Dienstag, 24. Dezember 2013

Gedanken am Weihnachtsmorgen

Heute Morgen, draussen ist es dunkel. Es ist still, Mann und Sohn schlafen noch und ich lese Zeitung.
Ich lese von syrischen Flüchtlingen, die im Libanon bei eisiger Kälte in Zelten leben müssen.
Ich lese davon, dass in Moldawien die Hälfte aller Kinder ohne Eltern aufwachsen müssen, weil diese ins Ausland gehen, um dort Geld zu verdienen.
Ich lese von den Arbeitsbedingungen in chinesischen Fabriken.
Und ich lese die Sätze des chinesichen Dichters Yang Lian: "Die Globalisierung , der totale Kommerz hat uns alle benebel. Die Frage ist doch überall auf der ganzen Welt die gleiche: Was soll das Ganze? Was tun wir hier?"
Und ich habe mich gefragt, bei meiner morgentlichen Lektüre:"Warum kann ich das lesen, ohne zu verweifeln, ob all dem Leid auf dieser Welt?"
Ist das menschlich? Nein, im Grunde weiss ich, dass es unmenschlich ist.
Ich weiss, dass ich kein Engel bin, aber ich kann immer wieder aufs Neue versuchen menschlich zu sein. Ich denke, wir alle können das.


In diesem Sinne wünsche ich allen meinen LeserInnen friedvolle, besinnliche und beflügelnde Weihnachtstage.

Kommentare:

  1. Danke für deine Worte zu Weihnachten und den Blick über den Tellerrand. Du sprichst mir aus dem Herzen. Und, sei nicht enttäuscht wegen des Marktrückschlages. Deine gefilzten Sachen sind allesamt wunderschön und besonders. Untersteh dich, damit aufzuhören!;-) Gesegnete Weihnachten wünscht dir Verena

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  2. wunderschön, vielen dank für diese besonderen zeilen!
    sarah

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  3. es ist immer gut, wenn uns jemand erinnert an das, was wichtig ist... gesegnete weihnachten

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  4. Ich arbeite in der Pflege und hatte gestern Dienst. Und jedes Jahr, gerade in der Weihnachtszeit, sehe ich wie viele Menschen bei uns im Heim keinen Besuch bekommen. Ich habe gestern Mittag eine große Weihnachtstafel, bei uns im Flur, mit Stollen, Gebäck, Kaffee, Tee, Likör und Glühwein aufgebraut. Alles festlich dekoriert und im Lager stand ein großer Wagen voller Geschenkepäckchen. Die leuchtenden Augen als die ersten neugierigen Bewohner um die Ecke kamen und die Tafel sahen waren es wert zwei Stunden lang das alles aufzubauen. Auch wenn vier Stunden später schon wieder alles vorbei war.
    Frohe Weihnachten
    Sandra

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    1. Wenn man Dinge tut für Menschen, die vergessen werde, die niemanden haben und am Rande der Gesellschaft leben, handelt man wirklich menschlich. Es ist schön, dass es so Menschen wie dich gibt.


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  5. ja: immer wieder aufs neue versuchen, menschlich zu sein.

    frohe, lichte feiertage für dich und dein lieben!

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  6. Von Herzen vielen Dank für eure Kommentare!
    Liebe Grüsse
    Katharina

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  7. Auch für mich sind Deine Zeilen sehr besonders.
    Natürlich weiss ich auch, dass Du keine Engel bist .... aber irgendwie dann schon. Ein bisschen Engel bist Du für mich, diese Seite die ich durch Dein Blog kenne, diese, Deine Gedanken, all die wunderschönen Arbeiten.
    Allein, dass Du diese Weihnachtsgedanken hier aufgeschrieben hast macht nachdenklich. Es ist so wichtig nicht wegzuschauen. Irgendwie wäre es schön wenn jeder ein bisschen menschlicher ist. Immer und immewieder.
    liebe Weihnachtsgrüsse
    Elisabeth

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    1. Ich danke dir für deinen lieben Kommentar, aber ich bin mir sicher, dass du weit mehr ein Engel bist als ich.
      Liebe Grüsse
      Katharina

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  8. ich gebe mir mühe und ab und an treits ds lebä zu mir das ich ganz mühelos geben kann alles liebe dir verlass dich uf dini flügel.ich hab dich gern.umarm.

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    1. Du Liebe, ich habe dich auch gern. Ich umärmle zruck.

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