Ein poetisches Bilderbuch zum Träumen, Lächeln, Nachdenken und Freuen


Donnerstag, 22. Januar 2015

Wilhemine im Kindergarten


Heute Morgen durfte ich in die Rolle der Wilhmine schlüpfen. Mein Publikum waren die Kindergartenkinder in meinem Dorf.
Der Anteil nichtdeutschsprechender Kinder war recht hoch und doch haben sie gut mitgemacht und waren ganz bei der Sache.
Es gab lobende Worte von den Kindern und ihren Lehrerinnen. Das hat mich natürlich sehr gefreut.
Dieses Stück zu spielen macht mir besondes viel Spass, unter anderem auch, weil mir dabei meine  Clownausbildung
sehr zugute kommt.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Schneeglöckchenkinder


Schneeglöckchenkinder,
zarte Vorboten des kommenden Frühlings,
mutig stehen sie im Schnee,
trotzen der Kälte
und meine Herz wird weich und warm.


Montag, 19. Januar 2015

Von Schafen und Menschen


"Mama, bin ich ein Unschuldslamm, ein Opferlamm oder ein dummes Schaf?" fragt das kleine Schäfchen seine Mutter.
"Wie kommst du denn auf diese Frage?"
"Die Menschen sagen das doch zu uns."
"Ach, die Menschen, die können nicht mal friedlich in Herden zusammen leben, so wie wir das können. Sie haben aber
das Gefühl, sie könnten sich ein Urteil über uns erlauben."
"Habe ich mir schon gedacht, dass wir viel klüger sind, als diese Menschen,"sprach das Schäfchen und begann zufrieden
seine Milch zu trinken.
Das Schneeglöckenchenkind stand still dabei und dachte bei sich:
"Schafe an die Macht und die Welt sähe ganz anders aus."

Dienstag, 13. Januar 2015

Ich bin ein Angsthase

Ich bin kein mutiger Mensch. Schon als Kind war der Sprung vom Beckenrand ins Wasser das Höchste, was ich mir zugetraut habe. Ich gehe auf Nummer sicher im Leben und mag kein Risiko eingehen.


Darum bin ich auch nicht Charlie und ich bin auch nicht Raef Badawi, der  junge Blogger, der gerade im Saudiarabien auf Raten zu Tote gepeischt wird.
Seine Meinung sagen und damit den eigenen Tod in Kauf zu nehmen, finde ich unglaublich mutig.
Ich fühle mich hilflos, wenn ich in der Zeitung über all diese Grausamkeiten an Menschen lese, die in der Welt geschehen und die nicht im Fokus unsere Aufmerksamkeit sind, weil sich nicht in unserer unmittelbaren Umgebung passieren.
Im Grunde ist es unbegreiflich, wieso wir Menschen nicht in Frieden miteinander leben können.
Warum sind Menschen zu grenzenloser Brutalität fähig?
Warum sind Menschen zu selbstloser Liebe fähig?
Warum bin ich ein Angsthase und eine andere ist mutig wie ein Löwe?
Warum verzweifeln wir nicht, an dem was in der Welt geschieht?
Denn es ist zum Verzweifen und doch kann ich die Augen nicht schliessen, weil es mich auf mich zurückwirft und sich mir die Frage stellt, wie steht es mit mir und meiner Mitmenschlichkeit.


All diese Gedanken sind mir durch den Kopf, beim Filzen meiner ersten Osterhasen.
Und im Grunde schockiert mich dieses Nebeneinander von so Belanglosem wie das Filzen von Hasen im Angesicht des Zustand dieser Welt.
Ja, wir leben in einer verrückten Welt.

Freitag, 9. Januar 2015

Die ersten Puppen im Filzjahr 2015


Aus dem alten Jahr habe ich einen Auftrag für ein Schneeflockenkind und zwei Schlüsselkinder bewusst ins neue Jahr hinüber genommen. Denn es ist ein schönes Gefühl, das neue Arbeitsjahr mit etwas zu beginnen, von dem ich weiss, dass es zu einem Menschen kommt, der meine Figuren gerne mag.



Mittwoch, 7. Januar 2015

Mein Lieblingskleid 2014


Das Kleid 2014, das ich am liebsten bewohne ist dieses hier. Heute habe ich es kompiniert mit meiner romantischen Strickjacke aus dem Jahr 2011 und der Elfunny.
Viele Lieblingskleider kann man heute auf dem MMM-Blog bewundern.

Montag, 5. Januar 2015

Allerleirauh als Himbeere


Es ist ja schon so, dass auch ich einen  Stoffberg mein eigen nennen kann. Er ist zum Glück nicht so hoch, wie das Matterhorn, aber es ist genug Material vorhanden für einige neue Kleider und so langsam  bekomme ich auch wieder Lust zum Nähen.
Also habe ich mir aus einem Stoffresten von diesem Kleid ein Bolero genäht. Der Schnitt ist einfach zu nähen und ratzfatz fertig. Genau so mag ich das.

Tablethülle

Da ich ein Handy ohne Internet habe, kann ich, wenn ich mal ein paar Tage verreist bin, meine Mails nicht abrufen,
darum habe ich mir zu Weihnachten ein Tablet geschenkt. Das Teil braucht natürlich eine schützende Hülle.
Ich wollte eine filzen, da ist mir aber eingefallen, dass da noch dieses Teil in einer Kiste herumlag.


Ich habe nun einfach mit der Nähmaschine Fächer genäht, eines für das Tablet, eines für den Stecker zum Aufladen
und eines für das Kabel.

Sonntag, 4. Januar 2015

Wie der Esel zu seinen vielen Frauen kam


"Wer bist denn du?" fragte das kleine Engelchen die grau Gestalt, die plötzlich, wie aus dem Nichts vor ihr stand.
"Ich bin ein Neujahresel,"gab das Tier zur Antwort.
"Ich kenne Esel, aber von einem Neujahrsesel habe ich noch nie ewas gehört," sprach das Engelchen verwundert.
"Jahr um Jahr nehme ich mir an Silvester vor nicht immer zu allem IA und Amen zu sagen. Aber etwas anderes als IA kommt mir einfach nicht über die Lippen."
"Ach, das ist doch nicht schlimm. Neujahrsvorsätze, die kurze Zeit später schon wieder vergessen sind, das ist doch normal."
"Aber ich habe doch schon 82 Frauen und 212 Kinder," antwortete der Esel ganz verzweifelt.
"Was hat das denn mit deinem Vorsatz zu tun?" fragte das Engelchen leicht verwirrt.
"Zu allen Frauen, die mich gefragt haben, ob ich sie heiraten möchten, habe ich IA gesagt. Dabei wollte ich doch Junggeselle bleiben," seufzte der Esel.
"Da kannst du froh sein, dass ich dich nicht heiraten will, sonst hättest du jetzt 82 Eselinnen und einen Engel bei dir im Stall," lachte das Engelchen.
"Das hätte mir gerade noch gefehlt", sprach der Esel mürrisch und ging davon, um Futter für seine grosse Familie zu suchen.
Das Engelchen verzog leicht beleidigt sein Mündchen und dachte, selber Schuld, wenn der Esel nicht Nein sagen kann. Es schüttelt kurz sein Köpfchen und flog davon.

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Samstag, 3. Januar 2015

Die Agendahülle 2015


Zu meinen ganz persönlichen Neujahrsritualen gehört das Nähen einer Hülle für meine neue Agenda.
Wie immer ist es eine Kombination aus Stoff und Filz.
Dieses Jahr habe ich mir für einen fröhlichgelben Pilz entschieden und einen Blumenstoff schaue ich immer gerne an.
So mag ich meinen Begleiter durch das Jahr gerne in die Hand nehmen.
Das Eintragen der ersten Termine hat bereits ein kribbeliges Vorfreudegefühl bei mir ausgelöst.

Freitag, 2. Januar 2015

Auszeit in der Ruhe

Meine letzten drei Post habe ich im Voraus geschrieben, denn ich habe mit Mann und Hund die letzten Tage im Wallis verbracht.
Unser Hund mag die Knallerei überhaupt nicht und so suchen wir, ihm zu Liebe, an Silvester die Stille.
Dieses Jahr ist uns das gut gelungen, wir konnten in Ruhe ins Neue Jahr hinüber wechseln.


Schnee, Sonne und einen wunderschöner Weitblick durften wir am Neujahrstag geniessen.


Aus einem Osho Tarotkartenset, das ich in der Hotelbibliothek fand, habe ich mir dann noch spasseshalber eine Karte für das neue Jahr gezogen, eine tanzenden Clownin. Da war ich dann doch etwas verblüfft, wie gut das zu mir passt.



Nun freue ich mich, dass nach all den Feiertagen, wieder langsam der Alltag einkehrt.




Donnerstag, 1. Januar 2015

Neujahrswünsche

Nun liegt es vor uns, das Jahr 2015, zwölf Monate, jeder Tag eine kleine Wundertüte.
Wir machen uns Gedanken, wie es wohl werden wird. Manche sind vorfreudig und machen vielleicht etwas bange.
Manche Menschen stürzen sich gleich hinein ins volle Leben dieses neuen Jahres und manchen schauen noch etwas zaghaft zu und warten erstmal ab, was da alles auf sie zukommen mag.


Wie auch immer, ich wünsche allen, dass sie ihre Flügel weit aufspannen und in ein fröhliches, buntes, glückliches 2015 fliegene mögen.