Donnerstag, 26. Februar 2009

Lockvögel

Demnächst werde ich im Familienzentrum im Nachbardorf einen Nähkurs für Wendetaschen anbieten. Um Kursteilnehmerinnen anzulocken, habe ich diese Taschen genäht, die ich dann in das Schaufenster des FaZe hängen werde.

Beide Taschen habe ich mit Abnähern genäht, wie ich es bei Anett gesehen habe. Dadurch entsteht eine schön bauchige Form, die mir sehr gut gefällt. Vielen Dank für diese Anregung.

Dies ist eine wirklich riesengrosse Umhängetasche.




Ich bin ein klassischer Rucksack-und Umhängetaschen-Typ, weil ich gerne die Hände frei habe.
Dieses Modell würde mich aber fast dazu verleiten einmal Handtäschen schwingend durch Zürich zu flanieren und dann gepflegt da ein Tässchen Tee trinken.
Wenn du magst Cécile, dann sag Bescheid, wenn du einmal wieder in Zürich bist, dann könnten wir das zu zweit machen und darüber sinnieren:
Ob das Leben wie eine Wendetasche ist?
Entscheidet man sich für eine Seite, schliesst man dadurch die andere aus?
Kommt eine Seite zu kurz?
Kann man sein Leben einfach umkrempeln, wenn man es nicht mehr so schön findet?


Kommentare:

  1. ...jaaaa...das wäre doch momentan meine lösung....das leben einfach umkrempeln- weils mal nicht so schön ist- geht leider nicht...oder sagen wir mal so: ich kann es nicht!...schaaaade!!!
    aber deine taschen sind sehr schön- und ich drücke dir die daumen - beim verkauf!!

    liebste grüße von dem leben auf rechts

    sabine

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  2. ....aaalso, anmelden zum Kurs würde ich mich sofort, wenn ich denn in Deiner Nähe wohnte....Deine Lockvögel locken mich schon arg ... :o)

    Zur Tee-Degustation wünsche ich Dir viel Freude...ich habe mir schon ein Tässchen ausgesucht...mhm und dann lockt mich zum Mitnehmen das "Kleine Spezial-Salz Paket".....ich liebe gutes Salz....und besitze dank meiner liebsten Experten-Freundin und KräuterSpezialistin einige besondere Mischungen.

    Dein Input zum "Leben-Umkrempeln" ist sehr interessant und der Gedanke daran wird mich heute begleiten...

    Danke Allerleirauh, es ist wie immer....schön bei Dir.

    Grüße an Dich von
    Ursula

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  3. ich mag. deine taschen. und noch mehr: deine philosophischen überlegungen dazu.

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  4. Wunderbar, deine Lockvögel - innen wie außen - oder einerseits und andererseits?!
    Ich glaub ja nicht, dass die Umwendung einen Ausschluss bedeutet. Wenn wir was umkrempeln, dann bleibt das, was vorher außen war, ja innen. Und irgendwie muss ich mich selbst überall hin mitnehmen, jede bereits durchlaufene Umkrempelung ist immer noch ein Teil meines Lebens, die mich und die "neue" Außenseite begleitet. Ich treffe die Wahl, welche Seite gerade angemessen ist, ich hab sie ja auch vorher ausgesucht :-).
    Es ist immer ein großer Genuss, auf deinem Blog zu landen! Danke dafür - egal mit welcher Seite.
    Herzliche Grüße
    Susanne

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  5. Wenn man mal das Taschenleben wendet...kommt denn dann eine Seite zu kurz? Schließt man denn eine Seite überhaupt aus?...Was heißt denn das Zukurzkommen und Ausgeschlossensein?
    Den Zustand nicht mehr aussen, vor aller Welt posieren und sich von der schönen Seite zeigen zu können...erwünschte Blicke und Lobe bekommen...die Welt um sich rum sehen können...den Regen und die Sonnenwärme auf der Haut spüren?
    Schaun wir mal rein: Was bleibt der inneren Seite der Tasche denn? Wärme, Dunkelheit, eine schöne Außenhaut die viel Unerwünschtes abschirmt (wie angenehme Voraussetzungen um zu sich selbst zu finden), direkten Kontakt zu den Sachen, die einem gerade so wichtig sind um sie mit sich rumzuschleppen.

    Ob man wenden kann? Ja. Und ja, dann kommt das Äußere nach innen...und dort bleibt es in irgeneiner Form. Für immer.

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  6. Ach ja, ich würde jetzt aktuell gerne mal krempeln... Aber Susanne hat recht, man nimmt sich selbst ja immer mit.

    viele Grüße, Lucy

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  7. Ja, die Idee gefällt mir auch! Nicht austauschen - nur umkrempeln! Was bei Taschen geht schaffen wir im wahren Leben schon lange, nicht wahr?
    GLG und danke für die Denkanstöße, die du immer wieder gibst!
    GLG

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  8. Umkrempeln?
    Tolle Idee ... ich bin der Typ - mach das Beste draus :-)) und reagiere auf das Heute und Jetzt und somit ganz geeignet für diesen Taschentyp *lol*. Ich hoffe, dass sich das Täschchen auch für das Flanieren durch Hamburg eignet und freue mich sooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo sehr,

    gggggglG
    Manu

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  9. es wäre schon schön krempeln zu können....man würde zwar alles bei sich tragen aber immer nur die schokoseite sehen...
    ein interessanter gedanke...
    liebe grüße
    stella

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  10. Ich finde es immmer sehr schön, wenn in den Kommentaren ein Gedankenaustauch entseht. Wenn nachgedacht wird, ein Faden weiter gesponnen wird, Danke dafür!
    Manuela, ich freue mich auch schon seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr!
    Liebe Grüsse an alle.

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  11. Oh, da bin ich ja angesprochen worden!
    Sehr gerne melde ich mich bei dir, wenn ich einen Ausflug nach Zürich plane. Ich würde mich riesig freuen, dich persönlich kennenzulernen.
    Meine Tasche "nur" eine Aussenseite und wartet auf Fütterung und Abschluss. Auch so was Bauchiges, Platz für viel Wolle?! Am liebsten käme ich auch zu dir in deinen Kurs, da mir das Nähen nicht so einfach geht. Ich stricke einfach tausend Mal lieber.
    Oder was würdest du zu einem neuen Tausch sagen, meine Liebe? Zum Beispiel Ishbel gegen Tasche beenden?
    So könnten wir beide unsere Taschen durch Zürich schwingen!
    Sei lieb gegrüsst
    Cécile

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  12. Cécile, das nenn ich ein Angebot!
    Sehr gerne!

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  13. Liebe Katharina,
    Die Taschen bleiben ein Schlager und wenn ich ehrlich bin, habe ich an Umkrempeln noch gar nicht gedacht,da bieten sich noch ganz andere Möglichkeiten mit eingenähten Botschaften , Schwarz- Weiß , Winter -Sommer, Froh - Traurig ... einfach endlos, deine Kursisten werden wohl noch mehr Ideen bekommen.
    Liefs Anett

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  14. Wunderschöne Taschen hast du da genäht. Die sind das reinste Lockmittel aber das ist ja auch ihr Zweck, gell!
    Das Leben umzukrempeln, das würden bestimmt die meisten von uns ab und zu aber dafür braucht man Mut. Daran scheitert es meistens! Schade, denn man schließt nicht die eine Seite aus, wenn man die andere nimmt. Man lebt nur die eine Seite aus (Außenseite) während man die andere Seite im inneren trägt (Innenseite). Und so wie man die Tasche nach dem derzeitigen Geschmack trägt, so kann man auch sein Leben nach seinem derzeitigen "Geschmack" prägen.
    Mut, alles eine Sache des Denkens und des Mutes.
    In dem Sinne (lach) sende ich euch allen mutig denkende Grüße
    Isabelle

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