Montag, 15. April 2013

Klein wie ein Zwerg


Am Wochenende war ich wieder in Konstanz in der Clownschule.
Wir wurde nun in die Arbeit eines Gesundheitsclowns eingeführt.
Das Wichtigste dabei ist, mit dem kranken Kind oder dem alten Menschen in einen guten Kontakt zu kommen. Dabei darf man die eigenen Clownsenergie und die innere Freud nicht verlieren. Das ist sehr schwierig, gerade wenn es nicht so klappt, wie man sich das wünschen würde.
Dabei muss man sich seines eigenen Kontaktverhaltens bewusst werden. Komme ich schnell mit Menschen in Kontakt? Habe ich Hemmungen? Lasse ich mich schnell Verunsichern? Lasse ich mich all zu sehr Vereinnahmen?
Wir üben die Situationen, die auf uns zu kommen können, ähnlich wie beim Familienstellen, in dem wir die Rollen von kranken Kindern oder alten Leuten übernehmen. 
Aufgabe der Clowns ist es die Situation schnells möglich zu erfassen, um entsprechend darauf reagieren zu können.
Was soll ich sagen? Man kann so vieles falsch machen. Das hat beim Zuschauen seine eigene Komik.
Ist man aber selber in der Rolle des Clowns kommt man sich dann klein wie ein Zwerg vor, ob seiner eigenen Unfähigkeit.
Ich habe grossen Respekt vor dieser Arbeit und bin gespannt, wie wir uns alle im kommenden Lernprozess entwickeln werden.

Kommentare:

  1. Ja das stelle ich mir auch sehr SEHR schwer vor und ich kann mir vorstellen, daß man vielleicht vieles falsch machen kann. Aber ich denke auch, daß man vielleicht auch leuchten Kinderaugen sehen darf, die sich einfach freuen, einen zu sehen! Ich denke, daß sie merken, daß man als Clown dennoch authentisch sein kann! Viel Erfolg auf Deinem Weg. Ich hoffe, Du wirst ein "David" sein, der gegen den "Goliath" ( innerer Schweinehund / Unwissenheit oder ähnlichs ) gewinnen wird! Liebe Grüße Tinki

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  2. Ich bin ganz gespannt auf deine Berichte!!! Das stelle ich mir auch seeeeehr schwer vor, aber auch sehr spannend! Aber wenn man es geschafft hat, das Vertrauen seines Gegenüber zu gewinnen, könnte ich mir vorstellen, dass es einem ungeheuere Kraft gibt weiterzumachen. Ich bewundere Dich, dass Du den Schritt wagst! Wirklich großartig!!!
    Liebste Grüße und eine spannende Zeit wünscht Dir Meike ♥

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  3. tja, dann bist Du jetzt auf dem Pfade des 'Kooomisch Werdens' fuer Deine Umwelt!
    Denn Du lernst jetzt, haeufiger und freier etwas zu machen, was Du zwar schon immer wieder praktiziert hast - aufgrund eigener Familie - aber nicht voll wissentlich und vermutlich nicht so haeufig: vorsichtig stochern; zurueckziehen; psychisch wieder vorsichtig vorwaerts in die Richtung der Psyche der anderen Person tapsen; sich entschuldigen fuer Sachen, welche DU eigentlich gar nicht gemacht/angestellt hast usw. um fuer alle Beteiligten einen 'gemeinsamen Nenner' zu finden und von dort evtl. EINEN ZENTIMETER an positivem von Dir draufzugeben (duerfen/koennen)!

    Also dann: gute Fortsetzung und gaaanz liebe Gruesse,
    Gerlinde

    (waehne Dich nicht unbeobachtet - ich bin da ! ;-) )

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  4. Liebe Katharina
    Vielleicht ist es gar nicht so schwierig, wie du dir das vorstellst...Ausser du hast die Erwartung, alles soll so perfekt wie möglich gelingen...
    Ich habe lange mit kranken und alten Menschen gearbeitet. Manchmal gelang es mir, mit den mir anvertrauten Menschen in einen guten Schwung zu kommen...manchmal nicht...
    So denke ich, wird es dir als Clown mal gelingen und manchmal auch nicht...
    Immer im guten Vertrauen weiter machen...
    Grüsse dich sehr herzlich
    Veronika

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