Samstag, 15. August 2009

Uniform


Sehr spannend und bereichernd finde ich es, wenn auf eine Post von mir in den Kommentaren eigenes Erleben, andere Blickwinkel beschrieben werden.
Ich danke dafür.
Uta hat davon geschrieben, das sie die heute Jugend wie uniformiert erlebt. Für mich sind es aber auch viele Erwachsenen, Jeans und T-Shirts dominieren das Strassenbild.
In eine Café in Berlin habe ich in der taz geblättert und bin auf einen Artikel über folgenden Blog gestossen.
Der Blogschreiberin ist aufgefallen, dass in der Berufswelt eine Art Pflicht besteht, jeden Tag etwas anders anzuziehen. Sie selber ist als Kind in eine Schule mit Uniformpflicht gegangen und hat sich daran erinnert, dass es den SchülerInnen doch immer gelungen ist, durch kleine Veränderungen sowas wie einen eigenen Stil ausdrücken zu können. Nun hat sie das Projekt gestartet eine Jahr lang jeden Tag das gleiche Kleid anzuziehen und es mit Hilfe von Accssoires doch immer wieder anders aussehen zu lassen.
Ich finde es lustig und inspirierend ihr bei diesem spielerischen Umgang mit Kleidung zuzusehen.
Es regt auch an zum Nachdenken über unseren Wunsch nach Inditivitualität und unserem gleichzeitigen Bemühen in der Masse auf oder unter zu gehen.

Kommentare:

  1. Na ich finde die Idee gar nicht so schlecht, was man da spart. Immer nur das gleiche anzuziehen. Nicht immer jeden Trend hinterher zu hechten, immer was Neues, immer Dabei sein. Sowas kann einem auch helfen zur Ruhe zu kommen, gerade in unser Must-Have dominierenden Welt.
    Ich persönlich kann mir das nicht vorstellen, immer das gleiche. Ich habe meinen inneren Frieden, gerade im Modebereich noch nicht gefunden.
    Elfische Grüsse

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  2. Deine interessanten Posts kommen so schnell,dass ich, wenn ich mich entschließe zu schreiben ,oft bereits ein neuer vorhanden ist.
    Demokratischer ist die Mode auf alle Fälle geworden, aber einen Art Uniform natürlich auch immer, allerdings sehr geprägt von der Nationlität.Bei den Deutschen steht leider oft das Praktische immer sehr im vordergrund, deshalb sicher auch die Masse an Jeans und T-Shirt, fährt man nur 20 km nach Frankreich kann man sehen, dass Frauen von 17 bis 70 es verstehen sich mit viel Charme und Stil zu kleiden. Die Franzosen nehmen sich mehr Zeit dafür und genießen es auch, hier muß alles immer zackig gehen, in der Arbeitswelt und oft auch anderswo. Es hat ja auch etwas mit genießen zu tun und Lebenskultur.
    Vielen dank für den link. das warauch ein guter Übergang zum Grau des anderen Posts. So Grau habe ich den Osten damals nicht gesehen. Wenn man mittendrin ist, sind die Nuancen , die man sieht, weil nicht alles schrill bunt ist, einfach viel größer und es waren, die wichtigen selbtgemachten Kleinigkeiten, die uns individuell gemacht habem, die einem Auswärtigen bestimmt nicht aufgefallen sind. Zu einem Klassentreffen konnte ich vor einer weile 8 mm-Filme sehen und war ernsthaft erschrocken über das Grau.So ändert sich das Sehen.
    Zurück zur Uniform: Gewisse Einheitslooks sind aber wichtig für das Indivituum, kann man doch darüber Signale senden der Zugehörigkeit, eine Bildsprache des Verstehens.Das funktioniert in jeder Generation und in verschiedenen Schichten.Bewußt und unbewußt.
    Da kann man noch Seiten schreiben, das ist einfach ziemlich komplex.

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  3. Sehr interessant. Als Mutter einer Teenie-Tochter kann ich das Experiment, ein Jahr lang nur das gleiche zu tragen, nur befürworten. Gerade wenn ich Sätze höre wie: "Das kann ich nicht anziehen. Das hatte ich letzte Party erst an." Jeden Monat müssen zumindestens neue Oberteile her, ansonsten ist man out.
    Ich selber stamme einer Generation ab, in der in den Jeansläden zwischen zwei bis drei Sorten Jeans ausgewählt werden konnte. Insofern liefen wir auch in Uniformen herum.
    Ich finde es wichtig, dass die Jugend die Gelegenheit dazu bekommt, andererseits sollte sie ebenfalls die Gelegenheit bekommen, zu erkennen, dass Kleidung nicht alles ist.
    Viele liebe Grüße von Inken

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  4. Dankeschön, das hört sich ja interessant an. Gehe gleich mal gucken!

    PS.: Und schreib ruhig noch viel über Berlin. (E.T. will nach Hause...und hat sich vorgenommen: nächsten Sommer, wenn auch die "Textile-Art-Berlin 2010" stattfindet. Unbedingt.)

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  5. find ich mal ne'klasse idee. ich merk, dass ich auf die arbeit immer jeans + t-shirt anzieh. alles andere ist "privat" ;o)
    lg, mi

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  6. ehrlich, mit DEN beinen würde ich auch jeden tag dasselbe kleid anziehen ;o)

    und im ernst: ich finde diese überlegung und deinen post sehr interessant und werde mal darüber nachdenken. ein stückweit habe ich - vor allem im berufsleben - früher auch immer dasselbe angezogen, was an verschiedenen persönlichen kriterien lag; und dann eben meine entdeckte vorliebe für bunten schmuck/ohrringe ausgelebt. ein stückweit ist das immernoch so, denn ich bin ne ganz faule, habe meine lieblingsklamotten oft in mehrfacher ausführung und bin dementsprechend langweilig angezogen ;o) uniformität ist allerdings doch noch was anderes - oder ist es damit meine eigene uniformität?

    spannend, danke für den gedankenanstoss!

    herzlichst, Cecie

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  7. Also, Corinna, wenn du nach Berlin zu dieser Textil-Arte fährst, dann komme ich auch, das wäre doch eine super Gelegenheit sich mal persönlich kennen zu lernen.
    Cecie, ja diese Frau könnte wohl jeden Tag einen Lumpen anziehen und würde noch gut aussehen. (o:
    Liebe Grüsse, Allerleirauh

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  8. WENN ihr beide nach B fahrt, dann bitte vorher piepen - die gelegenheit kann ich mir nicht entgehen lassen ;o)

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  9. TOLLLL! Wir treffen uns in Berlin! Juhuuu!
    Link zum Event: http://www.textile-art-berlin.de
    Berlin, wir kommen!!! Gell Mädels?!
    Ich werde bestimmt rechtzeitig piepen. Sogar öfter schon davor, möchte nämlich auch einen Stand dort für meinen Filz und wede die Klappe bestimmt nicht still halten können vor Vorfreude.

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  10. Hallo,

    schon vor einiger Zeit habe ich mal iirgendwo im Internet gelesen, da hat jemand einfach mal zwei Wochen oder so einfach das Gleiche angezogen und niemandem ist das aufgefallen. Wenn ich an die anderen Kiga-Mütter denken - ich glaub ich würde es auch nicht merken.

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  11. ich finde die idee ganz witzig. natürlich braucht sie aber eine unmenge an accessoirs!!!

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