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Montag, 20. Juni 2022

Zum dritten Mal in Regensdorf

 

Letzte Woche durfte ich in Regensdorf für die Kindergartenkinder spielen.
Es freut mich ganz besonders, dass meine Stücke so gut gefallen, dass ich nun schon zum dritten Mal hintereinander einladen wurde.
 
 
Diesesmal haben sie sich für "Sophie und das königliche Nastuch" und damit meiner ältesten Geschichte entschieden.
Mir war schon immer wichtig, dass in meinen Theaterstücken eine weibliche Figur die Hauptrolle spielen muss.
Ich finde es sehr befremdlich, dass es bald dreissig Jahre später, immer noch so ist, dass in Geschichte für Kinder immer noch mehrheitlich männliche Figuren, egal ob menschlich oder tierisch, das Sagen haben.

 

 
Meine Scheinwerfer, die auch schon viele Jahre auf dem Buckel haben, habe ich, nach langem Überlegen, ob sich die Anschaffung wirklich noch lohnt, durch neue ersetzt.
Man soll ja optimistisch in eine strahlende helle Zukunft blicken, meine Bühne war auf jeden Fall viel schöner ausgeleuchtet.
 
 

 
Vier Vorstellungen von "Sophie und das königliche Nastuch" habe ich gespielt, vier Mal die selbe Geschichte und doch ist jede Vorstellung anders, weil jedes Publikum anders ist.
 
 
Gerade bei diesem Stück, dass sich schon für Kinder ab drei Jahren eignet, bin ich in der Rolle der Kammerzofe, zwischen den einzelnen Szenen im direkten Kontakt zu den Kindern.
Blickkontakt ist mir wichtig, Wiederholen der Handlung durch Fragen stellen fördern die Aufmerksamkeit.
Einfache Szenen, immer wieder eine neue Figur und Lieder singen hilft den Kindern auch, sich immer wieder zu fokussieren. 
All das ist gerade bei einem hohen Anteil an fremdsprachigen Kindern wichtig, den man nun in vielen Klassen antrifft.
In allen vier Vorstellungen haben die Kinder 45 Minuten lang sehr konzentriert und ruhig zugeschaut und sie hatten Freude an der Geschichte.
Das ist wirklich nicht selbstverständlich und das macht mich schon stolz.
 
 

 
Sehr gefreut hat mich auch die Rückmeldung einer Lehrerin, dass sie meine Lieder aus der letztjährigen Geschichte zum Thema Farben immer noch im Unterricht benutze und dass sie sich sehr gefreut hat, mich heute wieder spielen zu sehen.
Es ist schön, wenn Erwachsene Freude beim Zuschauern von Kinderstück Freude haben.
 
 

 

Samstag, 28. November 2020

Winter


                                                                          Kalt und Grau

der Winter

liegt er vor uns

in seiner eigenen Schönheit

Donnerstag, 5. November 2020

Schön wärs...

 

Wenn wir Menschen wie Igel wären, dann würden wir jetzt einen langen Winterschlaf machen und wenn wir im Frühling aufwachen, ist Alles wieder gut.

Samstag, 31. Oktober 2020

Merkspruch für stürmische Zeiten

  


 

 Man weiss nie was kommt, darum bleibe sanft und pflanze dir den Duft der Rosen in dein Herz.

Sonntag, 13. September 2020

Zwergenbegegung 6


 
"Ich träume mit offenen Augen. Etwas anderes kann ich nicht.
Aber für mich ist das genug," sagt das Zwergemädchen ganz leise.
Ihre Worte haben zart mein Ohr gestreichelt und mein Herz berührt.

Samstag, 12. September 2020

Zwergenbegegung 5


"Das Leben ist oftmals einfach haaresträubend," seufzt die Zwergenfrau und macht sich auf die Suche nach einer Haarbürste.

Freitag, 11. September 2020

Zwergenbegegnung 4


"Warum hast du so gute Laune?"

"Weil ich mit dem Wolf  Freundschaft geschlossen habe!"

Dienstag, 8. September 2020

Zwergenbegegnung 3

 
"Mein Herz sitzt nicht am rechten Fleck. Ich mache mir Sorgen."
"Das musst du nicht. Schlimm wäre es, wenn du gar kein Herz hättest.
Das kommt nämlich öfters vor als du denkst."

Sonntag, 6. September 2020

Zwergenbegegnung 2


 
"Im Wald stehen, lauschen und atmen. Mehr braucht es nicht, um glücklich zu sein," sagte die Zwergenfrau.
Sie stand Mitten in meinem Weg. Fast wäre ich, in meiner Eile, über sie gestolpert, beim morgendlichen Spaziergang.
Also blieb ich stehen, lauschte und atmete.
Bis mein Hund fand, es wäre an der Zeit weiter zu gehen. Er habe keinen Sinn für Waldmeditationen über das Glück.
Er sei es einfach glücklich, wenn er sein Futter bekommt.
Scheinbar haben Zwerge und Hunde es einfacher, das Glück zu finden.

Donnerstag, 3. September 2020

Zwergenbegegnung 1


                                                                "Was hast du auf dem Kopf?"
                                                                "Eine Mütze voll Glück."

Donnerstag, 30. Juli 2020

Coachtomate





Ich weiss nicht, ob es an meinem nicht vorhandenen grünen Daumen liegt, dass meine Tomaten nicht rot werden.
Jetzt habe ich ihnen ein Tomatenmädchen zur Seite gestellt.
Sie wird die grünen Tomaten jetzt coachen auf ihrem Weg zur roten Farbe.

Freitag, 24. Juli 2020

Die kleine Herumsteherin


"Ich verteile nichts. Ich suche nichts, ich finde nichts.
Ich habe keine Fragen, ich habe keine Antworten.
Ich stehe einfach nur rum. Aber glaubt mir, dass ist gar nicht so einfach, wie es aussieht."

Donnerstag, 23. Juli 2020

Die Herzsammlerin


"Ihr Menschen habt ja die komische Angewohnheit eure Herzen zu verlieren. Die liegen dann überall herum. Ich muss die dann aufsammeln und zurück bringen.
Die meisten freuen sich, wenn sie ihr Herz wieder haben. Manche haben es allerdings noch gar nicht bemerkt, dass sie ohne Herz herum laufen und sind ganz überrascht.
Aber es gibt auch welche, die wollen es gar nicht mehr. Sie sagen, es lebe sich besser ohne Herz.
Für diese Herzen suche ich einen schönen Ort und schreibe einen Zettel dazu " Herz zu verschenken" und hoffe, dass jemand das Herz findet, der es auch zu schätzen weiss.
Wenn du dein Herz mal suchst, geh nicht zum Fundbüro, komme lieber zu mir."

Mittwoch, 22. Juli 2020

Frau Pilzzwerg




"Ich bin keine Pilzsammlerin, ich bin eine Pilzverteilerin. Ich suche einen schönen Ort für meinen Pilz. Dort stecke ich den Pilz in die Erde und verstecke mich.
Wenn ein Pilzsammler den Pilz findet und sich freut, dann freue ich mich ganz leise mit.
Manchmal muss ich sehr lange warten, bis jemand kommt.
Aber wir Zwerge sind das herumstehen gewohnt.
Manche von uns stehen ja auch in Gärten herum. Das sind die Gartenzwerge.
Ich bin eine Pilzzwergin. Im Wald herum stehen gefällt mir besser.
Wenn aber kein Pilzsammler kommt und den Pilz findet, dann suche ich mir einen andern Ort.
Ich muss in Bewegung bleiben. Denn wenn ich zu lange an einer Stelle stehe, dann wachse ich dort fest und das will ich nicht.
Das unterscheidet mich von den Gartenzwergen, die sind in der Regel sehr sesshaft.
Ich liebe meine Freiheit.
Vielleicht finden Sie ja mal einen Pilz von mir, dass würde mich freuen."


Freitag, 22. Mai 2020

Kleines Glückspilzzwerglein

 
Das Kleine, Feine
ist es,
was mein Herz berührt.
Das Grosse, Laute
lässt mich verstummen.

Montag, 18. Mai 2020

Was steht denn da im Walde?


"Was bist du eigentlich? Du siehst aus wie ein Zwerg, aber auch wie ein Pilz."
"Ich bin ein Glückspilzzwerg.
Wir schliessen gerade überall aus dem Boden. Die Welt braucht Glückspilzzwerge."

Samstag, 16. Mai 2020

Fallhöhe


"Ich bin ein Stehaufzwerglein.
Auch wir Zwerge fallen immer mal wieder auf die Nase, aber wir fallen nicht so tief, darum haben wir auch nicht so viel Mühe mit dem aufstehen."

Freitag, 15. Mai 2020

Wunsch und Wirklichkeit


"Du siehst aus, als ob du aus einer Zeit kommst, wo das Wünschen noch geholfen hat."
"Ach weisst du, das war schon immer eine Verschwörungstheorie. Wünschen hat noch nie geholfen.
Man muss etwas tun.
Glücklich sind die geworden, die aus sich heraus zufrieden waren."


Sonntag, 10. Mai 2020

Flug ins Ungewisse


"Wir haben uns einen fliegenden Teppich gebaut."
"Wo wollt ihr hin?"
"Einfach weg."
"Darf ich mit?"
"Kannst du dich klein machen?"
"Klar."



 Sitzkissen und die drei Freunde sind Auftragsarbeiten.

Montag, 4. Mai 2020

49.Samenkorn



"Ihr seid zu zweit."
"Es ist Zeit für uns unter die Erde zu gehen.
Darum kommen wir zu zweit. Abschied nehmen ist einfacher, wenn man nicht alleine ist."
"Ich werde euch vermissen."
"Wir werden dich auch vermissen.
Aber so, wie wir dich kennen, hast du sicher noch ein Frage?"
"Was möchtet ihr uns Menschen mit auf den Weg geben?"
"Ihr Menschen seit aus dem Gleichgewicht gekommen.
Wir wünschen euch, dass ihr eure Mitte wieder findet."
Ich grabe ein Loch und lege die beiden hinein, begiesse sie mit meinen Tränen und träume davon, dass hier ein Apfelbaum wächst, an dem eine Schaukel hängt, auf dem ein Mädchen sitzen, mit weisser Haut und schwarzen Haaren.

Beide verkauft