Dienstag, 11. Januar 2011

Blogfieber


Folgende Überlegung stand als Kommentar unter meiner letzen Post:
Ist es nicht auch eine "Krankheit" unserer Zeit, sich in blogs "darzustellen". Natürlich weisen alle, die im Netz unterwegs sind, weit von sich, dass sie dadurch andere Lebensbereiche vernachlässigen, die mehr mit der "wirklichen Welt" zu tun haben.Und hat nicht ein blog, der andere ermutigt etwas zu tun, statt vor dem Rechner zu sitzen (ich kenne den blog übrigens nicht)auch eine gewisse Daseinberechtigung und sogar positive Ansätze?

Diese Worte hat mich nicht verletzt, sondern sind willkommen Gelegenheit mir Gedanken zu dieser These zu machen:
Bloggen als Krankeit der Selbstdarstellung,  ein virtueller Narzissmusbazillus. 

Es ist nicht von der Hand zu weissen, das da ein Funken Wahrheit dahinter steckt. Aber ist das denn so verwerflich. Man schafft ein Bild von sich, wie man ist oder wie man gerne sein möchte, man visuallisiert sich im Netz. Gerade im Mentaltraining ist das einen anerkannte Methode auf dem Weg zum Erfolg. 
In einem Blog will ich nicht alles von mir zeigen, also wähle ich aus und zeige mich von der Schokoladenseite, weil ich Schokolade liebe.(o;
Bloggen ist für mich sehr kreativ, es ist sogar so, dass ich viel produktiver bin seit ich blogge, weil der Anreiz, die eigene Arbeit einer Öffentlichkeit zu präsentierern ein grosser Ansporn für mich ist.
So wirkt sich Bloggen durch aus sehr positiv auf mein reales Leben aus. 
Viele Blogs sind im Laufe der Zeit zu Verkaufsblogs mutiert, die E-books, Stickdatien, handwerkliche Produkte oder was auch immer, an die Frau bringen wollen. Auch da kann man nicht von Zeitverschwendung sprechen, sondern sie sind ganz im Sinne unserer Marktwirtschaft, eine kleines Geschäft geworden.
Die meisten, die einen Blog führen macht sich Gedanken und sich Gedanken machen ist wichtiger Teil unseres Lebens. BloggerInnen schreiben diese Gedanken halt einfach aufs virtuelle Papier, nicht mehr und nicht weniger. Und Menschen, die das lesen wollen haben dafür auch ihre Gründe, genauso wie sie zu einem Buch greifen.
Man kann sich im Netz stundenlang aufhalten, das ist wohl wahr, es hat auch einen Suchtfaktor, der nicht zu unterschätzen ist. 
Solange ich Spass am Bloggen habe, solange werde ich weiterbloggen. Sollte ich einmal keinen Spass mehr haben und trotzdem weiterbloggen, dann werde ich mir Gedanken machen, ob ich nicht in die Suchtberatung gehen sollte.




 

Kommentare:

  1. Sehr schöne Gedankenansätze. Ich muss ehrlich sagen bloggen hat für mich -persönlich-nichts mit Sucht zu tun. Bloggen ist zwar Zeitintensiv, fodert aber viel von einem. Ich persönlich habe eher ein problem damit, wenn Menschen das bloggen nutzen um sich falsch darzustellen, sich ein Leben erschaffen was mit der Realität nichts mehr zu tun hat, das ist für mich eine Flucht vor sich selber und ein stückweit "krank"
    Wer es aber nutzt andere an seinem Leben teilhaben zu lassen, was zu verkaufen oder nur um sich selber aus dem Tief zu holen, kann vom Bloggen nur profitieren und so sollte man es betrachten dann bleibt es auch gesund *zwinker*
    Ich wollte nie bloggen, mich nie selbst darstellen und habe es irgendwie doch getan.. Und ja es für mich Bereichung.. Die Gedanken anderes, die Teilnahme anderer, die Inspiration und der Arschtritt endlich was zu tun, hat mich in den letzten zwei Jahren sehr verändert.
    Ja das bloggen schafft Veränderung und raubt nicht nur Zeit...
    Elfische Grüsse

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  2. Na, solange wir auch noch Freunde aus Fleisch und Blut in unseren Küchen empfangen ist das Bloggen einfach eine zeitgemäße Kommunikation, oder? Es bereichert ungemein und ist ein wesentlich sozialeres Hobby als kreuzworträtzeln ;)) Es kommt auch darauf an "wie nackig" wir uns hier machen finde ich!
    Ganz liebe Grüße,
    frauke

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  3. HA :) Wie schön geschrieben, wie schön gedacht...

    Liebe Grüsse
    Mimi

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  4. Guten Morgen
    werde mir deine Zeilen heute besonders zu Herzen nehmen ...du hast es wieder auf den Punkt gebracht
    danke
    lg Elster

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  5. ich blogge sehr gerne, aber ich freue mich imeer nóch mehr wenn freunde oder familie mich besuchen, oder wenn ich sie besuche. da kann kein blog besser sein. solange ich den computer weglegen kann wenn ích es will, ist es gut. Danke katharina.
    lieber gruss, riet:)

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  6. Ich denke, es ist eine Gratwanderung. Ich selber muß mich schon manchmal arg am Riemen reißen, um nicht w i e d e r eine Stunde vor dem PC zu sitzen. Sollte ich irgendwann mal merken, daß die Familie darunter leidet, werde ich es ganz einstellen. Das ist meine persönliche Grenze! Im Moment habe ich eher das Gefühl, daß es mir gut tut.
    LG; Heike

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  7. Ich würde das bloggen auch nicht als Krankheit oder narzisstischen Auswuchs der Gesellschaft betrachten. Es ist für die Meisten einfach eine Möglichkeit, mit Gleichgesinnten zu interagieren und, wie ich meine, auch eine Art der Selbstspiegelung. Durch das Mitlesen in den verschiedensten Blogs kommt man auf gute, neue Ideen oder man freut sich ganz einfach, dass jemand, wie du hier in diesem Fall, sich gute Gedanken über wichtige Themen macht.

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  8. Bloggen "oberflächlicher Narzismus", dein Blog beweist das Gegenteil, Mitfühlen, Mitdenken, vielleicht Umdenken, ich glaube, viele Blogs stehen vor einer Schwelle zu einem anderen Niveau, ich sage nicht höher oder besser, aber doch tiefsinniger, mehr auf Diskussion und Austausch gerichtet und das fasziniert mich.
    Meine Produktivität fördert es, mein Deutsch auch, aber ich mag im Augenblick keine Blogs bei denen man spürt,dass sie sich auf Leser- und Kommmentarzahlen richten, die Bloggerinen kommentieren selbst so oberflächlich und ganz viel und bekommen noch oberflächlichere und ganz viel Kommentare, natürlich ist das das Recht jeder Bloggerin es so zu machen, aber für mich reduziert sich ein Blog dann auf ein Schaufenster.
    Ich habe mir vorgenommen die "zauberhaft, bezaubernd, traumhaft, du bist eine Künstlerin" PHASE hinter mir zu lassen und mir auch die unterwürfige Kommentarbedanke zu sparen, wer kommt, kommt, wer kommentiert, kommentiert und ansonsten bin ich, wer ich bin, mit oder ohne Blog.
    Herzlichst Anett

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  9. Liebe Allerleirauh,
    genau wegen dieser gedanken bist du wirklich ein Schatz in meiner Bloggerwelt. Gestern und heute hast du es ganz und gar getroffen, nur kam ich gestern nicht zum kommentieren - das reale Leben hielt mich auf! Zu gestern kann ich nur sagen, ich wunder mich auch. nachhaltig bin ich zwar leider nicht besonders aber immerhin kaufe ich keine fertigen Sachen mehr sondern mache fast alles für mich selbst. Aber da bin ich nicht gerade eingeschränkt wie man sehen kann...
    Was das bloggen angeht ha,te ich das wirklich für eine ziemlich deutsch(sprachige) Diskussion. ich tummel mich viel auf amerikanischen Blogs und da ist nicht die Selbsthinterfragung (wie stelle ICH mich dar, was will ICH von meinem Blog, was sollen die leute von MIR denken) kern der Überlegungen sonder: Liebe leser, wie kann ich für EUCH noch besser, interessanter schreiben? Genau andersrum eigentlich und mir gefällt das supergut, ich fühle mich als leserin umworben und eben nicht als Publikum einer narzisstischen Selbstdarstellung. Das ist ein Aspekt des Bloggens, den ich mir zu herzen nehmen möchte.
    mein Blog hat mir überdies im realen leben wunderbare sehr reale Kontakte vermittelt, gerade hier in meiner Stadt habe ich so schöne begegnungen gehabt, da hat sich der Aufwand schon gelohnt ;-)
    Und wenn man Gleichgesinnte sucht, dann muss man sich schon ein bisschen zeigen, sonst findet man sie nicht. In diesem Sinne finde ich bloggen nicht besonders narzisstisch.
    schade finde ich manchmal die Kommerzialisierung, manchmal mag ich Blogs gar nicht mehr lesen weil überall Werbung ist für immer ähnliche Sachen und keine neuen Impulse da sind.
    vielen Dank, dass du immer wieder die zwischentöne findest! Ganz besonders liebe Grüße heute von C

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  10. ...danke für die gedanken...solche seelen wie dich...braucht die welt...nicht nur die der blogger...und eines tages wenn mein mann wieder arbeit hat um seine familie zu ernähren, ich nicht mehr arbeiten muss und wieder wie früher in meine unkreativen jahre zurückverfalle...gebe ich es auch auf...das bloggen...aber bis dahin...freue ich mich...über all die unzählingen seelen die mir in den letzten drei jahren begegnet sind und ich mich viel glücklicher fühle als ich es je gewesen bin allein im nimmerland...was auch für meine familie ein GLÜCK ist...glückliche mami....glückliche kinder *lach*
    es tut gut worte wie die deinen zu lesen...zu wissen, es gibt menschen die sich wirklich gedanken machen...um mutter natur und ihre menschen darin....
    DANKE
    vonherzen
    silke :-)

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  11. Ich blogge (noch) nicht, lese aber seit einiger Zeit in vielen Blogs...und ich habe den Eindruck, dass viele, ich weiß nicht, ob durch das Bloggen an sich, doch einen Blick für kleine Schönheiten und Feinheiten zeigen, Dinge aus dem Alltag...indem es so in Bild und Wort festgehalten ist, bekommts oft auch eine andere Größe, einen Wert, der ansonsten in dem ganz normalen dafür-hab-ich-heute-beim-besten-Willen-keine-Zeit untergeht. Soviel Menschenverstand erwarte ich doch von nem erwachsenen Menschen, dem Kinder, Arbeit, Dreckswäsche, Haushalt, Garten, verstopfte Duschabflüsse, schon wieder leere Kühlschränke, Legosteine unterm Fuß oder Hundekacke-aus-Kinderschuhen-kratzen nicht völlig neu sind, dass er ein Bewußtsein hat, dass auch andere Menschen (z. B. Blogger) nicht täglich und ausschließlich von geraden Nähten, sich selbst sortierenden Stoffzuschnitten, sofort fertigen Häkeldecken und höflichsten, hilfsbereitesten Kinder umgeben sind.
    Es ist schön, dass es diesen Blog gibt!
    Herzlichen Gruß von Hendrike

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  12. liebe allerleirauh,
    da hast du wieder einmal den nagel auf den kopf getroffen... auch ich werde sehr häufig gefragt, wie ich das denn überhaupt mache, mit den kindern, filzen und dann auch noch ein blog... und ganz oft steckt da so eine kleine spitze drin, dass da ja irgendetwas darunter leiden muss, implizit gemeint, dann eben das reale leben und reale freundschaften. nun lag es und liegt es bei meinem blog aber noch ein bisschen anders, als wir vor über fünf jahren hierher gekommen sind, hatte ich nämlich alle meine freunde eben nicht hier und es war nicht ganz einfach, mit allen in kontakt zu bleiben. über den blog konnten dann einige wenigstens auf dem laufenden bleiben, jedem immer briefe zu schreiben oder zu telefonieren wäre mit drei kindern, garten, haus, etc. nicht immer drin gewesen. und es blieb eben auch zeit, mich darum zu kümmern, hier menschen kennen zu lernen und mich in der gemeinde zu engagieren.
    mittlerweile ist das familiäre immer weniger, die kinder sind grösser geworden und wollen das auch nicht mehr so sehr, dafür dominiert jetzt ein eher seltenes hobby den blog und ich finde über ihn den austausch, den ich hier in der 3000einwohnergemeinde sonst nicht hätte.
    für mich war und ist der blog immer nur ergänzung gewesen, und wenn ich mal keine lust habe, dann lasse ich es eben, fühle mich nicht verpflichtet, das finde ich immens wichtig, denn nur so kann ich ich bleiben in meinem blog. was die kommentare angeht, stimme ich fadenstille voll und ganz zu.

    aber apropos: ich gehöre auch zu den entrümplern. das mit dem wegwerfen steht bei mir nicht so sehr im vordergrunde, obwohl auch hier manches weggeworfen werden muss, das meiste taugt leider nicht einmal mehr für den flohmarkt, weil es nach drei kindern wirklich kaputtbenutzt ist. bei mir ist es eher so ein sachen an den richtigen ort bringen, so dass ich wieder freude an ihnen habe.
    danke, dass du immer so wichtige diskussionen anregst!
    stefanie.

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  13. Hej,
    Genau so ist es, Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe mich ja schon Gestern ein wenig darüber geäussert. So, werde jetzt in die reale Welt eintauchen und nähen gehen....das mache ich übrigens auch erst seit ich blogge...wieder nähen meine ich ;-)).
    GllG
    hanni

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  14. Das hast Du sehr gut beschrieben. Ja, ich gestehe, ich bin Blogsüchtig. All diese schönen Blog. Sie animieren mich zum stricken, häkeln etc. Ich habe Visionen, Ziele, Idee... ich bin aufgestellt, ich freu mich auf den nächsten spannen Tag. Ist doch allemal besser als trübsal blasen. Auch meine Familie fragt nach den aktuellen Blogs. Aufgestellt lässt sich der Haushalt eindeutig speditiver erledigen. Griessli Cornelia

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  15. Der zweite Tag in Folge so anregende Gedanken - das macht echt Spaß!
    Ich bin auch ganz hin und hergerissen, was das Bloggen angeht. Austausch, Anregung, Ansporn, Kreativität, Inspiration, Gleichgesinnte, Schaffend-tätig-sein, alles das ist ganz und gar wunderbar.
    Selbstdarstellung, heile-Welt-Bilder, banalste Alltäglichkeiten, Narzissmus, Exibithionismus, Voyeurismus. Auch diese Liste ließe sich fortsetzen.
    Mein Weg durch diese Widersprüche: Es geht um mein Hobby, um Themen die mir wichtig sind, um Sachen, von denen ich meine, dass sie andere anregen könnten; es geht nicht um meinen Alltag, nicht mein Privatleben.
    Keine Ahnung, ob das klappt, ich kenn den Blick auf die Statistik und Kommentarzahlen wahrscheinlich genausogut wie jeder andere Blogger auch. Zerrissene Wesen sind die Menschen halt.
    LG Zora

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  16. Was ich spannend finde ist, dass jemand der bloggen als Krankheit sieht, Blogs liest und dann auch noch Kommentare hinterlässt... Warum das denn? DIE Zeit wäre sicher sinnvoller zu nutzen... Auch wenn Sie bei Dir sehr schöne, interessante Gedanken angestoßen hat... LG Katrin, die keinen Blog hat aber gerne interessante Blogs liest und sich von diesen inspiriert fühlt...

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  17. Ach immer wieder diese Fragestellung von Menschen die, wahrscheinlich,keinen Blog haben, die haben wohl einfach noch nicht mitbekommen, dass sich was verändert hat in der Medienlandschaft und Blogs eine erstzunehmende Größe sind.
    Für mich waren, vor über 4 Jahren, die Blogs von schreibenden Frauen eine wahre Lebenshilfe und was ist daran schädlich?

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  18. Liebe Allerleirauh,
    schön, dass mein Kommentar so eine angeregte Diskussion hervorgerufen hat. Ich nehme übrigens das "blog-Lesen" und mich selbst gar nicht von der Kritik aus. Im Gegenteil fühle ich mich für meinen Geschmack viel zu sehr hingezogen zur virtuellen, einen zu nichts verpflichtenden Welt. Wenn es mir zu viel wird, mache ich meinen blog zu. Wenn ich heute keine Lust habe zu reden, gehe ich nicht ins Netz. Wenn sich Probleme auftürmen, vermeide ich gewisse Kontakte.
    Wenn ich viele Besucher auf meiner eigenen Seite sehen will, hinterlasse ich nichtssagende Kommentare bei anderen. (Es gibt natürlich, wie überall, auch andere, die sich und andere dabei sehr ernst nehmen. )Jedenfalls wünsche ich allen, die sich mit dem bloggen oder blogs lesen wohl fühlen, wünsche ich weiterhin viel Spaß und hoffe, dass sie rechtzeitig merken, wann es nicht mehr gut tut.
    LG Anne

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  19. Sorry, der letzte Satz ist eine Katastrophe. Man sollte doch nochmal durchlesen bevor man etwas einstellt...
    LG
    Anne

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  20. Hallo Allerleirauh, hallo @all, als ich vor 2 1/2 Jahren zum Bloggen kam, war das unheimlich spannend. Es brauchte einige Zeit bis ich mich zurechtfand, aber dann...Natürlich hab' ich anfangs deutlich mehr Zeit am Rechner verbracht, aber das hat sich durch Familie, Beruf, Garten etc. gut einsortiert und ich mach's wirklich gerne. Süchtig? Nein! Es macht mir einfach Freude. Ich schreib' halt gern etwas über meine Arbeiten und freue mich, wenn ich andere motivieren kann. Seitdem ich blogge, interessiere ich mich auch für Fotografie und das Schreiben macht mir einfach Spaß. Auch hab' ich meinen Rechner besser kennengelernt. Also eigentlich eine Erfolgsstory. Inwieweit man sich im Netz outet, ist doch jedem selbst überlassen. Ich hab' da meine Grenzen und Einstellungen.
    Lieben Dank für dieses Post, liebe Grüße Birgit

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  21. du sprichst mir aus dem herzen...ich habe durchs bloggen ganz viele neue frauen kennlernen dürfen und daraus sind für mich schöne freundschaften entstanden, die hätte ich niiiiiie ohne das bloggen. Und auch ich bin kreativer!!! Also mich hats persönlich bereichert und dich hätte ich auch nie kennengelernt....ich freu mich wieder auf ein treffen, wo wir alle die füsse gemeinsam baden!!!
    liebe grüsse lee-ann

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  22. Ich bin durch die Filzzauberschule auf die Bloggerwelt gestossen. Davor hatte ich keinen blassen Schimmer davon.
    Zunächst war ich fasziniert von den vielen "Gucklöchern" hinter denen sich auch zahlreiche interessante Personen und Informationen verbargen.
    Was mich schnell abstieß waren die schier endlosen " oh-wie-schön " -Kommentare und die Spielchen mit " ich-will-Euch-etwas-schenken- und-wenn-ihr-mich-verlinkt-habt-ihr-doppelte-Gewinnchance".
    Da fragte ich mich wirklich:
    WARUM ?
    Und tief in mir drinnen spürte ich
    ENT-TÄUSCHUNG.
    Ich lese gerne in manchen Blogs, wenn es zu persönlich wird, merke ich, wie ich mich innerlich abwende.Dieses Gefühl lösen nicht die Texte sondern die mir zu persönlichen Fotos aus, auf denen womöglich auch noch Familienmitglieder zu sehen sind.......für JEDERMAN.
    Dich Katharina habe ich in Ulm auf dem Stoffmarkt gesehen, habe sogar ein paar flüchtige Worte mit Dir gewechselt, als Käuferin an einem der Stände.
    Das hat mich sehr verwirrt.
    Ich wußte über Deinen Blog wo Du wohnst, wie Du heißt, wie Du aussiehst, was Du gerne anziehst, manches, was Dir am Herzen liegt und was Dich persönlich zur Zeit umtreibt usw.
    Das war ein sehr seltsames Gefühl.
    So, als hätte ich Dich ausspioniert.
    Manchmal war ich drauf und dran Dir zu schreiben. Einen Brief.Aber ich war unsicher, ob das nicht zu "persönlich" ist. Schließlich kennen wir uns nicht.
    Auf der Ebene "Kommentare" richtet man sich ja nicht nur an die Bloginhaberin sondern an alle, die den Blog lesen.
    Vielleicht ist das auch ein gewisser Schutz ? Mitleser zu haben.
    Persönliche Kritik habe ich bis jetzt selten in der Blogger-Welt
    gefunden. Es kommt mir so vor, als sei das eher ein Tabu.
    Mir persönlich fehlt das.
    Jetzt habe ich viel geschrieben.
    Vieles, was mich umtreibt und durcheinanderbringt.
    Ich grüße alle mir Unbekannten

    blaufluegel

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  23. Hi,
    ich blogge jetzt seit gut einem halben Jahr und bin immer wieder erstaunt, wieviele Gleichgesinnte ich in der virtuellen Welt treffe. In meinem realen Leben muss ich "funktionieren" und agieren, beim Blogspaziergang kann ich drauflos schlendern und plaudern.
    Man stelle sich die Reaktion der Leute auf der Straße vor, wenn ich mit Filztieren sprechen oder Ihnen meine soeben beendeten Socken unter die Nase halten und auf einen Kommentar warten würde.
    Das "Krankheitsbild" wäre ein anderes :)
    Bloggen ist so wie in einer Zeitschrift lesen und einer Freundin davon zu erzählen.
    Meinen Blog verfolgen auch Freunde und freundliche Verwandte und es gibt ja nicht nur Kommentare, sondern auch "Strompost".
    Gutes Thema
    Sinchen

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  24. Klar ist es eine virtuelle Welt, aber irgendwie auch wie im "wirklichen" Leben. Da gibt es eben die introvertierten, die nur klitzekleine Ausschnitte preisgeben und die Mitteilsamen und redseligeren;). Warum sollte ich das bewerten als gut oder schlecht, süchtig oder nichtsüchtig?
    Bloggen narzisstisch zu nennen, finde ich schon ziemlich übertrieben, wenn ich mir mal die Definition anschaue...hab im Internet nachgeschlagen;).
    Und wenn mir ein Blog nicht zusagt, muss ich ihn mir ja auch nicht weiter anschauen oder kommentieren! Jeder nach seinem gusto!
    In diesem Sinne werde ich weiterhin schöne Bilder, spannende, nachdenkliche, fröhliche Gedanken und Geschichten aus der Bloggerwelt auf mich wirken lassen...wenn mir danach ist eine Post in die virtuelle Welt schicken oder eben nicht....und Kommentare schreiben, wenn ich was dazu sagen möchte!
    und weil mir jetzt danach ist, sag ich Danke, liebe Allerleirauh, für den Gedankenschubser;)
    Susanne

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  25. Elfe78, Bloggen schafft Veränderungen und ich staune immer wieder, dass das wirklich so ist.
    Frauke, ohne Menschen aus Fleisch und Blut geht es nicht, aber Bloggerinnen werden in meinem Leben immer wieder zu realen Bekannten und das finde ich auch das spannende am Bloggen.
    Heike, komischer weise gibt es diese Diskussion wie lange man vor dem Fernseher sitzt schon lange nicht mehr, wahrscheinlich weil er schon lange Teil unseres Lebens ist.
    Anett, ob das wirklich so ist mit dem Weiterentwickeln weiss ich nicht, es gibt auch viele die stagnieren.
    Ich freue mich übrigens auch über viele Besuche, ist so was wie ein Zeichen, dass mein Blog gerne gelesen wird und irgendwie eine kleine Belohnung für mich.
    Catherine, diese amerikanische Philosophie ist auch meine.
    Hendrike, lass mich wissen, wenn du einen eigenen Blog hast.
    Stefanie, ich bin ja nicht generell gegen das Entrümpeln, ich fände es halt schön, wenn man sich auch mehr Gedanken über die Vermühlung der Welt macht und dann da auch so tatkräftig anpackt.
    Ja, wirklich , Zora, wir sind merkwürdige, zerrissen Geschöpfe, aber das macht es ja auch spannend.
    Beate, alles was gut tut, kann nicht schädlich sein.
    Anne, ich danke dir für deinen Kommentar zu letzten Post, ohne ihn, würde es diese tolle Diskussion hier nicht geben.
    Birgit, Bloggen als Erfolgsstory, dass sehe ich in vielen Blogs.
    Lee-Ann, sogar gemeinsames Füssebaden wäre ohne unser Blogs nicht möglich, schön, ich freue mich auch.
    Blauflügel, hmm, warst du die Frau, die braune Augen lieber mag als blaue oder diejenige, die sich bei den Walkstoffen nicht entscheiden konnte.
    Ja, das mag schon verwirrend sein, wenn eine "Märchengestalt" plötzlich in Fleisch und Blut vor einem steht, aber ich hoffe nicht, dass du mich nicht angesprochen hast, weil ich so unnahbar wirke.
    Über einen Brief hätte ich mich sicher gefreut, sehr sogar.
    Im übrigen sehe ich vieles was du schreibst ähnlich.
    Sinchen, in Blogs kann man rumspinnen, seine Kinderseele wieder aufleben lasse, das finde ich auch schön. Ich sage immer, der Blog ist meine Spielwiese.
    Susanne, ich sage auch Danke, allen die hier einen Kommentar geschrieben haben.

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  26. Oh, je, da habe ich wohl in ei kleines Fettnäpfchen getreten, auch ich freue mich riesig über Kommentare, vor allem, wenn sie ganz aus dem Herzen geschrieben sind, wie hier.
    Leserzahlen verfolge ich auch, ja, ein Gradmesser, wobei die Meinen eher rückläufig sind, seitdem ich mich etwas kritischer äußere, aber manchmal verletzt man vielleicht unbewusst Menschen und das hat Folgen.
    Catherine brachte es auf den Punkt, ich schreibe für meine Leser, darum zählt man sie vielleicht auch.
    Und ein Dankeschön am rechten Platz gehört natürlich dazu ;-))))

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