Samstag, 24. Oktober 2009

Sehnsuchtsort



Diese Woche habe ich im Fernsehen eine Dok über Isabel Stadnick gesehen, die sich schon als kleines Kind zu den Indianern hingezogen fühlte. Als junge Frau hat sie das Land ihrer Träume besucht, sich in einen Indianer verliebt, mit ihm im Reservat gelebt, dort einen Waldorfkindergarten gegründet und drei Kinder bekommend. Nach sieben Jahren starb ihr Mann und sie ist für 12 Jahre in die Schweiz zurückgegangen. Vor einem Jahr ist sie mit ihrer Familie wieder ins Reservat zurückgekehrt. Es sei der Ort ihrer Sehnsucht, sagt sie.
Wird man mit solchen nicht ganz alltäglichen Lebensgeschichten konfrontiert, stellt man sich unweigerlich Fragen nach dem eigenen Lebensweg. Auch ich hatte als Kind meine Träume, Indianerin sein war einer von ihnen.
Lebe ich meine Träume, habe ich überhaupt noch Träume? Bin ich an meinem Sehnsuchtsort angekommen?
Und wenn nicht, kann ich die Zügel noch herumreissen oder was kann ich tun, um ein stückweit meine Träume zu leben, ohne gleich das ganze Leben in Frage zu stellen?
Spannende Fragen, auf die es keine leichten Antworten, finde ich.

Kommentare:

  1. Die Zügel kann man immer rumreissen, kommt nur drauf an, wie.
    Seine Träume kann auch immer ein stückweit leben, ins "normale" Leben einfügen, ohne gleich alles umwerfen zu müssen.
    Hmm zum Thema keine Träume mehr haben und angekommen sein, damit tue ich mir sehr schwer. Vorstellen kann ich mir das für mich niemals, denn ohne Träume hätte ich in meinem Leben keinen Antrieb, keine Motivation, keine Vorfreude usw. mehr.. Das wäre für mich ein sehr grosser Verlust...
    Nachdenkliche Grüsse

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  2. EIgentlich sind wir fast alle dumm! Ja, mich eingeschlossen! Träume müssen gelebt werden aber wir /ich sind meist zu feige und zu bequem! Angst vor dem Unbekannten lähmt einen und die Frage ob es dann vielleicht eventuell schlechter wird als das Jetzige macht einen antriebslos. Leider!

    Meine kleinen Träume versuche ich mir zu erfüllen. Tue es einfach aber die großen.....daran werde ich noch weiter arbeiten! Der Weg ist das Ziel.
    In dem Sinne mein liebstes Allerleirauh wünsche ich dir viele wunderbar erfüllbare Träume!
    Isabelle

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  3. Liebe Allerleirauh,
    das ist wieder mal ein Post von dir, der mich eine ganze Weile beschäftigen wird.
    Heute kam ein Film, in dem ein Junge seinen Traum verwirklicht, seine Sterne neu geordnet hat...Zufall? Nein, Zufälle gibt es nicht! Auf jeden Fall ist es ein guter Anlass, mal wieder nach meinen Träumen zu forschen und wer weiß, vielleicht geht ja der eine oder andere irgendwann in Erfüllung.
    Ich wünsche dir einen traumhaften Sonntag

    Herzlichst Katrin

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  4. Du sprichst mir aus der Seele.... Ja, wenn ich mich und mein Leben so betrachte, fällt mir auf, dass ich im Alltag untergehe und manchmal nur noch funktioniere. Wenn ich deine Zeilen lese, wird mir bewusst, dass ich doch im Kleinen anfangen sollte. Achtsamer sein, achtsamer mit mir, meinen Mitmenschen, achtsamer mit den Dingen die ich täglich tue. Und ja, mir kleine Freiräume schaffen, immer wieder... und Träume erfüllen... auch wenn es erstmal nur kleine sind.
    Ich danke dir für die Anregung.... ich lese deinen Blog sehr gerne!
    ganz herzliche Grüße von Patricia

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  5. Ich habe mir den Film eben angeschaut.
    Eindrücklich, diese Familie.
    Ich glaube, in dem Moment, in dem wir uns auf unseren "Traum" besinnen, sind wir bereits daran, ihn zu verwirklichen.
    Spannend zu erleben in diesem Portrait, wie die Frau ganz sich selber bleibt, weder eine von denen noch angepasst an die Traditionen ihrer Herkunft zu sein versucht, sondern einfach wach und positiv bleibt.
    Eindrücklich. Danke für den Tip!

    Hat das nicht auch etwas mit der Wachheit zu tun, über die wir uns neulich kurz unterhalten haben?

    Lieben Gruss
    Gabriela

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  6. ich habe ihn auch gesehen den dok film. sehnsuchtsort ist ein wunderschönes wort. ich glaube ich suche jeden tag den sehnsuchtsort in mir und um mich herum. und träume so unendlich viele noch. danke für deine gedanken und einen wundervollen start in die neue woche*

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  7. Meine "Sehnsuchtsorte" waren früher gross und schier unerreichbar...Himalaya, die Wüste Sahara.....mit dem Älterwerden stelle ich fest, dass die Orte nach denen ich mich sehne, oft unmittelbar neben mir sind. Ein Frühstück am Wochenende, entspannt, voller Kommunikation, ohne Alltagsstress. Ein Waldspaziergang....oder eine gemütliche Ecke für mich und mein Buch und ner warmen Decke:-). ok..einen grossen Traum hab ich schon noch;-)...eine Auszeit von mindestens 1 Jahr und dann rund um die Welt! Und bis dahin träume ich einfach ein bisschen davon, eingewickelt in meine Decke;-).
    Träume sind für mich positiver Antrieb in meinem Leben, ohne dass ich es in Frage stelle. Und was würde bleiben, wenn alle meine Träume in Erfüllung gehen würden, würde ich dann nicht auch ein bisschen Phantasie verlieren?!
    Schicke dir liebe Grüße und ein Dankeschön für deine schöne Gedanken-Inspiration:-)
    Susanne
    ....ein bissel Ähnlichkeit mit deinen Engeln kann man wirklich finden;-)....

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