Montag, 10. August 2009

Auswärts Essen macht uns selten glücklich


Reist man von Ort zu Ort ist man auf die heimische Gastronomie angewiesen.
Spätestens nach dem dritten Urlaubstag vergeht meiner Familie und mir aber der Appetit, denn frisch gekocht wird ja so gut wie gar nicht mehr und Fertiggerichte vertragen wir leider nicht.
Zufällig sah ich eine Sendung zum Thema, wie sich die Essgewohnheiten in den letzten 20 Jahren verändert haben. Junge Leute können kaum noch kochen, in vielen Familien wird nicht mehr regelmässig gekocht, jeder schmeisst sein Fertiggericht in die Mikrowelle, wenn ihm gerade danach ist.
Ich frage mich immer, wie die Mägen der Menschen, die sich so ernähren, das auf Dauer verkraften, mal ganz abgesehen davon, dass dieses Essen doch gar nicht schmeckt.
Ich konnte im übrigen als ich zu Hause auszog auch nicht kochen, es hat mich schlichweg nicht interessiert, aber jetzt koche ich meistens gerne und bin glücklich, dass ich es doch noch gelernt habe.

Vielleicht sollten wir das nächste Mal in Italien wandern, gell, Ellen.

Kommentare:

  1. Hallo Allerleirauh,
    ich kann dir nur voll und ganz zustimmen. Als Allergikerin spüre ich die mangelnde Kochkunst auswärts besonders und gehe deshalb so gut wie nie essen! Und, ganz ehrlich, auch ich habe das Kochen im täglichen Tun gelernt und bin einfach verwöhnt! Wenn ich zuHause keine Päckles-Soßen verwende, muss ich dafür doch auch nicht noch auswärts viel Geld bezahlen!
    Liebe Grüße
    ingrid

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  2. Da kann ich Dich aber gut verstehen...
    Darum schauen wir immer genau, wo wir hinfahren. An der Ostsee haben wir immer eine sehr schöne Ferienwohnung und können dort selber etwas kochen oder holen uns ganz frischen Fisch und in Italien liegen einem die frischen Zutaten in den schönen kleinen Läden ja quasi zu Füßen und dort war das Essen auswärts auch immer super.
    Hier im Ort haben wir ein wunderbares Restaurant, wo man dem Koch zusehen kann und er verwendet nur frische Zutaten und war z.B. lange auf der Suche nach Kartoffeln, die seinen Ansprüchen genügen...
    Da können wir das Essengehen auch genießen, aber dieser Fertigkram, ne danke!
    Schlimm nur, dass auch vielen Kindern meist nur noch das übersalzte Fertigzeugs schmeckt und der gute Geschmack dabei wohl verloren geht...

    Da haben wir lieber Spaß am Selberkochen!

    GLG
    Peggy

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  3. haha....ich konnte auch nicht kochen und habe mir alles selber beigebracht....und ich ess am liebsten zuhause.....ich glaub das geht vielen so...
    liebe grüsse ann

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  4. liebe allerleirauh,
    uns gehts genauso...spätestens am zweiten tag leiden alle unter bauch- und magenschmerzen...wir konnten das problem mit dem kauf und der nutzung des wohnmobiles zum glück lösen...
    eine schöne zeit wünscht martina, die ab donnerstag im piemont und in frankreich in der verdonschlucht am wandern ist...

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  5. Mir geht es ähnlich, am Anfang schätze ich es sehr, mal nicht Kochen zu müssen und nach ein paar Tagen sehne ich mich nach einfachen, aus guten Rohmaterialien hergestellten, selbst zubereiteten Mahlzeiten.
    Was meine Jungen betrifft, muss ich sagen, ist sehr unterschiedlich. Die Älteste kocht leidenschaftlich gerne und kreativ, die Jüngste, seit sie mit ihrem Freund zusammenlebt interessiert sich für Kochbücher, neuerdings. Der Älteste bekocht seine Familie und der Jüngste hatte unheimlich Freude am Kochunterricht in der Schule.
    Doch wenn ich manchmal sehe was in den Grossverteilern an Fertigfood in die Körbe wandert, bekomm ich das Grausen. Aber eben, Kochen braucht Zeit.

    Schön, dass du wieder da bist,
    liebe Grüsse
    Cécile

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  6. Zustimmung auch bei mir - an sich gehe ich gerne essen, aber nur in recht ausgewählten Läden (die aber durchaus nicht teuer sein müssen!), die Selbstgemachtes anbieten. Ich ärgere mich sehr über das rausgeschmissene Geld, wenn ich etwas vorgesetzt bekomme, das ich mir zu Hause selbst besser gekocht hätte.
    Mir scheint, dass viele Leute, die mit Fertigzeug aufgewachsen sind, sich so an den Geschmack gewöhnt haben, dass sie anderes eigentlich gar nicht mehr mögen. Fertiggerichte bedienen ja vor allem die Geschmacksrichtung "süß" (und irgendwie kommen sie mir immer total versalzen vor, wenn ich mal sowas probiere).
    Ich fahre daher am liebsten in eine Ferienwohnung, wenn es ein längerer Urlaub ist, bei Stadt-Kurzurlauben muss man sich halt irgendwie durchschlagen (am schlimmsten war bisher Venedig. Und London, aber das ist schon sehr lange her). In der Schweiz habe ich bisher immer ganz gut gegessen - und ich könnte mir vorstellen, dass es gerade auf Rügen sehr schwer ist, etwas gutes zu finden, da viele Kurzurlauber und Tagestouristen, denen man irgendwas vorsetzen kann, weil sie so oder so kein zweites Mal kommen.

    viele grüße, Lucy

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  7. liebe allerleihrauh,

    obwohl schon so viele zustimmend geantwortet haben, muss ich das auch noch tun.
    ab und zu freue ich mich zwar auch darüber ins restaurant zu gehen und nicht tischen, kochen, abtischen, abspülen zu müssen, aber oft sind wir dann nicht nur auf eine nicht angenehme weise satt, sondern auch ein bisschen enttäuscht.
    deshalb kochen wir am liebsten selbst, zum beispiel auch bei familienfesten finde ich es mittlerweile entspannter zuhause als in der gastwirtschaft.
    wir wechseln uns einfach ab und am wochenende kocht oft mein mann und die kinder übernehmen den tischdienst, oder der grosse sohn kocht auch schon mal für uns alle.
    ich freue mich, dass ich meinen kindern vermitteln kann, was es heisst aus frischen, zum teil sogar selbstgezogenen zutaten ein leckeres, saisonales essen zu kochen. sogar die 4jährige isst da gerne auch mal bohneneintopf!
    mir macht es nur manchmal angst, welchen raum mittlerweile die convenience-produkte bei den grossverteilern im regal an platz beanspruchen ... und sorge mich, ob ich bald einfache zutaten im spezialitätenhandel kaufen muss...

    grüsse aus dem garten von stefanie

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  8. Stefanie, kennst du dies: http://www.stadtkellerbremgarten.ch/
    Wenn wir hier mal essen gehen dann da, wäre ja auch nicht so weit von euch weg.
    Liebe Grüsse, Allerleirauh

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  9. Wenn man sich all die frischen Zutaten selbst aussucht, die eigenen Kräuter verwendet und dazu noch ein Gläschen Rotwein...herrlich! Da weiß ich auch was auf den Tisch kommt. Kein Ersatzschinken, keine fixfertigen Saucen usw.. Ach und man kann sich sooo viele schöne Kochbücher kaufen! :-) Ich hatte bis zum 24.Lebensjahr kein Interesse am Kochen - Mama hat ja immer gekocht! Heute steht die ganze Familie am Woende i.d. Küche und jeder leistet seinen Beitrag, das ist total nett!
    lg
    sabine

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  10. ja stimmt, viele können gar nicht mehr kochen....dabei ist selber kochen viel leckerer. mit kräutern und frischen zutaten.
    ich konnte auch nicht kochen als ich auszog, aber ganz schnell musste ich es lernen, zu damaligen zeiten gabs noch nicht sooo viele fertiggerichte und wenn, dann schmeckten sie nicht.

    heute gehen wir selten essen und wenn, dann meistens nur um die ecke zum schnitzel essen.*lach*

    liebe grüße von emma

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