Donnerstag, 10. Mai 2012

Post für das Zürcher Stimmvolk

 

Das Dorf in dem ich lebe liegt an der A4 Luzern-Zürich. Seit Eröffnung dieses Autbahnteilstückes wird unsere Dorfstrasse als Autobahnzubringer für unzählige Autos und auch für den Schwerverkehr genutzt. Diese Dorfstrasse ist gleichzeitig auch der Schulweg von über 800 Kindern. Was das heisst, kann man sich wohl selber vorstellen. Es kommt immer wieder zu gefährlichen Situationen und man kann im Grunde nur hoffe, dass nie etwas Schlimmeres passiert.
Für unser Dorf wäre eine Umfahrung ein Segen. Damit diese Umfahrung finanziert wird muss das Zürcher Stimmvolk am 23.September mit Ja stimmen.
Ich beteilige mich aktiv in der IG Sicherer Schulweg und habe heute begonnen im Dorf von Tür zu Tür zu gehen und für unserer Interessen zu werden, denn lang nicht alle sind wirklich informiert und wir brauchen ein breite Basis. Das ist eine Arbeit, die mir nicht leicht fällt, entsprechend war ich schon nervös, als ich an der ersten Tür geklingelt habe.
Nette ware bisher alle, aber die Argumente gegen den Zurbringer, zeigen auch, dass die Nach-mir-die- Sinnflut-Mentalität schon sehr verbereitet ist. Oder was soll man davon halten, wenn man hört: "Interessiert mich nicht, ich habe keine Schulkinder" oder "Ich müsst für diese Projekt einen Baum opfern und das will ich nicht".
Ich finde Landschaftsschutz auch wichtig, aber noch wichtiger ist mir der Menschenschutz.

Ich werde sicher immer mal wieder hier für die Abstimmung Werbung machen und hoffe, dass meine Zürcher Leserschaft eine Ja in die Urne legen wird.

Kommentare:

  1. tut mir leid, stimme nicht im kanton züri... grüessli, daniela

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    1. Ja, Schade stimmst du nicht in Zürich, aber vielleicht kennst du Leute, die da wohnen und die man dann im September evtl. informieren könnte.
      Liebe Grüsse, Katharina

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  2. totzdem viel erfolg für die initiative ☺

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  3. ich werde ja stimmen. und diese thema im umfeld etwas aktivieren. bin auch aus dem säuliamt ;-)

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    1. Vielen Dank! Wir sind für jede Unterstützung dankbar.
      Herzliche Grüsse, Katharina

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  4. Find' ich ganz wichtig, dass man sich in seinem direkten Umfeld stark macht für die Interessen der Gemeinde. Dass diese leider manchmal auseinander gehen, ist wohl normal. Aber man muss was tun, man darf nicht einfach zusehen und nur rummeckern. Widerstand macht stark und - das ist meine persönliche Erfahrung - Widerstand macht neue Freunde. Plötzlich trifft man Gleichgesinnte, die man vorher so gar nicht wahrgenommen hat.
    Ich drücke Dir die Daumen!
    LG
    Valomea

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    1. Ja, das stimmt, es gibt zu einer Sache immer verschiedene Meinungen, obwohl, dass für mich manchmal schwer nachzuvollziehen ist. Aber Alles in Allem kann so ein Engagement wirklich eine bereichernde Sache sein.
      Liebe Grüsse, Katharina

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  5. Tataaaa, meine Rede: mit gruener Gesinnung ueber Leichen gehen! (ich schaeme mich schon jeglichen 'gruenen Fussels' in meiner eigenen 'moeglichst-vieles-gut-miteinander-leben-lassen Gesinnung'.
    Unser letztes schlimmes Feuer hier waere wohl nur halb so schlimm geworden, wenn wir nicht die 'gruene Doktrin' von ca. 'sogar noch ein hoch-brennbarer Eucalyptus-Baum im Schlafzimmmer ' gehabt haetten!
    Ist man klueger geworden - nach moooonatelangen Untersuchungen?
    Ne - vorher existente Fluchtwege wurden 'zu-be-baumt', weil da ist ein Futzelchen Platz und nicht staendig befahren - jaaa, warum wohl ?!!!
    Die kurzfristige rettende 11/30 Regelung ( bis 11 m aaalles Gruenzeug weg - so man will; bis 30 m alles 'so man will' aber keine grossen Eucalyptus-/Gum-Trees mehr) wird schon wieder unterminiert auf Teufel komm raus.
    Ausserdem haben wir hier das absolute Weed-Nazi-Tum pur: a) Baeume aus anderen Laendern sind ABSOLUT verpoent (keine Baugenehemigung, wenn nicht vorher schon unterschrieben, dass der Garten NUR mit 'einheimischen Planzen bepflastert wird! Ausserdem ist fuer die Kontrolle dieser Diktatur jederzeit Geld vorhanden - woanders ....) b) sogar Pflanzen aus z.B. West Australien sind im Osten Australiens, aeh, 'ab-empfohlen' (lokale Gruen-Gruppen jagen diese dann!)

    Ich gruende jetzt bald eine Lobby zum Menschen-Schutz (nachdem sowas wirklich wohl nicht besteht!)

    Ich wuensch' Dir enorm Glueck mit Deinem Vorhaben, aber Gleichgueltigkeit, Prioritaeten-Vertausch und Geiz werden Dir wirklich schlimme Feinde sein.

    Liebe Gruesse,
    Gerlinde

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    1. Du sagste es, Gleichgueltigkeit, Prioritaeten-Vertausch und Geiz sind unsere schwierigsten Gegner. Und Egoismus, wenn man sagt: Geht mich alles gar nichts an.
      Herzliche Grüsse, Katharina

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    2. Versuch's mal mit 'bigger picture', Lebenswert der Gegend und damit Immobilien-Wert erhalten; das ist mitunter ganz gehoerig zugkraeftig, da 'eigener Geldbeutel' betroffen, nicht nur der 'ist-mir-egal vom Staat' !

      Liebe Gruesse,
      Gerlinde

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    3. Ja, an diese Argument hatte ich auch schon gedacht. Aber es sind halt nicht alle Eigenheimbesitzer.

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    4. Kombination (= alles irgendwie erwaehnen/einspielen) von allen, so dass sie waehlen/aufschrecken koennen, bei dem fuer sie Passsendem?!

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  6. Ich drücke die Daumen!!! (kenne niemanden zum "Überreden" kann also nicht mehr tun)
    Gruss LiLo

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  7. hm..diese geht mich nichts an Mentalität find ich auch immer wieder bedenklich! Meine Schwägerin die in Zürich lebt "darf" als Ausländerin ja wahrscheinlich nicht abstimmen?! Aber ich kann sie ja auf jeden Fall informieren, dass sie ihr schweizerisches Umfeld zum abstimmen animiert;)!
    drück euch auch die Daumen!!
    Susanne

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    1. Nein, es dürfen nur SchweizerInnen stimmen. aber informieren, dass wäre toll. Kommst du denn ab und an nach Zürich?
      Liebe Grüsse, Allerleirauh

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  8. bei uns ist es genau umgekehrt. Von München aus wurde eine Schnellstrasse zum Flughafen gebaut. Und ... eine der Zubringerstrassen geht nun mitten durch das Dorf hier. Seid Novemeber ist es hier soooo schlimm und gefährlich. Unvorstellbar, wie man sowas machen kann!
    Angeblich kommt irgendwann eine Ortsumfahrung... hoffentlich passiert nicht wirklich etwas bis dorthin!
    viel Erfolg für Euch, es ist so wichtig, dass sich sowas ändert.

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