Ein poetisches Bilderbuch zum Träumen, Lächeln, Nachdenken und Freuen


Mittwoch, 18. Januar 2012

Allerleirauh muss einen Vortrag halten


Am Wochenende fahre ich wieder die Clownsausbildung nach Konstanz. Ich musste dafür einen Vortrag über den indianischen Clown, Heyoka genannt, vorbereiten.Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich meinen letzten Vortrag gehalten habe, es ist ewig her, auf jeden Fall.
Im Rahmen der Recherchen zu diesem Thema führte mich mein Weg in die Zürcher Zentralbibliothek. Das ist ein wahrer Hort der Gelehrsamkeit und ich schlüpfte innerlich sogleich in die Rolle der strebsamen Studentin (was ich nie war, also Studentin schon, aber strebsam nicht). Schon lustig, wie die Umgebung, genauso wie die Kleidung, das Lebensgefühl beeinflussen kann.
Beim Lesen des Buches, wurde mir mal wieder bewusst, wie durch alle Kulturen hindurch, die Männer im gesellschaftlichen und poltischen Leben eine führende Rolle spielten und es im Grunde heute immer noch, von ein paar Ausnahmen abgesehen, tun. In den Buch über die Heyokas gibt es sage und schreibe nur einen kleinen Absatz über Frauen.
Das Buch zu lesen war eine Blick in eine fremde Welt, aber ich bin mir sicher, bei den Indianern hätte ich kein Clown sein wollen. Sie waren gezwungen als Aussenseiter zu leben und die Regeln, die sie einhalten mussten, waren so gefährlich, dass sie oftmals mit dem Leben dafür bezahlten. Für so etwas fehlt mir devinitiv der Mut.

Ich trage heute eine uralt Hose, einen uralt Rock und meinen neuen Kuschstrickpulli.

Was die anderen MMM-Näherinnen mutig zeigen, kann man hier bei Cat sehen.

Kommentare:

  1. ne ne lass uns mal lieber hier und jetzt leben :-) aber heute schaust ja sooooo ernst aus bitte wieder lächeln :-)
    Lg Elster

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  2. Liebe Katharina, auf deinem Blogg unterwegs zu sein, ist wie in einem spannenden Buch zu lesen, das voller Überraschungen steckt...
    Was doch alles Zauberhaftes in dir steckt...und du ausserhalb des Bloggs oft so zurück hälst...
    Grüsse dich herulich
    Veronika

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  3. wieder ein wunderschönes outfit. passt sehr gut zu dir! ich wünsche dir viel erfolg für deinen vortrag. lg, martina

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  4. du siehst sehr belesen aus... :))

    und über den tellerrand zu schauen macht definitiv spaß auch wenn es manchmal sehr fremde teller sind.

    viel erfolg im schönen konstanz.

    alles liebe
    stella

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  5. Ester, das Buch ist nicht lustig zu Lesen. (o:
    Veronika, Danke, aber so zurückhaltend finde ich mich gar nicht. Interessant...
    Martina, bin jetzt schon nervös.
    Herzliche Grüsse, Allerleirauh

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  6. Ich liebe Bibliotheken, irgenwie ein so offener und freier Ort;)Die Ruhe darin hat es mit besonders angetan;)
    Das Outfit finde ich sehr bequem und genau richtig für Lesestunden;)
    Viel Spass beim Vortrag!
    Herzlich, Rita

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  7. " ... jetzt schon nervoes "

    Du kennst das aber (doch) schon von Deinen Puppenspielen - Lampenfieber/Stage-jitters; gehoert einfach dazu.

    Na denn: Hals- und Beinbruch; viiiel Daumen Drueck zur 'guten Fortsetzung' der Clown-Ausbildung

    Sei liebevoll gedrueckt, gegruesst und sanftest per Klapps auf Deine '5 Buchstaben' losgeschickt,

    Gerlinde

    PS: ueber Tellerraender zu gucken ist immer gut; man weiss die 'eigene Suppe' mitunter wieder mehr zu schaetzen! ;-) :-D

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  8. Ja,wir als Frauen haben es heute und hier gut wie selten. Aber ein Clown adaptiert ja auch ernste Themen, wie wäre es damit. Mit so einem halb/halb Outfit, rechts Mann-Clown, links Frau-Clown vielleicht.... :)

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  9. Nachsatz zur 'Suppe':

    Aber 'Gemuese-Suppe' ist so ca. die verlaesslichste 'Suppe', da eigentlich meistens irgendwas dafuer vorhanden ist - auch wenn in variablen ' Farben und Mengen' ;-) :-D

    Dies nur, da ich gerade bei "Das koennte Sie auch noch interessieren" lachend ueber den Post vom 29.3.2009 'Der Feind in mir' gestolpert bin.

    Liebe Gruesse, rundum,
    Gerlinde

    PS: schon einmal von dem Maerchen 'Die Steinsuppe' gehoert?!

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  10. Das schaffst Du schon :-)

    Ich muss auch häufiger Vorträge vor größerem Publikum halten :-)
    Die Landwirtschaft ist ja ebenfalls sehr männlich geprägt.

    LG
    Mama Muh

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  11. @ Mama Muh

    "... Vorträge vor größerem Publikum halten :-) ... "

    In dieser 'Berufs-Sparte' ist es mitunter gleich schlimm, egal wieviel Beine das Publikum hat: mitunter seeehr schwierig!!! ;-) :-D :-D
    (1/2 Entschuldigung hierzu)


    ABER, so gesagt, habe ich unter den Zweibeinern 'dieser Gattung' (speziell den maennlichen) aber auch schon arg 'inter-galaktisch-moderne', aufgeschlossene Exemplare kennengelernt. Altersbandbreite: no Limits = Hut ab in Bewunderung!

    Liebe Gruesse,
    Gerlinde

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  12. Uebrigends hier noch eine Anekdote hierzu aus dem Australischem Englisch:

    In diesem Land wird haeufig auf seine Frau mit der Bezeichnung 'Missus' hingewiesen.
    Unnoetig zu erklaeren, dass Freundin E. und ich uns sehr temperamentvoll (wenn auch unabhaengig voneinander) oefter mal voll ins Fettnaepfchen setzen mit unserem 'slip of the tongue' (grob uebersetzt : verbaler Ausrutscher) von ca. : "na endlich einmal mit der Wahrheit herausgerueckt und selbige eingestanden 'Mis-use' der Frau!!! ;-) :D
    (wirklich dann oefter mal besser schnell die Nase in den Kragen stecken und kichernd verschwinden)

    Liebe Gruesse, rundum,
    Gerlinde

    (mit Dank an 'Rauhtierchen' fuer mein Blog-Belabern aushalten! )

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  13. Da drück ich dir aber die Daumen! Ich hab auch schon ewig keinen Vortrag mehr gehalten.
    Liebe Grüsse! lealu

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  14. Clown bei Indianern.
    Komische Vorstellung.
    Noch viel Freude und wenig Aufregung bei der Vorbereitung zum Vortrag und nur Mut, wer Puppenspielen kann, der kann bestimmt auch wunderbar Vorträge über Clowns halten.
    Grüße
    Elke

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  15. Ein ungwohntes bild heute von dir, mal nicht im garten...wie viel meter brauchst du denn? lg antje

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  16. Rita, ich mag Bibliotheken auch, dass ist fast wie im Schlaraffenland.
    Gerlinde, jetzt musste ich selber nachlesen, was ich da über den Feind in mir geschrieben habe und scheinbar habe ich den zurückhaltenden Schweizer schon recht verinnerlicht, wie meine Freundin Veronika meint.
    Ja, die Steinsuppe kenne ich.
    Antje, Meter???

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  17. Zum Maerchen 'Steinsuppe' am besten wohl noch die wohl beste Erklaerung wie folgt:

    Letzter Absatz "Herkunft" bei
    "www.Kinderkulturkarawane.de/gruppen_2011/arena/steinsuppe"

    Fuer mich bedeutet es einfach: aus einem geringer wertig erscheinendem Basis-Stueck mit etwas 'weiteren Zutaten' etwas noch Besseres/Spezielleres zu machen.
    In manchen Varianten scheint eine Henne/Fuchs Kombination im Maerchen eingebaut zu sein. Selbiges kann darauf abzielen, wie aus Feinden Freunde wurden/werden usw.

    Zum Lachen moechte ich noch folgenden 'vorm Bettgehen Satz' meines Mannes erzaehlen, der sich zur Diskussion zu dem Thema 'Feind in mir' ergab:
    " Feind in mir; neben mir - die GANZE Welt wimmelt davon, wenn ich es so sehen wollte!"
    (Zur Erklaerung fuer uneingeweihte Leser: er ist Oesterreicher, ich bin Deutsche, wir leben in Australien!)

    Aber, macht Euch keine zuuu grossen Sorgen, jedes Gastland faerbt/praegt auch seine Zuzuege ueber kurz oder lang. Es gilt aber immer: der Neuling ist - bis zum 'Einblenden' - Gast, was da auch eine gewisse Portion Benimm erfordert, denn auch im Kleinen hat es niemand gerne, wenn der z.B. Besuch vom Wochenende einem dann im eigenen Hause vorschreibt, was, wie, wo anders zu machen sei oder einem gar enteignet.
    Australien hat da aufgrund seines Voelkergemisches - mittlerweile und auch nach gehoerigen frueheren 'Reibereien') - den frechen Satz von " ... kannst ja gerne wieder in deine Original-Heimat zuerueck gehen, wenn's dir hier nicht passt!" Anwendung: jeder gegen jeden - bei Bedarf d.h., 'Erinnerungs-Notwendigkeit' !

    Liebe Gruesse, rundum,
    Gerlinde ( einer der unzaehligen 'Fremden' dieser Welt)

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