Ein poetisches Bilderbuch zum Träumen, Lächeln, Nachdenken und Freuen


Montag, 30. Juli 2012

Love bug

Wissenschaftlern ist es gelungen, die These von Amors Pfeil, der für alle Liebesverwirrungen zuständig sein soll, entgültig ins Reich der Märchen zu schicken.
Denn sie können nun stolz, den gemeinen Liebeskäfer, der sich zum ersten Mal in eine aufwendig hergestellte, wissenschaftliche Liebesfalle locken liess, der interessierten Öffentlichkeit präsentieren.
Klein und harmlos sieht er aus, doch das täuscht, denn er gehört zu den gefährlichsten Käfern weltweit. Rund um den Erdball bringt der Liebeskäfer Menschen dazu völlig kopf-und planlose Dinge zu tun.
Kurzes Liebesglück, langes Liebesleid sind oftmals die Symptome, die nach einem Liebeskäferbefall auftreten können. Die Wissenschaft arbeitet nun fieberhaft an einem Lovebugantiserum.


Es muss allerdings auch gesagt werden, dass ohne dieses kleine Insekt, das Leben doch sehr langweilig und lang nicht so schön wäre.
Darum haben die Wissenschaftler Alarm geschlagen, weil es nur noch wenige Exemplare dieser Sorte geben soll und ihn auf die Liste der bedrohten Tierarten gesetzt.
Sollte der kleine Liebesbote gerade bei ihnen zu Gast sein, sollte sie sich glücklich schätzen und ihn mit offem Herzen willkommen heissen.
Der Liebeskäfer bringt nur die Liebe, was sie daraus machen liegt ganz in ihrer eigenen Verantwortung.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Resümee Strassentheater


Die letzten zwei Tage war ich alleine zu Hause, ohne Familie und ohne Hund. "Uhi, da falle ich, nach so viel Trubel, sicher in ein Loch", hatte ich gedacht. Aber das Einzige, in was ich gefallen bin, ist in eine bleierne Müdigkeit. Völlig überraschend war das, weil ich die zehn Tag gar nicht mal als besonders anstrengend empfunden habe.
Ich möchte nun in dieser Post meine Erfahrungen mit dem Strassentheater aufschreiben.


Die Strasse ist kein einfacher Ort um Theater zu spielen. Die Begrenzung eines Raumes fällt weg, man kann keine Stimmungen mit Hilfe von Licht erzeugen, das Publikum geht weg, wenn die Darbietung nicht gefällt, Alltagslärm kann störend sein, das Wetter ist unberechenbar.
Das sind alles Dinge, die ich beim Puppentheaterspiel nicht kenne. Ich bin eine Spielerin, die aus der Ruhe heraus spielt. Nun wurden wir angehalten, unsere Szenen mit hohem Tempo zu spielen. Auf der einen Seite hat mir das Spass gemacht, weil dadurch viel Energie frei gesetzt wurde. Auf der anderen Seite konnte ich manchmal, wo ich mir für mich mehr Ruhe gewünscht hätte, mein Spiel nicht wirklich geniessen. Weil für mich das Timing einfach nicht gestimmt hat.
Es viel mir eher schwer, das Publikum zu spüren, weil es so weit weg. Auf der anderen Seite, fand ich den Blickkontakt zum Publikum schön. Das ist etwas was nicht darf, wenn ich eine Puppe in der Hand habe, weil ich sonst den Fokus von der Puppe auf mich lenken würde.
Fazit ist, das Theater spielen auf der Strasse kann Spass machen, ich brächte aber noch viel mehr Erfahrungswert, um mehr Selbstbewusstsein zu bekommen und für mich mein eigenes Spiel entwickeln zu können.
Sehr schön fand ich die kleinen Kontakte, die vor und nach dem Spiel mit den den Menschen auf der Strasse entstanden sind. Diese kleinen, eher feinen Interaktionen, die mit der roten Nase im Gesicht sehr einfach und erlaubt sind. Sie sind ein Moment der reinen Freude, ein Augenblick von Herzlichkeit und Mitgefühl.
Dass die rote Nase, die Mauern, die wir Menschen oftmals zwischen uns aufbauen, aufbrechen kann, das ist eine wichtige Erfahrung, die ich aus diesem Strassentheaterprojekt mitnehmen werde.

Sonntag, 22. Juli 2012

Zurück aus dem Land der roten Nasen


10 Tage intensives Zusammensein mit 20 Menschen, liegen hinter mir. Tage, in denen man nur im Schlaf alleine ist. Tage, abgeschieden von der Welt ohne Zeitungen und Internet.
Wie kommt man zurück aus dem leicht verrückten Land der roten Nasen in die reale Welt?
Ich kommt zurück mit Freude im Herzen und auch mit einer Portion Wehmut. Es gab viele schönen Momente - besonders schön war die Herzlichkeit, die ich innerhalb der Gruppe immer wieder erleben durfte. Aber auch das Erarbeiten einer kleinen Szene und diese dann vor Publikum zu spielen oder im Clownskostüm durch die Strassen von Cannobio zu gehen und lächelnden Menschen zu begegnen, gehören zu meinen Highlights.
Wundeschön war auch die Mittagspause, die ich an diesem zauberhaften Ort verbracht habe, verbunden mit einem erfrischenden Bad im kalten Wasser.


Natürlich waren diese Tage nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Tränen, Krisen, Auseinandersetzungen, unschöne gruppendynamische Prozess gehörten auch dazu und werden uns ein Stück weit sicher auch weiterhin begleiten.
Die Aufführungen waren sehr unterschiedlich, die Premiere war etwas lahm. In Cannobio mussten wir, weil Regen kam, ohnen Bühnebild und improviesierter spielen, was den meisten von uns grossen Spass gemacht hat. In Luzern waren es nicht so viele Zuschauer und in Allensbach schien die Sonne, wir hatten sehr viel Publikum, liefen zur Hochform auf und bekamen Komplimente für unsere Vorstellung.


Meine Reise in das Land der roten Nasen geht erst in zwei Monaten weiter. Ich werde einige meiner Mitclowns, das Lachen mit ihnen und die Herzlichkeit sicher vermissen.


Unser Leben gleicht doch oft einem gestrandeten Schiff. Mit etwas mehr Wärme, Freude, Leichtigkeit und Offenheit würden wir viel leichter durch die Wellen des Lebens segeln. Warum getraut man sich oft nicht, auch im Alltag etwas mehr diese Clownsenergie zu leben?
Diese Frage nehme ich nun, nach diesen 10 Tagen, mit in meinen Alltag.

Mittwoch, 11. Juli 2012

Hoch hinaus und tief hinab


Morgen ist es soweit, der Zug wird mich nach Italien bringen. Ich fahre mit gemischten Gefühlen. Natürlich bin ich gespannt, was mich erwarten wird. Ich habe aber auch Respekt vor allfälligen gruppendynamischen Turbulenzen und den Schwierigkeiten, die beim Entwickeln eines Stückes entstehen können. So überwiegt im Moment bei mir ein mulmige Gefühl und nur ab und zu lächelt mich die Vorfreude, die eine rote Nase trägt, ganz vorwitzig an. Ich hoffe natürlich, dass wir viel Spass miteinander haben werden. Vermutlich werden aber auch immer mal wieder ein paar Tränen fliessen.



Hoch und Tiefs werden sich abwechseln, aber so ist das Leben und so ist ja auch das Motto unseres Strassentheaters.

In meinem Blog gibt es nun eine zeitlang nichts Neues zu sehen.
Wer uns live sehen will, kann das hier tun:
19. Juli 2012   21.00 Uhr – Garten Villa Morissolina in Trarego (I) (Premiere)
20. Juli 2012   21.00 Uhr – Seepromenade Cannobio (I)
21. Juli 2012   17.30 Uhr – Sempacherplatz/Vogelpark in Luzern (CH)
22. Juli 2012   11.00 Uhr – Seebühne Allenbach (D

Ich wünsche euch allen eine gute Zeit mit vielen Hochgefühlen.

Dienstag, 10. Juli 2012

Mit dem Retrorucksack ins Grüne

Ich ziehe Rucksäcke auf Grund der besseren Lastenverteilung den Umhängetaschen vor. Darum wollte ich mir schon lange einen Stoffrucksack nähen. Als ich vor kurzem diese Anleitung gefunden haben, stand meinem Vorhaben nichts mehr im Wege.



Ich habe alllerdings die Kordeln durch einen Gummiband ersetzt, weil ich das Kordelgesziehe verbunden mit den langen Bändern nicht so mag. Ich habe auch den Aussenstoff, das Futter, die Klappe und die Träger in einem Arbeitsgang miteinander verstürzt und oben am Rand eine Öffnung zum Wenden gelassen.


Die Träger habe ich bei einem alten, kaputten Rucksack weggeschnitten und mit dem Oberstoff verschönert.


Samstag, 7. Juli 2012

Au clair de la lune

Für unserer Clownsszene braucht wir eine Mond. Nun ist zu hoffen, dass unsere ZuschauerInnen bei unserem Auftritt nicht einschlafen werden, wie bei diesem Kinderlied. Wobei beim Strassentheater besteht ja eher die Gefahr, dass das Publikum davon läuft.


Hier sieht man, wie gross meine Schablone für den Mond gewesen ist. Durch das Walken schrumpft die Wolle etwa um ein Drittel.





Freitag, 6. Juli 2012

Eine Frage an BerlinerInnen

Meine Tochter wird zusammen mit ihrer Freundin eine Woche in Berlin verbringen. Sie möchten mit dem Zug für einen Tag an die Ostsee fahren. Vielleicht hat ja jemand eine Tipp, wo sie da am Besten hinfahren sollen.

Koffermarkt Luzern

Ich habe vorgestern vom Koffermarkt in Luzern, der am 17. November stattfindet, erfahren und mich gestern gleich angemeldet.


Wer auch Interesse hat, dort teilzunehmen, sollte sich schnell anmelden, denn es hat nur noch wenige freie Plätze.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Vor einer Vorstellung

Heute morgen durfte ich am Bezirkstreffen der  Bibliothekarinnen des Knonauer Amts zwei meiner Geschichten für Erwachsene spielen.
Ganz so entspannt, wie mein Puppe, bin ich vor einem Auftritt natürlich nicht. Aber ganz starkes Lampenfieber kenne ich zum Glück auch nicht. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass man als Figurenspielerin vor einem Auftritt viel zu tun hat. Equipment schleppen, Bühne aufbauen, Scheinwerfer einrichten, ein paar Körperübungen, Einsingen und dann ruhig werden. All das gehört zum Ritual vor einer Vorstellung.


Ich spiel sehr gerne für Erwachsene, weil es leider immer noch viel zu unbekannt ist, dass das Figurentheater nicht nur Kindern vorbehalten ist.
Am Schluss der Vorstellung ist es natürlich besonders schön, wenn man vom Publikum, so wie heute, viele lobenden Worte zu hören bekommt.
Dann packt man ganz beschwingt das ganz Equipment wieder zusammen und fährt sehr zufrieden wieder nach Hause.

Froschkönigtaschentuchtäschen

Wenn der Prinz, den man küsst, halt doch wieder nur ein Frosch ist...


Dienstag, 3. Juli 2012

Traurige Mäuse

Wenn ein Mail von Sara bei mir ankommt, öffne ich es immer sehr gespannt, denn ihre Aufträge bringen mich oft auf neue Ideen.


Nun wollte sie als kleines Abschiedsgeschenk für die Kindergärtnerinnen ihres Sohnes Taschentücheretuis in Mäuseform haben. Ich finde das eine schöne Idee, denn Abschied und Nastücher, dass passt doch gut zusammen.

Montag, 2. Juli 2012

Kostüme und eine zündende Idee


Das Clownwochenende war geprägt durch die Vorbereitungen für unser zehntägiges Strassentheaterprojekt in Italien. 
So haben alle Clownsgruppen ihre Kostüme vorgeführt. Ich war sehr erleichter, dass meine Kleider gepasst haben. Für die Hosen habe ich jetzt noch passenden Oberteile genäht. 


Die Idee für unsere Szene, die allen am Besten gefallen hat, kam mir in den Sinn. Bei dem Begriff Leiter in Verbindung mit Poesie ist es zur Himmelsleiter nur ein kleiner Schritt. Dann kam mir der Gedanke, dass der Mond vom Himmel herunter gefallen ist. Wir haben nun mit unserer Leiter die Aufgabe, den Mond wieder an seinen Platz zu bringen. Wie das gehen wird, werden wir mit Hilfe von Improvisationen herausfinden.