Ein poetisches Bilderbuch zum Träumen, Lächeln, Nachdenken und Freuen


Dienstag, 13. Januar 2015

Ich bin ein Angsthase

Ich bin kein mutiger Mensch. Schon als Kind war der Sprung vom Beckenrand ins Wasser das Höchste, was ich mir zugetraut habe. Ich gehe auf Nummer sicher im Leben und mag kein Risiko eingehen.


Darum bin ich auch nicht Charlie und ich bin auch nicht Raef Badawi, der  junge Blogger, der gerade im Saudiarabien auf Raten zu Tote gepeischt wird.
Seine Meinung sagen und damit den eigenen Tod in Kauf zu nehmen, finde ich unglaublich mutig.
Ich fühle mich hilflos, wenn ich in der Zeitung über all diese Grausamkeiten an Menschen lese, die in der Welt geschehen und die nicht im Fokus unsere Aufmerksamkeit sind, weil sich nicht in unserer unmittelbaren Umgebung passieren.
Im Grunde ist es unbegreiflich, wieso wir Menschen nicht in Frieden miteinander leben können.
Warum sind Menschen zu grenzenloser Brutalität fähig?
Warum sind Menschen zu selbstloser Liebe fähig?
Warum bin ich ein Angsthase und eine andere ist mutig wie ein Löwe?
Warum verzweifeln wir nicht, an dem was in der Welt geschieht?
Denn es ist zum Verzweifen und doch kann ich die Augen nicht schliessen, weil es mich auf mich zurückwirft und sich mir die Frage stellt, wie steht es mit mir und meiner Mitmenschlichkeit.


All diese Gedanken sind mir durch den Kopf, beim Filzen meiner ersten Osterhasen.
Und im Grunde schockiert mich dieses Nebeneinander von so Belanglosem wie das Filzen von Hasen im Angesicht des Zustand dieser Welt.
Ja, wir leben in einer verrückten Welt.

Kommentare:

  1. Häschen Liebe und Drache Schmerz leben auf demselben Globus. Deswegen finde ich jedes neue zärtliche Häschen wichtig.

    Melanie

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    1. Das hast du schön gesagt. Ein Mutmachsatz.

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  2. Ich frage mich auch immer, wann sich der Hass ins Herz schleichen kann. Wenn ein Menschlein geboren wird, wird das kleine Herz doch immer wieder mit grenzenloser Liebe gefüllt. Wie kann dann ein Mensch so grausam gegen andere sein, mit Worten, mit Taten, mit Gewehren...
    Vielleicht retten wir mit unseren Banalitäten, sei es dein Hase oder ein Shirt fürs Kind, ein Kleid für uns selbst, nicht die Welt, aber wir schenken damit in unserem Umkreis ein Lächeln, Liebe, Aufmerksamkeit...
    Wieviel heller wäre die Welt, wenn jeder für sich ein Licht anzündet und die Flamme weiter reicht. Vielleicht würde es dann auch dem Drachen warm ums Herz...

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    1. Ja, es ist sicher wichtig in seine Umgebung Mitmenschlichkeit zu leben, (im Grund sollte es eine Selbstverständlichkeit sein) aber ich habe einfach immer das Gefüh, dass das nicht genug ist.

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    2. Ein Einzelner kann sicherlich nicht die ganze Welt retten. Aber wenn Du, ich, unsere Familien, unsere Nachbarn, Kollegen und deren Familien, Freunde, Nachbarn und Kollegen und wieder deren usw. dann ziehen kleine Gesten doch große Kreise. Und darum ist es SO wichtig, bei sich im Kleinen einfach anzufangen!

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    3. Das ist mir schon klar und ich leben, soweit es geht auch in diesem Bewusstsein, weil ich auch immer wieder erlebe, wie gut das tut. Mir und den anderen.

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  3. Du machst das gut! Du bist mutig und das beweist du, indem du uns deine Gedanken mitteilst! Und was braucht die Seele um nicht zu verzweifeln? Man muss sich Gutes tun und das hast du mit deinem Hasen gemacht. Ich habe mir schon oft Gedanken gemacht wie und wo ich mich für den Frieden einsetzen kann. Aber irgendwie ist es hoffnungslos. Aber wie heisst es so schön? Fange bei dir selber an und das ist wichtig um positive Gedanken in die weite Welt hinaus zu tragen. Ich habe irgendwo in den letzten Wochen gelesen oder gehört, weiss leider nicht mehr wo, dass in schwierigen Zeiten, viele Menschen sich wieder viel mehr kreativ betätigen.Vielleicht sind wir ein Teil der tapferen Menschen, die uns durch Schönes auffbauen. Was mir persönlich sehr hilft, sind die Gespräche mit meinem Partner, der ein wandelndes Lexikon ist und sich geschichtlich wie politisch sehr gut auskennt. Er vermittelt mir Zusammenhänge, mit denen ich mir ein Bild der Lage machen kann. Zumindest ein winiziges Bild. Ich brauche Bilder, damit ich die Situaion besser verstehen kann. Meine rebellischen Zeiten sind vorbei. Schade eigentlich. Vor zehn Jahren, standen wir noch mutig auf der Strasse und wagten was. Warum eigentlich heute nicht mehr? Von was haben wir Angst?

    Ich wünsche dir weiterhin ganz viele KREATIVE Momente.

    Herzliche Grüsse
    Kuhmagda

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    1. P.S. ich könnte gerade noch viel mehr schreiben. Vielleicht mach ich mal eine Post darüber. Danke für die Inspiration!

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    2. Habe eben eine Post geschrieben. Vielleicht magst du ja mal meine Gedanken zu lesen?

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  4. Ich gehöre wie Du nicht zu den mutigen Menschen, wie Du sie nennst. Aber ich glaube, dass auch kleine Gesten, ein freundlicher Gruß oder ein Lächeln, das ich einem Fremden schenke, die Welt ein bißchen heller machen, indem ich meine Freude, mein Glück weitertrage - so wie Du mit Deinem Häschen.

    Und ich muss an die vorgestrige Predigt unseres Pfarrers denken, der uns dazu aufgerufen hat, die Attentäter als Verführte zu sehen und aufzupassen, nicht Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Und wer weiß, vielleicht hätte eine Umarmung, ein Früher-Hinsehen diese Leute nicht zu dem werden lassen, zu dem sie geworden sind.

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    1. Es ist leider so, dass Menschen, die nicht der eigenen Norm entsprechen sehr oft ausgegrenzt werden. Man will mit ihnen nicht zu tun haben. Oft auch aus Angst, das finde ich sehr traurig. Durch meinen Hund komme ich öfters mit Menschen ins Gespräch, die anders sind und ich fand das immer sehr spannend.

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  5. Ja, es ist grausig, was Menschen so alles anrichten.
    Und ich finde filzen überhaupt nicht belanglos, denn es spendet Freude, und das ist eine enorm wichtige Sache!
    Mit lieben Grüßen
    Gabi

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    1. Ja, es ist schon so, dass ich mit meinen Filztieren Menschen Freude machen kann. Aber im Angesicht desen was so alles an Schlimmen passiert in der Welt kommt mir mein Tun so unnötig vor. Es ist diese Ungerechtigkeit, die mich da umtreibt. Ich kann im warmen Filzen und mich verwirklichen und dort sterben Menschen, weil sie flüchten müssen und im Winter nicht mal eine Dach über dem Kopf haben.

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  6. Ich glaube Mut entspringt der Angst, denn oft sind es die Verzweiflung und die große Angst, die uns dann steuern. Ein Löwe kämpft ja auch nur für sich selbst. Vieles finde ich auch so unverständlich. Aber wir werden auf dieser Welt immer Kriege haben und es wird immer Ungerechtigkeiten geben. Ich kann das Weltgeschehen nur in kleinen Häppchen zu mir nehmen, lese keine Zeitung, schaue nie die Tagesschau. Und doch streift es mich natürlich. Ich denke oft darüber nach, ist es richtig so? Verschließe ich mich? Doch ich glaube die Energie folgt der Aufmerksamkeit und es ist wichtig für mich mich im Leben immer wieder auf positives und die Liebe zu besinnen. So wie meine Vorrednerinnen schon sagen, oft ist eine kleine Geste viel mehr wert, als eine große Rebellion. Selbstliebe und da heraus für andere etwas geben, in welcher Form auch immer, finde ich enorm wichtig. Mir fällt dazu dieser Spruch ein: Wenn du ein Tier rettest, veränderst du nicht die Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier. So übertragen, wir haben nicht die Macht, die Welt zu retten, aber vielleicht die Macht Liebe und ein Lächeln in diese Welt zu zaubern, indem wir zum Beispiel schöne Dinge herstellen. Uns Gedanken machen und unser Herz öffnen. Danke für deine nachdenklichen Worte, die mich auch wieder zum nachdenken bringen, lg silke

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    1. Ich schaue auch keine Nachrichten, aber Zeitung lese ich schon. Ich finde es wichtig zu Wissen, was in der Welt vor sich geht. Menschen müssen grosse Leid durchleben, darum ist es für mich dass mindest was ich tun kann, davon zu wissen. Ihr Leid irgendwie zu würdigen, denn oft Leiden sie ja auch für mich mit( wenn ich an bestimmte Arbeitsbedingungen denke ich manchen Ländern) Im Wissen darum Spende ich immer mal wieder oder mache an Mailaktionen mit. -

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  7. ich bin auch so hilflos im angesicht des grauens. unfassbar, daß diese menschen auch mal kinder waren. ob sie geliebt wurden? vielleicht nicht genug.

    ich bin fest davon überzeugt, daß wir die welt verändern, indem wir sind, wie wir sind - ob liebevolle angsthasen oder mutige drachen, denn damit vermehren wir die positive energie auf diesem planeten. und darum filz du nur deine so scheinbar banalen hasen, denn sie stehen für das gute, liebe und schöne in der welt. damit das grauen nicht überhand nimmt!

    alles liebe.

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    1. Wir Menschen haben alle unsere dunklen Seiten und wir sind manipulierbar, das hat die Geschichte immer wieder gezeigtu und es ist ja jetzt noch so. Sich desen immer Bewusst zu sein, finde ich sehr wichtig.

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  8. Ein Mensch wird wohl nicht durch den Mangel an Angst zum Held, sonden weil er zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort ist. Das kann Jedem passieren.
    Und frei zitiert: Solange es mehr Osterhasen als Morde gibt, gibt es auch Hoffnung!

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    1. Vor kurzem habe ich gelesen, dass mehr Menschen ans Selbsttötung sterben als durch Kriege. Das hat mir sehr zu denken geben und ist unglaublich traurig.

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  9. Ich bin auch ein Angsthase, das ist auch nicht schlimm. Ich mache mir auch darüber viele Gedanken. Und trotzdem: Je suis Charlie. Ich hätter vermutlich nicht den Mut, im "großen" aufzustehen, aber doch jeden Tag ein bisschen "im kleinen", in dem ich z.B. versuche alltäglichen Rassismus nicht stehen zu lassen.
    Herzliche Grüße
    Sabine

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    1. Die persönliche Zivilcourage finde ich schon sehr wichtig. Aber eben, das braucht Mut, was kürzlich der Tod dieser jungen Türkin gezeigt hat. So mutig sind wohl, die wenigsten von uns.

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  10. Hmmm, kopfkratz - ich gehe jetzt mal zu 'Frau Kuhmagda' um deren Gedanken zum Thema zu lesen.
    Ansonsten: ich glaube Mut vs. 'Angst' (= ist eigentlich mitunter keine solche - mM) hat auch was mit Verantwortung zu tun.
    Mir faellt hierzu naemlich auch wieder die eigene Geschichte ein, wo ich per Polizei-Absperrung aus einer offiziellen Brand-Region hier in Australien ausgesperrt wurde. In selbiger war aber mein 'heissgeliebtes' Haus (= vor allem mein 'Wohlstand/Krempel' und wirklich auch 'Bewaffnung gegen Feuer' BIS an die 'Zaehne' ). Nachdem es dort noch nicht wirklich brannte, aber wegen NUR-Zufahrt von der Absperr-Stelle eben diese vorsichtshalber postiert wurde, gerieten Polizist und ich uns, aehem, 'eeetwas in die Haare' :-o.
    Meine Argumentation war u.a., dass ich dort wohnte; um die Gefahr wusste und entsprechend ausgeruestet war (= es kann dort JEDERzeit des Jahres brennen - nicht nur im Sommer = get it and face it or stay out !) Nur weil man dann im Ernstfall durch seeehr weitraeumige Absperrungen mitunter vom sommerlichen Einkaufen NICHT einmal mehr in sein eigenes noch NICHT betroffene Haus kann, fand ich etwas vermessen. Ausserdem macht mich DIEse Handlungsweise/Inflexibilitaet der Obrigkeit, die Sperrung einfach generell auf AAAAALLE(s) zu erstrecken (= Touristen- und Geschaefts-Gegend mit seeehr weit verstreuter Privatbesiedelung des Umkreises) vor allem im Sommer mit seiner groesseren 'Feuer-Moeglichkeit' - zu einem 'Zwangsgefangenen' auf meinem eigenen Grundstueck. Grund: Wenn ich waehrend eines Feuers (noch/schon) 'drinn' bin, kann ich (in Victoria = Umkreis Melbourne) NICHT herausgeordert werden. ABER ich kann NICHT als Anrainer wieder hinein, wenn ich meinen Arsch zuuufaellig zur unguenstigen Zeit zum Einkaufen gehen liess ^^ - grmpf!
    Meine abschliessende Frage an den die Zufahrt verteidigenden - ortsfremden (noch dazu ^^) Polizisten war dann "Haben Sie Kinder?" Er bejahte dies! Hierzu meinte ich grimmig brummend "ich nicht; darum bleiben SIE jetzt hier und ich fahre weiter!" Sprach's und tat's ! Es kam KEIN Feuer auch nur in Km-Naehe ^^ - aber ich war in nullkommanix 'ready for action' auf meinem 'Maulwurfshuegel'. Dies allerdings schon DAdurch, dass ich aufgrund jaaahrelanger Schulung zumindest meine Einkaufstour schon mit einem zweiten Set Klamotten startete. Dies war: Lange Hosen, langes Hemd, solide Schuhe, weitkrempiger 'Non-Zierrat-Hut', BW-Handschuhe, Schutz-Brille und BW-Nase/Mund-Schutz.
    Das meiste von dem Zeug zog ich schon an, als ich noch mit dem Polizisten 'diskutierte' = beruhigte ihn sichtlich, nachdem ich vorher kurzhosig und kurzaermelig und in Sandalen vor ihm stand = ich WAR ready und ich WAR - an DIEsem Tag - willig zur Verteidigung! Es ist dies nicht jeden Tag so ^^!
    Derzeit wuerde mir ja noch ordentlich stinken, wenn's mich - aufgrund mittlerweile 'sicherer' wohnen - (m)eine versehentliche Anwesenheit im Alt-Haus bei einem ebenso versehentlichen Feuer-Ausbruch leider mitlerweile eeetwas weniger fit und vorbereitet 'erwischen' wuerde. Ich kann Dir sagen, DAS gibt dann so ziemlich die schwierigste Beerdigung aller Zeiten: Gerlinde's Leiche muesste man erst alle Arme und Beine absaegen, bevor man sie in einen Sarg bringt, DENN aaaalle diese ihre Gliedmassen wuerden im Protest wohl 'Stinke-Finger' (PLUS St.-Zehen ;-) !) zeigend gen Himmel abstehen - grmpf!

    - Fortsetzung folgt - (Entschuldige bitte, liebe Katharina; werde mich ab dann wieder maessigen!)

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  11. - Fortsetzung 2/2 -

    Es ist - mM - schweeeer zu sagen, WAS Angst eigentlich ist und WANN und WIE sie sich bei jedem Einzelnen aeussert, DENN: auch ich bin ein Angsthase - jedoch auch ein 'Charlie' !
    .... und ich habe aufgrund des landeseigenen Voelkergemisches hier todsicher - tausend Eide hierzu - gute wie auch 'schlechte' (= agro ones) Muslime in meinem taegl. Miteinander. Australien kann im Grunde WEGEN seines Status als Einwanderungsland NOCH weniger darauf pochen, dass von den 'Gaesten' gegen eigene Rechte und Rituale verstossen wird, WEIL wir einfach als Gesamtes ein Schmelz-Tiegel von Nationen sind. ALLERDINGS wird schon seehr hart darauf geachtet, dass sich keiner dem Anderen gegenueber 'mehr Kraut' heraus nimmt und meint 'besser' zu sein. Letzteres ist den 'Original-Laendern' mit dominant single Nationalitaet - mM - schon zuzugestehen; d.h.: NICHT-Mehrheit ist 'Gast' - trotz Bleibe-Erlaubnis oder dort schon geboren!
    So bekomme z.B. auch ich bei oeffentlichem Gemecker und 'negativ Luft machen' zu einem unbeliebigen Thema dieses Landes evtl. von einem Wohnberechtigten oder Staatsangehoerigen einer original wieder anderen Nation schon auch mal zu hoeren "Dann geh' doch zurrueck in DEIN (oh so paradiesischeres ^^) Heimatland.
    Ich bin noch immmmer folgender Meinung:
    Vergesse nie die Heimat - wo Deine Wiege stand
    selbst wenn in der Fern' Du findest ein zweites Heimatland!
    = zweite Zeile Abwandlung zum Orig.:" Du findest in der Ferne KEIN zweites Heimatland " = stimmt nicht; 'Heimat' ist - mM - nur langsames Hineinwachsen in dann 'Vertrautheit/Gewohnheit', wogegen (alles) Fremde einfach auch wirklich erstmal
    BEfremdlich, unbekannt mit sehr vielen unangenehmen psychischen Gefuehlen mit sich bringend, ist.



    LG, Gerlinde

    PS: ausserdem moechte ich NIE Muetter/Elternteile der Welt 'challengen' in dem ich gegen ein Kind davon vor-/angehe ^^!
    DA wechselt dann 'Angsthase' meist seeehr schlagartig in 'Dinonausier-Groesse von Drachen' = Relation ein Faktor?!
    Cynthia K. hat recht - mM.

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  12. Ha, Australien wäre kein Land für mich Angsthase, Brände und wilde, giftige Tiere, ein No go für mich.

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    1. O.k., Feuer sind EIN Problem hier - jedoch auch da gibt es Verteidigungsmoeglichkeiten. Es wird hier nur aufgrund der vor 6 Jahren 'Black Saturday' Feuer/Toten DERart auf UEBER-Vorsicht getan, dass man den Eindruck kriegt, es waere gaaar keines mehr zu ueberleben.
      Selbiges KANN aber nicht wahr sein, DENN nur 1 bis 2 Jahre vorher (= auch schon mitten in 'Grosser Duerre-Phase') hat ein 15 jaehriges 'Daheim-Allein-Maedchen' auf tel. Anweisungen ihres Vaters das Grundstueck erfolgreich verteidigt mit mehrere Tage 'Laub und sonst. Brennbares' aufrechen (= man bedenke, dass austral. Gumi-Baeume ueberwiegend und vor allen bei grosser Hitze Laub und 'Rindenbaender' in Schwimmbad-Groessenordnungen abwerfen - jeeeden Tag und ohne Pause ^^) aufrechen, aufrechen. Es GAB Kurse in welchen man 'viiiel Sinnvolles' zur Vorbereitung und zur Verteidigung gegen Feuer lernen konnte. JETZT sind sie sogar mit DIEsem Minimum-Logik-Wissen 'sparsam', WEIL sie Angst haben muessen, bei DOCH 'worst case' von der ueberlebenden Verwandtschaft zur Verantwortung gezogen zu werden ^^!
      Wenn u/Vor-Siedler frueher hier - mit ihrer damaligen absolut mikrigsten Ausruestung ABER jeder Menge Arbeitswille - DERart schiessrig gewesen waeren, wie wir uns seit BS veraengstlichen und verzaerteln, gaebe es das Land in seiner jetzigen Form gaaar nicht - sorry, to have to say so ^^!
      Man kann viiiel und lange vor Gefahr davonlaufen - aber irgendwann holt sie einem ein und dann muss man sich ihr trotzdem stellen. Dies vor aaallem, wenn es auch noch 'Gefahr' ist, welche verfolgungssuechtig ist und den Kragen einfach nicht voll kriegt ! Ansonsten geht 'aus dem Weg gehen' schon seeehr lange und seeehr gut = meine liebste 'Kampf-Methode'!
      Wilde und giftige Tiere: nur die Inland-Taipan erachte ich als wirklich gefaehrlich. Grund: sie fluechtet nicht vor Stoerungen ( = Beben der Erde und/oder Laerm) sondern sucht/folgt die Verursacher angeblich. Auch ein paar See-Schlangen (in WA) sind wohl mit 'ueberweiblicher' Neugierde ausgestattet: sie springen mitunter neugierig einfach in vorbeipaddelnde Boote ^^! Fast aaalles Andere hat meist genau so Angst wie unsereiner selbst bei gegenseitig sich sichtbar werdend. Alte Regel: sich gegenseitig die Chance zur Flucht geben = auch bei Menschen gut ;-) !

      Kein Grund zur Vorschuss-Verzweiflung bzgl. Australien - sogar ICH lebe noch ;-)
      (und hoffe, Dich auch 2015 weiterhin oefter zu bequasseln ;-) )

      Sei gaaanz lieb in die Arme genommen ('AUF' mache ich dann spaeter wieder ;-) !) und 'kaempfe' einfach in DEINER ruhige(re)n, besonnene(re)n Weise weiter; die Ziele sind ja trotzdem ueberwiegend dieselben und eine laaange 'Arbeit' wird's auch - seufz! Kopf hoch!

      LG, Gerlinde
      Habe d.J. noch viiiiele eigene 'Kaempfe' zu ueberleben und es sollte mir dabei auf gar keinen Fall 'Reihenfolge-Fehler' passieren; stehe aber auch oefter mal erzitternd vor folgendem Vers:
      Tapfer ist der Loewensieger
      Tapfer ist der Weltbezwinger
      Tapferer wer sich selbst bezwang.

      MM ist auch DIESER mitunter ein 'Reihenfolge-Problem'

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  13. Vielen Dank euch, dass ihr euch die Zeit genommen habt, zu diesem doch eher schwierigen Thema, eure Gedanken aufzuschreiben.
    Herzlichst
    Katharina

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  14. Salz der Erde. Ein Film über den Fotografen Sebastião Salgado. Er hat Jahrzehntelang die Opfer von Kriegen, Gewalt und und vielen Schrecklichkeiten mehr fotografisch festgehalten. Bis er krank wurde... im Film sagt er: "... für ihn ist der Mensch das schrecklichste aller Tiere..." Und es gibt so viele auf dieser Erde.

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    1. Kein Tier kann sich so bewusst die schlimmste Grausamkeiten ausdenken, wie der Mensch es kann und leider auch auch tut.

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  15. Hallo - da muss ich jetzt auch was dazu sagen:
    Was würde mit uns und unserer Welt passieren, wenn "die Medien" (denn nur deshalb wissen wir etwas davon, was so alles Schreckliches passiert) plötzlich nur noch von all den Menschen berichten würden, die friedlich zusammenleben. Ich war in Nordindien, schreckliche Armut, aber Hindus, Muslime und Christen friedlich beieinander. Auch in Sri Lanka das Gleiche. Und wenn Einheimische dir ihr Land zeigen dann sind sie stolz darauf wie gut es miteinander funktioniert. Ich glaube es ist viel mehr Frieden auf der Welt als Unfrieden. Wir sind durch die Nachrichten gezwungen zu sehen und zu glauben, dass nur "Scheiße" passiert und was macht das mit uns? Wir bekommen Angst, wir fühlen uns schlecht, weil wir mitfühlen, wir generalisieren, als gäb es nix anderes und die tatsächlichen Übeltäter bekommen viel zu viel Aufmerksamkeit, wachsen dadurch.....
    Und...würde noch jemand die Nachrichten anschauen, wenn sie nur noch vom Frieden berichten würden?
    LG, Marion

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    1. Gut gesagt. So viel Elend in der Welt können wir gar nicht aufnehmen, nicht verarbeiten- und außerdem brauchen wir nicht weit zu schauen. Die Hoffnung auf eine friedlichere Welt möchte ich mir bewahren.

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  16. Natürlich gibt es viel Gute auf der Welt, aber es gibt vieles was schlimm ist. Ich kann nicht den Kopf in den Sand stecken und so tun als ob es das nicht gäbe, nur damit es mir besser geht. Wegsehen ist für mich keine Lösung, das Zeit und auch die Geschichte. Das Gute schätzen und das Schlechte wahrnehmen ist für mich keine Widerspruch sonder Notwendigkeit.
    LG Katharina

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    1. Ich meine gar nicht, dass wir weg sehen sollen. Besser wäre es weg-wahrzunehmen (dussliges Wort).
      LG, Marion

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    2. Das stelle ich mir noch schwierig vor, sobald ich etwas wahrnehme ist es schon in meinen Gedanken.
      Dann muss ich schauen, wie ich damit umgehe.

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  17. Das ist einer der ehrlichsten Texte, den ich in den letzten Tagen zu den Folgen des Attentats auf Charlie Hebdo gelesen habe. Danke dafür!

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  18. Nun habe ich Deinen Post und all die Kommentare gelesen. Es schwirrt in meinem Kopf.
    Ich sag Dir was: Auch Du bist mutig wenn Du in eine Situation kommst in der Dein Mut gefordert ist. Ich war einmal an einem Ort, ganz zufällig. Und noch heute, 16 Jahre danach staune ich selber über meinen Mut, den ich damals hatte.
    Ich habe den Kampf mit zwei Männern aufgenommen, die eine zarte Frau bedrängt haben. Nur weil sie Ausländerin war .... das hab ich aber erst später erfahren. Ich hätte keine Sekunde nachdenken dürfen, ihre Lage war Ernst. Ich bin losgelaufen und war mutig. Ich, die fast nie schreit, kaum laut ist hab zu schreien angefangen. Ich hab nicht mehr mitbekommen, dass Männer ! mich abhalten wollten auf die zwei Typen zuzulaufen. Und dann hat sich alles umgedreht. Aufeinmal haben die, die vorher so taten als bekommen sie es nicht mit doch ihren eigenen Mut entdeckt und geholfen!
    Mir wird heute noch manchmal gesagt, ich wäre unvorsichtig gewesen, ich war mit meiner Tochter schwanger. Nein, war ich nicht .... der Mut war da und hat mich loslaufen und schreien lassen.
    Seitdem ist mir aber auch sehr bewusst wie schnell man selber in eine schreckliche Lage kommen kann wenn man hilft. Und doch .... ich mische mich auch heute noch ein. Z.B wenn ich in der Strassenbahn Jugendliche über andere Menschen lästern höre, oder wenn im Supermarkt "deutsche" Menschen seltsam zu einer Frau werden, die so ganz anders und fremd aussieht.... Nein, ich kann nicht weghören, wegsehen .... und doch komm ich mir nur ein ganz klitzekleinwenig mutig vor ....
    Ich hab so einen grossen Wunsch nach Frieden auf der Welt.
    Ja, ich weiss, auch Du wärest mutig .... und doch wünsche ich Dir, nie in solche Situationen zu kommen! Aber allein Dein Post ist ja schon ein Teilchen zum Grossen. Du und Dein Häschen sind doch ein Anfang, ein "spüren" und "mitteilen" welches in unserem Universum bleibt. Eine Spur die mit vielen Spuren Wege baut ....Wege zu einem MITEINANDER
    Als meine Kinder klein waren und im schlimmsten Trotzalter hatte ich immer Angst sie könnten so bleiben und der Trotz trägt sich in ihr Erwachsenenleben. Ich hab sie noch mehr geliebt, beschäftigt, das Schöne gezeigt. Ich weiss nicht warum manche Menschen so grausam werden .... ich hab keine Ahnung ob man das verhindern kann. Ich fürchte, sie werden von denen die schon so sind, zu Monstern gemacht .... Auch da haben wir alle die Chance zu rütteln und zu zeigen wie anders und schön das Leben miteinander sein kann.
    Dein Häschen ist gar nicht klein ... es ist gross. Und glaub mir, mutig ist es auch! Denn es zeigt sich mir Dir im weltweiten Internet und macht sich Gedanken. Das ist eine Stellungnahme, das ist wichtig!
    liebe Grüsse
    Elisabeth
    (mit Herzklopfen jetzt, denn das Thema geht tief!)

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    1. Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Gestern habe ich den Satz gelesen: "Der Mut ist eine Kind der Angst". Ich fand, das ein schöner Gedanke.
      Ich glaube aber schon, dass es Charaktersache ist, ob man handelt, wenn es nötig ist oder ob man es nicht tut.
      Das ist vielleicht wie eine Gabe, die man bekommen hat. Vielleicht kann man Mut haben aber auch ein stückweit lernen.
      Ich finde es auf jeden Fall bewunderswert, wenn man Stellung bezieht, so wie du das tust.
      Herzliche Grüsse
      Katharina


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