Ein poetisches Bilderbuch zum Träumen, Lächeln, Nachdenken und Freuen


Donnerstag, 3. Juli 2014

Aus dem Sommerloch

Die Abstände zwischen meinen Post werden immer länger, aber ich bin aber nicht mit meinen Schweinchen ausgeflogen, ich bin viel mehr in eines der Sommerlöcher gefallen, die wie von Zauberhand, Zeit und Raum zu durchlöchern scheinen.
Eigentlich ist es ganz gemütlich in so einem Loch. Sich diesem süssen Nichtstun hin zu gegeben hat etwas Verlockendes. Wäre da nicht meine sofort aufkeimende Unzufriedenheit über meine träge Faulheit. Das schlechte Gewissen meldet sich bei mir immer ganz schnell.
Darum habe ich heute mal wieder gefilzt und während die kleinen Köpfchen unter meinen Händen entstehen, gehen mir die Frage durch den Kopf, warum mein Selbstwert so stark von meinem Tun abhängig ist? Mir scheint, wir leben in einer Welt, die dem Nichtstun keinen Platz mehr einräumt.
Dazu passt diese Karte ganz gut, finde ich.


Jeden Tag etwas Neues ausprobieren, das können vielleicht Kinder. Aber wie sollen das Erwachsene bewerkstelligen? Und ist es überhaupt nötig?
Die vielen Möglichkeiten und die damit verbundenen Erfahrungen, die das Leben uns scheinbar bietet, zu nutzen, macht das glücklich? Oder macht es unglücklich, weil die Wahl schwer fällt?
Wie möchte ich gerne Leben? Das ist eine zentrale Frage, die ich mir immer wieder stelle. Nicht immer hat man die Möglichkeit, dem Leben eine ganz neue Richtung zu geben. Oft ist es das auch gar nicht nötig.
Es reicht schon, wenn man ab und zu etwas Neues wagt. Das ist zumindest meine Erfahrung.
Auch wenn diese Erfahrung heisst, im Sommerloch zu sitzen, denn auch dort kann man zu neuen Erkenntnissen kommen.

Kommentare:

  1. Ich finde es super, auch einfach mal den Gedanken nachzuhängen, Sachen zu tun, die man schon kennt, aber für die man sich vielleicht außerhalb des Sommerlochs keine Zeit nimmt etc. Natürlich ist es spannend, Neues auszuprobieren, aber es ist doch auch schön, auf Gewohntes zu treffen und sich daran zu freuen...

    Lieber Gruß und viel Spaß im Sommerloch!
    Steffi

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    1. Ja, vielleicht ist es gar nicht so wichtig, ob man neue oder alte Dinge tut, sondern mit welchem Bewusstsein man sich macht.

      Liebe Grüsse aus dem Sommerloch
      Katharina

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  2. Das Neue könnte ja auch mal Nichtstun sein. Liebe Grüsse von Regula (vom Laden)

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