Verkaufe.
      Liebe Grüsse
      Katharina

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    2. Warum muss Konsum per se negativ sein? Wir alle haben unsere Wünsche und Bedürfnisse und gerade wenn man zB. nicht selber filzen kann, Gefilztes aber liebt (so wie ich), ist es doch schön, wenn man jemand anderem, der gerne filzt, einen fairen Lohn für die Herstellung bezahlen kann. So konsumiere ich zwar, aber wo liegt das der Unterschied, ob ich selber mein Engelchen filze oder zB. Allerleirau dafür bezahle, dass sie eines für mich macht?

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    3. Ach ja: nett, dass du da so quasi ein Selbstportrait-Engelchen im Kranz hast ;-)

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    4. Es ist halt eine Tatsache, dass unser Konsumverhalten im direkten Zusammenhang steht mit dem Zustand unserer Welt.
      Konsum an sich ist wertneutral, wie er praktiziert wird und wie die Waren hergestellt werden, da läuft einfach etwas grausam falsch.
      Weil Kaufe die meisten Menschen nicht mal glücklich oder nur ganz kurz. Und für diese kurze Glück werden Menschen und die Natur augebeutet.
      Ich bin natürlich sehr froh, dass es Menschen wie die gibt, liebe Bora, die meine Figuren kaufen, Schätzen und Freude daran haben, denn sonst könnte ich meinen Laden zu machen und das will ich ja nicht.
      Herzlichen Dank für deine Kommentare und liebe Grüsse
      Katharina

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    5. Das verstehe ich natürlich schon, dass unser Konsumieren die Welt schlussendlich zugrunde richtet, sobald es exzessiv betrieben wird und wir nicht a) mehr darauf achten ob wir das Produkt tatsächlich brauchen b) woher und wie es hergestellt wurde und c) wieweit es sich auch nachträglich noch verwenden/reparieren lässt.
      Ich denke, im Grunde wäre es am Sinnvollsten, wenn wir alle unser kreatives Potential und unsere Schaffenslust auf die wirklich essentiellen Dinge richten würden, ich also zB. statt meines xten Schals ein Paar Strümpfe für Kind2 stricken würde oder du vielleicht, ich weiss nicht, Hüttenfinken statt dieser süssen Engelchen...? Aber ganz ehrlich; Ich habe bei mir auch festgestellt, dass mich "Konsumieren" von handgemachten Dingen, die immer auch ihren Preis haben und damit dem echten Wert und "Preis", den die Welt und menschheit schlussendlich dafür bezahlt sehr viel näher kommt als Massenware aus China, insgesamt in meinem Konsumverhalten positiv beeinflusst hat. Jetzt, wo ich eine kleine, feine Filzwesen-Schwar von dir bei mir zuhause habe, würde ich es niemals mehr fertigbringen, mir irgendwelche billigen und mit Sicherheit wenig achtsam, MenschundErdschonend hergestellten Nippes vom Grossverteiler zu kaufen, weder bei Migros noch bei Ikea etc. Ich kaufe jetzt so gut wie gar nichts mehr, was einfach bloss rumsteht, weil ich lernen durfte, wie anders und schön und erfüllend es ist. sich mit waschechter menschenkunst zu umgeben statt mit Auswechselbarem, zutiefst Anonymem. Die vielen, vielen Kunstwerke meiner Kinder tun ihr übriges, um diese Wertvorstellung zutiefst in mir zu verankern. Ich kann keinen Pulli, keine Socken oder Mützen und Schals mehr kaufen, seit ich selber welche stricke und denke, allein schon diese neue Wertschätzung den selbstgemachten Dingen gegenüber überwiegt zB. meine offensichtliche Wollkonsum-Lust bei weitem, weil so ein Wollstrang doch weit mehr meiner Bedürfnisse befriedigt als auf den ersten Blick sichtbar (ich kaufe dann zB. wohl weniger Schokolade oder so, hihi) und sowohl das lustvolle Herstellen als auch das dankbare Benutzen des Produktes eine langwierigere Sache ist, die mir mehr und länger etwas gibt und mich schlussendlich wiederum davon abhält, die Dinge, die mich umgeben rasch und unreflektiert wieder wegzuwerfen oder gegen Neues auszutauschen. Das Konsumieren von Handgemachtem mit Mehr-Wert wirkt insofern- bei mir zumindest- wie eine Lehre in Sachen bewusstem Machen und Benutzen, was sich langsam, langsam dann auf alle möglichen Lebensbereiche abfärbt.
      Du darfst also getrost weiterfilzen, finde ich, und die Leute deine Sachen konsumieren lassen. Ich glaube ehrlich, Anbieter wie du, oder auch Koffermarkte und Handarbeitsmarkte sind eine zutiefst gute Sache, die die Welt ein klitzekleines bisschen besser machen, weil sie einem glasklar vor Augen führen, was alles hinter einem Produkt steckt und dass alles eine Quelle und einen Preis hat (tatsächlich bin ich jemand, der findet, das meiste, was wir in der Schweiz so kaufen ist gar nicht zu teuer (wie manche wettern) sondern im Gegenteil noch immer zu billig...))
      So und jetzt hab ich genug gequasselt und doziert, hihi. Ich hab bloss heute nachmittag so viel über dieses Thema nachdenken müssen, dass ich schon mit dem Gedanken gespielt habe, einen kleinen Blogpost dazu zu schreiben... Jetzt habe ich den eben hier verfasst (ich hoffe, es stört dich nicht! Sonst einfach löschen, gell?)
      liebe Grüsse
      Bora

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    6. Hüttenfinken mit Tierköpfen, warum nicht.
      Beim Nähen geht es mir so, dass ich gar keine Motivation mehr habe, weil so viele Kleider in meinem Schrank hängen und ich sie immer noch mag und sie gehen einfach nicht kaputt.
      Selber machen ist sehr Mode, dass führt dann wieder zu vermehrtem Konsum.
      Meine Preise sind wirklich so, dass ich von Selbstausbeutung sprechen kann. Aber das macht mir nichts, weil ich es als Privileg empfinde, dass ich mir das leisten kann. Aber nur dadurch, dass mein Mann regelmässig Geld nach Hause bringt.
      Sich Gedanken machen ist sehr wichtig und noch viel schöner ist es ,wenn man dann auch noch danach handelt.
      Vielen Dank für deine vielen Gedanke und liebe Grüsse
      Katharina

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  5. Kann ich gut verstehen; viele von uns sind ja auch mittendrin im "Konsum"-Herstellen und leben davon, und an sich ist es ja auch nichts Schlechtes, Dinge zu machen, vor allem so wie du, langsam und achtsam und liebevoll. Gleichzeitig kann einem das ständige Gekaufe auch vorkommen wie Gier, vor allem, wenn es so geballt ist wie zur Weihnachtszeit- dabei wollen die meisten, die etwas Hübsches einkaufen gehen ja bloss jemand anderem eine Freude machen oder ein schönes Fest herrichten... Es ist wohl die Masse, die diesen Eindruck ausmacht...
    Was ich auch immer wieder denke: Leute wie du, die etwas zeitloses und zutiefst langlebiges, weil sorgfältig gemachtes verkaufen, "leiden" ja gleichzeitig auch an ihrer guten Produktequalität, denn wo nix kaputt geht, muss auch nix ersetzt bzw. neu gekauft werden.
    Gut ist dann andererseits, dass man eben lange Freude hat an so einem Produkt und es gerne und mit gutem Gewissen weiterempfielt und immer wieder freudig veschenkt...
    liebe Grüsse!

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