Ein poetisches Bilderbuch zum Träumen, Lächeln, Nachdenken und Freuen


Montag, 20. April 2015

Little birdy

Von Koffermärkten kommt man immer mal wieder mit neuen Anregungen nach Hause. Am Samstag hatte meine Standnachbarin ein kleines Pinguinmädchen gekauft und gemeint, sie würde es in einen Vogelkäfig setzen, weil sie Angst hätte, ihre Katze würde es als willkommen Beute ansehen.
Da ich das Katzenproblem in Bezug auf meine Figuren schon öfters gehört hatte, habe ich gestern einen kleinen Vogel gefiltzt und in in einen kleinen Käfig gesetzt.


Wie ich so vor mich hin gefilzt habe, kam es mir in den Sinn, das Käfige, wie Netzte, positive und negative Aspekte haben. Beide können Leben schützen, aber auch das Leben verhindern oder einengen.
Wahrscheinlich leben die meisten von uns im übertragenen Sinne in einem Käfig von gegebenen Strukturen, die uns Halt und Schutz bieten und oft ja auch sehr bequem sind.
Gleichzeitig verhindern sie das Wagnis, die Flügel aufzuspannen und Neues zu entdecken.
Oft scheint es unmöglich aus diesem Käfig auszubrechen und manchmal merkt man gar nicht, dass die Käfigtüre offen steht. Manchmal wird man auch aus seinen goldenen Käfig hinausgestossen, ob man nun will oder nicht.
Es gehört wohl immer wieder Mut dazu, die Flügel, die wir alle besitzen, auch zu benutzen.
Darum weiss ich nicht recht, ob mein kleiner Vogel wirklich diesen Käfig braucht um in Sicherheit zu sein, wer würde wahrscheinlich lieber frei herumfliegen. Aber in gestalterischer Hinsicht gibt er ihm einen netten Rahmen, finde ich zumindest.


Ich werde am Samstag mit meinem Koffer nach Zug ausfliegen und bin schon gespannt, was mich dort erwarten wird.

Kommentare:

  1. Guten Tag liebe Katharina, hübsch sieht er aus dieser kleine freundliche Vogel...wenn er will sehe ich, dass er ganz gut durch die Stäbe rausfliegen kann, wenn er will, er kann sich selber entscheiden...das ist doch wunderbar...;)))
    Ich Grüsse dich ganz herzlich
    Veronika

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  2. es isch doch scho schön, wie dini Kunschtwärk i dis Läbe ine würked und s Chefi vo ihrem Wolle-Sy spränged und überwindet. Du schänksch ihne Läbe, und sie gänds dir zrugg. Toll! S Schneeglöggli luegt grad au ganz glöcklech zue do näbe mir...

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