Montag, 29. September 2014

10 Tage Pobenzeit

In 10 Tagen mit 13 Menschen ein Theaterstück mit Tanz und Musik zu erarbeiten, diese Aufgabe war in meinen Augen von Anfang an eine Nummer zu gross für uns.


So bin ich mit gemischten Gefühlen in dieses Abenteur gestartet.
Mein Bedürfnis war es nicht, in diesem Stück eine grosse Rolle zu übernehmen. Mein Wunsch war einfach, einmal zusammen mit anderen Menschen auf der Bühne zu stehen.
Wir begannen, im Grunde bei Null, damit Ideen zu sammeln und Szenen zu improviesieren. Es gabe eine Musikgruppe, die sich um die Lieder und Tänze kümmerte.
Mir wurde dann langsam klar, dass mein Wunsch nach einer kleine Rolle, sich von ganz alleine erfüllen würde,  konnte ich doch weder eine Musikinstrument spielen, noch ein Lied perfekt singen und auf Takt tanzen und mir Choregraphien zu merken, fällt mir schwer.
Ausserdem gibt es in unserer Gruppe einige, die sehr gerne, möglichts die ganze Zeit auf der Bühne stehen wollen.
So kamen sehr viel Spielmaterial zusammen und die Regie hat es leider versäumt, dieses Inputs von unserer Seite zu kanalisieren und zu strukturieren.
So wurde an verschiedensten Szenen gearbeite, Tänze mussten geübte und Lieder einstudiert werden. Dabei lief uns die Zeit davon.
Was wir nun haben, ist ein Stück, an dem wir jetzt sicher noch zwei Wochen üben müssten, damit es wirklich rund ist.
Ich selber habe im ganzen Stück zwei kleine Soloszenen, komme also kaum darin vor.
Das war während der Probenphase nicht immer einfach für mich, weil ich sehr viel nur herum gesessen bin und dem bunten Treiben, um mich herum zugeschaut habe.
Meine Fazit ist, dass ich in so grossen Gruppen einfach unter gehe und dass ich wirklich hinter dem stehen muss, was ich auf der Bühne mache, sonst habe ich keine Modivation Energie hinein zu geben.
Wenn nicht das menschliche Miteinander in der Gruppe so schön und gut gewesen wäre, ich hätte wahrscheinlich das Handtuch geschmiessen.
Vom fachlichen haben mich diese Tage nicht wirklich weiter gebracht, aber der emotionale Aspekt an dem Ganzen hat mich sehr berührt.
Nun bin ich froh, dass ich durch gehalten habe und ich freue mich darauf, meine Szenen zu spielen und auf das Erlebnis mit  unserer Gruppe auf eine kleine Tournee zu gehen.


Kommentare:

  1. Liebe Katharina, wann und wo geht ihr dann auf Tournee...Mich verwundert es nicht, was du oben geschrieben hast, weil du einfach schon so, gut bist. Du hast deine ganz eigenen Ideen, dein ganz eigener Humor...Berührst mit deinen Vorstellungen Kinder, wie auch uns Erwachsene...So empfinde ich das jedenfalls...
    Ich Grüsse dich ganz lieb
    Veronika

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Veronika
      Deine Worte lese ich natürlich gerne, aber ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass ich zu gut bin. Ich habe einfach eine andere von Humor und ich dränge mich nicht gerne in den Vordergrund. Darum war wohl meine Weg zur Bühne, der dass ich die Puppen für mich habe sprechen lassen.
      Wir spielen in Konstanz, Zürich, Tübingen, Weinfelden, Hard/A und Meersburg.
      Auch dir alles Liebe
      Katharina

      Löschen
  2. Durchhalten Maedel und Kopf hoch - Du bist schon sooo weit gekommen!
    Ausserdem: Dein Wunsch nach einer kleinen Rolle ging doch in Erfuellung; diejenigen, welche gerne im Vordergrund stehen, sind wohl auch dort = Bingo!?
    Lach bitte nicht: auch ich hab' da Probleme mit 'Buehne'. Kurioserweise schlaegt dies aber in eine Art 'Wut-Mut-Auftritt' um, wenn ich feststelle, dass evtl. die gaanze Gruppe Menschen nur 'Scheisser' sind. Und DANN gibt's Verblueffung (auch bei mir selbst) - was ich urploetzlich so alles kann. Ansonsten: lass' die Anderen nur machen = brilliant; ich faul - mit Begeisterung!

    LG, Gerlinde

    AntwortenLöschen