Dienstag, 31. Dezember 2019

2019 - 12 Bilder

Januar


Meine bald 92 jährige Mutter ist nun schon seit vier Jahren pflegebedürftig. Alle 14 Tage fahre ich zu meinen Eltern nach Deutschland.
Im Januar hat es so stark geschneit, dass mein Auto ins Rutschen kam und abgeschleppt werde musste.
Ich war dem Mann, der mir geholfen hat, so dankbar.

Zum Glück sind die Autofahrten nicht immer so nervenaufreibend aber, einfach sind die Besuche bei meinen Eltern für mich trotzdem nicht.
Die Betreuungssituation mit den 24 Stunden-Hilfen ist für alle drei Seiten, die meiner Eltern, die der Betreuerin und mir als Verantwortliche, oft sehr schwierig. Gleichzeitig bin ich dankbar, dass es diese Form der Betreuung überhaupt gibt. So können meine Eltern in ihrem Zuhause bleiben.

Ich musste über die Jahre miterlebt, wie meine Mutter nahezu alle Fähigkeiten verloren hat.
Sie kann nun nicht mehr laufen, muss gefüttert werden, die Worte gehen ihr verloren. Ausser dafür, wie sehr sie unter ihrer Situation leidet.
Aber sie findet auch Worte des Dankes an mich.
Vor kurzem hat sie zu mir gesagt, dass ich die beste Frau auf der Welt wäre.
Das hat mich gerührt. Ich musste aber auch lachen.
Weil ich weiss, dass ich keine Mutter Theresa bin.
Denn ich fühle mich oft überfordert von der Situation und den Problemen, die immer wieder an mich heran getragen werden. Ich bin müde und mag oftmals nicht mehr.
Ich bin wirklich voller Bewunderung für Menschen, meist sind es ja Frauen, die die Kraft und vor allem auch die Geduld haben, ihre Eltern Zuhause zu pflegen.
Wie auch immer...vermutlich ist es ein Kernpunkt der Menschlichkeit zu helfen und seine Dankbarkeit für Hilfe auszudrücken.

Februar


Auch dieses Jahr hat mit mein Hund treu begleitet. Ich bin froh und dankbar, dass es Kaya, trotz seiner chronischen Nebenniereninsuffizienz so gut geht. Die Tierärztin meinte kürzlich, bei der Kontrolle seiner Blutwerte, dass es nicht viele Hunde gibt, die mit dieser Krankheit so alt werden.

März


Im März wurde ein Artikel über mich in der filzfun veröffentlicht, was mich sehr gefreut hat.

April



Das Osterwetter war wunderbar, ich erinnere mich gerne an die Tage am Bodensee. Ich muss nicht weit verreisen, kleine Auszeiten finde ich ganz wunderbar.

Mai


Dieses Bild zeigt mich als Wilhelmine.  Ich spiele dieses Stück sehr gerne und es kommt auch beim kleinen und grossen Publikum sehr gut an. Ich freue mich, dass ich im Januar in Zürich wieder in die Rolle schlüpfen darf.

Juni



Dieses Jahr bin ich zusammen mit meinem Mann und unserem Hund zweimal eine Woche in die Ferien gefahren.
Im Juni haben wir Urlaub gegen Hand in Italien gemacht und im Spätsommer waren wir im Montafon, wo wir sehr schöne Tage beim Wandern, Reiten und Nichtstun verbracht haben.


Juli
 

Es ist sinnvoll immer mal wieder über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.
Ich hatte Lust mit Ton zu arbeiten und habe mich einem Maskenworkshop besucht.
Dabei ist diese Rehmaske entstanden.
Danach haben sich auch meine Fingerpuppen verändert und ich freue mich, dass sie sich in der neuen Form an den Märkten gut verkaufen.

August


Dieses Bild steht stellvertretend für die 14 Märkt, an den ich dieses Jahr teilgenommen habe.
Märkte sind aus finanzieller Sicht nicht wirklich lukrativ. Es gab Märkte, wo ich nicht oder nur knapp die Spesen decken konnte. Aber zum Glück ist das nicht immer so, aber reich werde ich dabei nicht.
Trotzdem möchte ich das Marktfahren nicht missen, die vielen schöne Komplimente und die lächenden Gesichter sind unbezahlbar.
Kürzlich kam ein Mann an meine Stand und meinte, er hätte leider keine Verwendung für meine Figuren, aber es sei ihm ein Bedürfnis sich bei mir zu bedanken, für die viele Arbeit, die ich mir mache, um so schöne Figuren herzustellen. Das hat mich sehr gerührt.


September


Manchmal gibt es Theatervorstellungen, da stimmt einfach alles. Der Raum ist ein richtiger Theatersaal, das kleine und grosse Publikum taucht voll und ganz in die Geschichte ein und macht mit und ich bin mit meinem Spiel auch zufrieden. Das war im September in Unterengstringen so.


Oktober


Etwas vom Schönsten, was mir dieses Jahr passiert ist, dass ich mich sehr spontan bei einer Besuchsclownausbildung angemeldet habe.
Die Besuche im Altersheim sind einfach wunderbar und machen mir sehr viel Spass.

November


Ich bin dankbar, dass ich vor etwas mehr als 10 Jahren mit dem Bloggen entdeckt habe, denn ohne meinen Blog, gäbe es meine Filzfiguren ganz bestimmt nicht. Ohne Filzfiguren, würde ich vermutlich auch nicht mehr Theater spielen, denn ich bekomme meine Engagemts oft durch Kontakte an den Märkten.
Ja, wo wäre ich wohl ohne meinen Blog? Das frage ich mich schon ab und zu.
Darum werde ich auch nächstes Jahr meinem Blog die Treue halten. Obwohl Instagram schon um einiges einfacher ist und ich Filme hochladen kann, finde ich Bloggen irgendwie persönlicher.
Obwohl ich ja so gut wie gar keine Ahnung habe, wer hier liest.


Dezember


Diese Bild steht stellvertretend für die alle Auftragsarbeiten, die ich dieses Jahr filzen durfte.
Ich liebe Auftragsarbeiten, weil sie so inspirierend sind.

Über das Jahr 2018 habe ich folgendes geschrieben:
Das Jahr 2018 verabschiede ich mit Dankbarkeit. 
Dankbar bin ich für all die schönen Begegnungen und Erlebnisse, für alle Verkäufe und die Wertschätzung, die ich für meine Figuren und meine Theatervorstellungen erhalten darf. 
Dankbar bin ich, dass ich tun darf was ich liebe.
Dankbar bin ich, dass das Schwere nie zu schwer war.

Für das 2019 kann ich copy paste machen, ausser das ich jetzt schreiben würde:
Ich verabschiede das Jahr 2019 mit grosser Dankbarkeit.
Womit ich den Bogen zum Anfang dieser Blogpost geschlagen habe.




Montag, 30. Dezember 2019

3. und 4. Clownbesuch

Im November und Dezember war ich zusammen mit meiner Partnerin im Rahmen meiner Besuchsclownausbildung im Altersheim.
Es ist schön, zu sehen, das wir immer schon freudig erwartete werden.
Aber bei unserem zweiten Besuch meinte eine Frau bei unserem Anblick, sie würde nicht lachen, sie sei schliesslich nicht im Kindergarten.
Ich erwiderte, das mache gar nichts, ich kann sie gut verstehen, ich würde auch nicht über alles lachen.
Die Frau schaute mich prüfend an und meinte darauf: "Sie sind intelligent."
Ich war etwas verblüfft darüber, dass man einem Clown Intelligenz, statt wie gewöhnlich Dummheit, zusprach und antwortet ihr: "Sie sind sicher auch intelligent."
Worauf sie meinte: "Das weiss ich nicht. Ich habe mich mein ganzes Leben dumm gestellt. Damit bin ich  besser durchs Leben gekommen, als all die Leute, die immer das Gefühl haben sie müssen wer weiss wie gescheit tun."
Ich antwortete ihr, dass sie damit sicher recht habe und wir haben uns lächend verabschiedet.


Der dritte Besuch war in der Woche vor Weihnachten.
Wir nahmen einen kleinen, künstlichen Tannenbaum mit, den wir mit mitgebrachten Alltagsgegenstände schmückten wollten.
Meine Clownpartnerin hatte an die Gegenstände eine Schnur gebunden, in einem Korb versteckt und die BewohnerInnen konnten sie herausziehen und an den Baum hängen.
Da gabe es immer wieder Gelächter, ob der Merkwürdigkeiten, die aus dem Korb heraus gezogen wurden.
So wurde ein Teller von einem Skistock zu einem Orden für langes Leben, der einer 104 jährigen, noch unglaublich fitten, Frau überreicht wurde. Ein krummer Ring aus Draht wurde zum Heiligenschein und wer wollte durfte ausprobieren, wie es sich so anfühlt einen Heiligenschein zu tragen.
Bei einem Sternenausstecher haben wir eine Weihnachtslied gesungen, mit Garn wurde der Baum eingewickelt, usw..
Am Schluss stieg aus einem Korb eine kleiner Engel und jeder durfte sich aus seinem Kleid ein Schokoladenherz herausnehmen.
Die BewohnerInnen und wir hatten gemeinsam viel Spass und Freude beim Weihnachstbaum schmücken.

Eine kleine Begebenheit am Rande möchte ich noch erzählen.
Wir traffen im Flur auf eine Frau, die spontan zu uns meinte: "Ihr seht aber schön aus!"
Ich sagte: "Sie sehen auch schön aus!" und meine Partnerin pflichtet mir bei.
Darauf meinte die Frau: "Wirklich? Das hat noch nie jemand zu mir gesagt:"
Wir bestätigten ihr nochmals, dass wir sie schön finden und machten uns auf den Weg in den Aufenthaltsraum.
Die Frau kam dann auch in den Raum und setzte sich auf das Sofa.
Etwas später setzte ich mich neben sie, worauf sie wieder meinte, dass ich eine Schöne wäre.
Ich erwidert, dass sie auch eine Schöne wäre.
Darauf meinte sie: "Das hat noch nie jemand zu mir gesagt."
Ich meinte darauf hin: " Einer muss der erste sein."
Darauf hat sie gelacht.
Das Vergessen hat auch seine heiteren Seiten.
Das darf man wohl nicht vergessen.

Sonntag, 29. Dezember 2019

Wortartenfiguren werden lebendig


In Deutschland gibt es ein Lehrnmittel, dass die Wortarten anhand von Figuren erklärt.
Eine Lehrerin hat im Internet meine Figuren entdeckt, war ganz begeistert und hat mich angefragt, ob ich ihr nicht solche Figuren filzen könne.
Da das doch einige Figuren sind und das Budge nicht so hoch ist, habe ich mit dem bestimmten und unbestimmte Artikel angefangen:


Gestern kam ich eine Rückmeldung der Kundin, über die ich mich so gefreut habe, dass ich sie hier zitieren möcht: 
Vielleicht fragen Sie sich, wie es Ihren beiden Puppen bei uns so geht!?
Es geht ihnen absolut hervorragend. Jeden Montagmorgen kommen sie aus
ihrem gemütlichen Korb und haben das Gedicht der Woche mitgebracht. Die
Kinder lauschen den beiden so gerne und lieben es, wie sie ihre Köpfe
bewegen und dabei so lebendig wirken. Wenn die Schüler die Gedichte
auswendig lernen und aufsagen, dann nehmen die ängstlichen Kinder gerne
Ihre Puppe zur Hand, da sie sich sicher sind, dass in ihnen die Kraft
wohnt, vor allen anderen so ein Gedicht aufzusagen. Und was soll ich
sagen: Mit unseren Lieblingen in der Hand gelingt es jedem Kind, über
sich rauszuwachsen und das Gedicht wunderschön aufzusagen.

Nun freue ich mich sehr, dass ich als nächstes den Professor und die Köningin filzen darf.

Samstag, 28. Dezember 2019

Gemütliche Tage


Ich geniesse die Ruhe dieser Tage und beschäftige mich mit Dingen, die unter dem Jahr liegen bleiben.
So habe ich schon einen Berg Kleider geflickt und Stoffbeutel genäht.
Einen neuen Rucksack möchte ich mir nähen, aber mal schauen ob ich das wirklich machen, den  Aufräumen wäre auch keine schlechte Idee.
Nichts muss, alles darf, in den Tagen zwischen den Jahren.
Das ist schön.


Montag, 23. Dezember 2019

So sidig


Der Markt in Basel war der krönende Abschluss von meinem Marktfahrerjahr 2019.
Das liegt an den Basler und Baslerinnen, die sehr begeisterungsfähig sind und das auch zeigen.
So sidig, seien meine Figuren, hörte ich oft.  Dieses Wort hört man nur in Basel und es heisst in etwa herzig, fein und lieb.
Es habe auch einige Figuren eine neue Heimat gefunden, was mich natürlich sehr freut.
So freue ich mich jetzt schon auf die Märkte im 2020.

Samstag, 21. Dezember 2019

Morgen letzter Markt in diesem Jahr


Morgen bin ich von 11 bis 17 Uhr an meinem letzten Markt in diesem Jahr in der Markthalle in Basel.
Bei Märkten kauft man ja mit den Standgebühren die Katze im Sack. Darf man mit einem Gewinn nach Hause fahren oder macht man gar Verlust, das ist die grosse Frage.
Dieses Jahr habe ich wieder beides erlebt.
Aber immer hatte ich schöne Begegungen mit den Menschen vor meinem Stand.
Dies und die Tatsache, dass es auch immer wieder Menschen gibt, die meine Figuren kaufen, lässt mich hoffnungsvoll in das neue Jahr mit neuen Märkten starten.

Sonntag, 15. Dezember 2019

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Weihnachtsbestellungen


Auch wenn man es auf meinem Blog nicht so merkt, ich bin recht viel am Filzen.
Die Bilder von meinen Figuren auf meinem Instagramaccount hochladen geht einfach schneller. Ausserdem mag ich es, dass man dort kleine Filmchen zeigen kann.
Aber ich will den Blog auch nicht ganz vernachlässigen, darum zeige ich hier eine Bestellung von einer meiner Clownfreundinnen.
Es sind Säckchen für Clownnasen und meine Freundin verschenkt sie an ihre Clownfreundinnen.

Sonntag, 8. Dezember 2019

Advent, Advent, zwei Lichtlein brennen


Ich wünsche euch eine friedlichen, fröhlichen Tag.

Samstag, 7. Dezember 2019

Alle Jahre wieder...


... spiele ich am Zuger Märlisunntig.
Meine Vorstellungen sind um 14, 15 und 16 Uhr im Dachstock des Burgbachschulhauses.
Ich werde Sophie und das königliche Nastuch spielen.

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Puppenglück


Zum Glück habe ich einen Hund, der mich dazu zwingt das Haus zu verlassen.
Draussen ist es kalt und grau. Freiwillig würde ich wohl nicht spazieren gehen, sondern die ganze Zeit drinnen sitzen und Puppen filzen.
Puppen machen macht mir glücklich und glücklich macht mich, dass es Menschen gibt, die meine Puppen kaufen.

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Von der Skizze zur Figur





Diese Figur entstand nach der Skizze einer Kundin:


Auftragsarbeiten mache ich besonders gerne. Ideen von anderen umzusetzen finde ich sehr inspiriend.

Sonntag, 1. Dezember 2019

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt


Auch die ganz kleinen Dinge vermögen das Herz zu erfreuen.

Freitag, 29. November 2019

Morgen ist Markt in Knonau


In den letzten Jahren war es so, dass sich die weissen Weihnachtsengel nicht so gut verkaufen haben.
Darum probiere ich es jetzt mit einem Weihnachtwichtel.
Er darf morgen mit an den Markt, der von 13 bis 18.30 Uhr in Knonau statt findet.
Ich bin gespannt, ob er ein neues Zuhause findet.

Montag, 25. November 2019

Sprachlos


Ich hatte schon die ganze letzte Woche immer wieder leichte Halsschmerzen.
Nach dem Markt am Samstag, wo ich 10 Stunde draussen gestande bin und viel geredet habe, erwachte ich dann am am anderen Morgen ohne Stimme.
"Das kann ja heiter werden", dachte ich mir und nach den Motte "Stimme weg und durch", bin ich am Sonntag mit dem Zug nach Stäfa gefahren.
Ich habe wirklich kein Wort mehr heraus gebracht und so wurde halt schreibenderweise und mit Händen und Füsse und sehr viel Mimik kommunziert.
Interessant waren die Reaktionen, da gab es welche die mit mir leiser sprache als gewöhnlich.
Es gab aber auch welche die lauter sprachen, es gab auch jemand der plötzlich englisch sprach und einer hat mir sogar angeboten in Gebärdensprache mit mir zu reden.
Nicht sprechen zu können war für mich schon eine Herausforderung. Ich unterhalte mich gerne mit den Besuchern. Aber im Grunde war ich erstaunt, wie gut es auch ohne Stimme lief.
Eine Frau meinte, meine Figuren würden ja für sich sprächen. Trotzdem hoffe ich, dass ich an meinem nächsten Markt am Samstag in Konau/ZH meine Stimme wieder habe.





Dienstag, 19. November 2019

Zwei Märkte am kommenden Wochenende


Eichhörchen, Hasen und Füchse werden gerne gekauft an den Märkten, darum habe ich für Nachschub gesorgt.
Am Wochenende bin ich nämlich gleich an zwei Märkten.
Am Samstag stehe ich von 11 bis 19 Uhr mit meinen Figuren im Städchen Greifensee und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr im Rössli ins Stäfa.

Freitag, 15. November 2019

Von Dreck und Schönheit


Als ich diesen Sack mit ungewaschener, etwas streng richender Schafwolle geschenkt bekam, war ich erst etwas ratlos, hatte ich doch bisher nur saubere, fertig gekartete Wolle verarbeitet.
Aber ich war auch fasziniert von der Struktur der Wolle. Sie war zum Teil sehr langfaserig.
Für Eichhörnchenschwänze würden sie sich sicher gut eignen, dachte ich.
Darum habe ich die Locken, so wie sie waren, an die Eichhörnchenkörper angefiltzt.


Ich war völlig erstaunt und begückt darüber, wie schön die Locken nach dem Auswaschen geworden sind.
Nie und nimmer hätte ich diese wunderbare Verwandlung erwartet.
Die Schwänze sind sicher mit ein Grund, dass die Eichhörnchen an den Märkte sehr beliebt sind und gerne gekauft werden.
Wie auch immer, das Erlebnis mit der Wolle, nachdem ich sie vom Schmutz befreit hat und ihre Schönheit zum Vorschein kam, hat mich zum Nachdenken gebracht.
Man kann schon sagen, dass Schmutz oft die wahre Schönheit verdeckt.
Man fühlt sich auch wohler, wenn es sauber ist, in und um uns herum.
Mit der dieser Wolle ist es aber auch, wie oftmals bei den Menschen, der erste Eindruck kann täuschen.





Mittwoch, 13. November 2019

Spielen für Kindergartenkinder


Heute Morgen durfte ich zwei Vorstellungen meines Stückes "Wilhemine will nicht mehr!" für Kindergartenkinder spielen.
Kindergartenvorstellungen sind anspruchsvoll.
Meist besteht das Publikum aus 60 bis 80 Kinder ab 4 Jahren, die oftmals zum ersten Mal ein Theater anschauen und die auch oftmals die Sprache gar nicht verstehen.
Bei so vielen Kindern ist es auch unvermeitlich, dass Kinder dabei sind die nicht ruhig sitzen und sich nicht lange konzentrieren können.
Trotz alledem spiele ich sehr gerne Kindergartenvorstellungen und ich bin jedes Mal ganz beglückt, wenn die Kinder mit feuereifer dabei sind und das Theater zu einem Gemeinschaftserlebnis wird.
Heute war das so und ich bekam viel Lob von den Kindern und auch von den Lehrerinnen und das ist einfach wunderbar.



Montag, 11. November 2019

Drachenmama und ihre Kinder


"Sie sehen ihren Figuren aber sehr ähnlich." Diesen Satz höre ich oft.
Ich glaube, jetzt muss ich aufhören mit Drachen filzen, bevor ich mich noch mit Haut und Haaren in einen Drachen verwandle.

Drachenliebe


"Ich habe dich lieb," sagt der kleine Drachen zum grossen Drachen.

Und so ist die Geschichte weiter gegangen, erzählt von meiner Blogleserin und Bloggerin
Elkes Lebensglück:

Ich hab dich auch lieb kleiner Drache und halte dich gut an mir fest ich werde dich beschützen bis du selbst so gross wie ich geworden bist!
Der kleine Drache fragte den Grossen, aber wann wird das sein? Ach schau doch meine Drachenflügel an wenn deine auch so gross sind und du kannst dreimal um unseren Drachenbaum fliegen dann bist du so gross wie ich. Ihr müsst wissen dass der Drachenbaum eine grösse hat, er stosst an den Regenbogen an oder an so manche vorbei fliegende Wolke. Breit ist er wie unsere lach Madam Drachenoma die Gute die dir das essen immer so dolle kocht. Och den Baum meinst du da muss ich gleich mal hingehen und ihn an schauen. Letztes Mal kam ich gerade an die rechte Seite vom Drachenbaum hingeflogen. Die Drachenliese meinte du musst aber dolle üben kleiner Drache! Weisst du ich werde jetzt jeden Tag üben und grüss gott sagen zum Drachenbaum der wird sich bestimmt freuen, der winkt mir immer so zu mit seinen Ästen im Winde. Tu das mein Kleiner Drachen dann wirst du bald grösser werden und alle beide lachten freudig der kleine Drache mit dem grossen Drachen, sie umarmten sich. Sie flogen miteinander über den grossen Drachenbaum und winkten ihm zu...

Samstag, 9. November 2019

Na, so was!


"Na, so was! Da sitzt ein Zwerg auf meinem Schwanz, dabei habe ich immer gedacht, Zwerge, gibt es nur in Märchen,"wundert sich der Drache.
"Na, so was! Da sitze ich jetzt auf dem Schwanz von einem Drachen, dabei habe ich gedacht, Drachen gibt es nur in Märchen," wundert sich der Zwerg.

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Für alle, die sich schon mal gefragt haben, wie Zwerge sich fortpflanzen

 

Die Zwerge legen einen winzigkleinen Zwergensamen in ein Zwergennest, pusten dreimal viel Liebe und Glück hinein und verschliessen es dann.
Nach 7x7 Tagen schlüpfen dann ein kleines Zwerglein heraus.

Dienstag, 29. Oktober 2019

Viele, viele bunte Figuren


Bis jede, der vielen Figuren ihren Platz gefunden hat, herrscht bei mir das blanke Chaos.


Besonders wenn man nicht viel Platz zu Verfügung hat, haben die Figuren Dichtestress.


Aber ich glaube, sie habe es ganz gerne kuschelig.
Es war schön am Markt in Bickwil. Ich hatte viele schöne Begegnungen und ein paar von den Figuren haben auch ein neues Zuhause bekommen.


Dienstag, 22. Oktober 2019

Am Samstag ist wieder Markttag


Am Samstag bin ich von 11 bis 18 Uhr mit meine Figuren am Art&Market in Bickwil/Obfelden, Brunnenstr.4.
Der Markt findet in einer ehemaligen Schreinerei, die nun ein Kunstatelier und eine Galerie beheimatet, statt.
Das macht diesen Markt zu einem Markt mit einer besonderen Atmospähre.


Montag, 21. Oktober 2019

Butterfly, my butterfly


Auch Schmetterlinge haben Schmetterlinge im Bauch.



Mittwoch, 16. Oktober 2019

Ein neues Figurentheatermuseum



Auf Initiative des Puppenspielers Kurt Fröhlich entstehen in Herisau ein Figurentheatermuseum.
Die Eröffnung soll es im Dezember statt finden.
Es soll ein Familienmuseum werden, das die unglaubliche Vielfalt des Figurentheaters mit einer eigen Sammlung, aber auch mit Wechselausstellungen veranschaulichen möchte.
Ebenso wird dort eine Dokumentationsstelle aufgebaut.
Im Rahmen dessen werden nun Interviews mit 100 PuppenspielerInnen geführt, um die aktuelle Schweizer Figurentheaterszene zu dokumentieren.
Heute durfte ich ein Interview geben.

Dienstag, 15. Oktober 2019

So einfach ist das


Zwei Elfchen spielen im Wald Rotkäppchen.
Und wenn der Wolf kommt?
Dann fliegen sie einfach davon.

Samstag, 12. Oktober 2019

2. Clownbesuch

Gestern war ich wieder auf Clownbesuch in einem Heim in der Nähe von Olten.
Nachdem es letzte Woche so schön war, bin ich voller Vorfreude hin gefahren.
Wir wurden wieder sehr herzlich begrüsst und auch  hier hiess es, die alten Menschen freuen sich sehr über die Clownbesuche.



Von sehr dementen Menschen kommt so gut wie nie eine Reaktion, wenn man sie direkt anspricht.
Nun habe ich festgestellt, dass es durchaus möglich ist, dass sie mit den Augen Gegenständen folgen, die sich vor ihnen bewegen und dann weiss man, dieser Mensch ist noch nicht ganz in sich versunken.
Da die alten Menschen viel an Tischen sitzen, habe ich mir gedacht, ein Schnecke würde sich noch gut eignen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Also habe ich Theophil gefilzt.

Bei einem alten Mann habe ich aber den Zugang über meinen grossen Meterstab gefunden.
Mein erster Eindruck von Herrn B war, dass er ganz in sich versunken ist.
Als ich ihn angesprochen habe, hat er überhaupt nicht reagiert und wirkte völlig unbeteiligt. Aber als ich meinen grossen Meterstab langsam vor ihm hin und her bewegt habe, ihn auf und wieder zu geklappt und aufgefächert habe, folgten seine Augen der Bewegung.
Am Schluss hat er mir sogar ins Gesicht geschaut, mir zum Abschied die Hand gegeben und Aufwiedersehen gesagt.
Ich war sehr erstaunt, weil ich nicht erwartet habe, dass Herr B, dazu noch fähig war.
Diese Bespiel zeigt, sehr schön, dass es gar nicht darum geht, immer lustig zu sein.Ziel ist der Kontakt, der entsteht zwischen den Menschen und dem/der ClownIn.
Natürlich wurde aber auch viel gelacht, alte Menschen haben oft sehr viel Schalk und Humor.
Es haben gestern ganz viele Freudenfunken gesprüht. Es ist wohl diese vorurteilslose aufeinander zugehen, die das möglich macht.

Und dann sitzte ich auf dem Heimweg im Zug, um mich herum all die Menschen mit Stöpseln im Ohr und den Blick starr auf das Handy gerichtete und denke, was wäre das wohl für eine Welt, wenn wir uns im Alltag auch etwas mehr Beachtung schenken würden?


Donnerstag, 10. Oktober 2019

Montag, 7. Oktober 2019

Eindrücke von meinem ersten Clownbesuch in Olten


Dieses Foto ist nach meinem ersten Clowninneneinsatz in einem Altersheim in Olten entstanden.
Ich glaube, man kann erkennen, dass mir der Einsatz dort sehr viel Freude gemacht hat.
Im Rahmen der Ausbildung läuft der erste Besuch so ab, dass man am Morgen das Heim gezeigt und die nötigen Infos bekommt. Wir konnten Fragen stellen und haben gemerkt, dass Clowns im Heim willkommen sind.
Am Mittag waren meine Clownpartnerin und ich gemeinsam mit unserem Clowncouch im Heim unterwegs.
Unser Couch hat uns dabei beobachte, wie wir mit den alten Menschen, dem Personal und mit Angehörigen umgehen und auch gleich Feetback dazu geben.
Mir hat natürlich geholfen, dass ich nicht zum ersten Mal als Clownin im Alterheim war.
Grundsätzlich habe ich auch keine Mühe auf Menschen zuzugehen.
Das ist im Grunde das Wichtigste, dass man offen und interessiert an Menschen ist.
Ich habe mir auch die Freiheit gegeben, nicht lustig sein zu müssen.
Das klingt im erstem Moment vielleicht merkwürdig, weil man von einem /einer ClownIn erwartet, dass er/sie Menschen zum Lachen bringen.
Aber es gibt Menschen, die wollen lieber ernsthaft mir mir reden und dann höre ich zu und nehme Anteil. Dann wird halt nicht gelacht, dass ist aber auch ok.
Oft wird einem ein Lachen aber geschenkt, wie von einer sehr dementen Frau, die bei meinem Anblick zu lachen anfängt und ruft: Sie sind aber eine Schöne.
Ein Pflegerin, die ihre Reaktion nicht gesehen hat, kommt nachher zu mir und sagt, diese Frau bekomme übehaupt nichts mehr mit.
Der Anblick eines Clowns kann eben vieles Auslösen. Natürlich auch Abwehr.
Das wird dann akzeptiert und nicht persönlich genommen.

Oft ist aber das Gegenteil der Fall, wie bei Herrn A , der nur zum Essen aus dem Zimmer kommt und fast nichts spricht.
Auf die Frage, ob wir ihn in seinem Zimmer besuchen dürfen, lächelte er und wir dürfen eintreten.
Erst versteht er meinen Namen Luise Schussel falsch, er versteht Dussel.
Ich meine darauf: „Ja, dusselig bin ich auch oft. Das passt auch gut zu mir.“
Er erwiderte: „Ich bin auch oft dusselig.“
Wir mussten beide über unsere Dusseligkeit lachen.
Darauf kommt von ihm der Satz:
„Solange man noch lachen kann, geht die Welt nicht unter!“
Wir hatten ein sehr heiteres Gespräch miteinander und er hat mich mit den Worten verabschiedet, ich könne mich ja nun Luise Schussel-Dussel nennen.
Die rote Nase hat da eine Türe geöffnet, die ohne sie sicher verschlossen geblieben wäre.

Unser Couch war sehr zufrieden damit, dass wir einen feinen Umgang mit den Menschen haben und gleichzeitig sehr offen und kontaktfreudig sind.
Ich freue mich schon sehr auf meinem nächsten Besuch am Freitag in einem anderen Altersheim mit einer andern Clownpartnerin und einem andern Couch.

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Zurück aus den Ferien


Die letzten zwei Wochen habe ich mit Mann und Hund im Berner Oberland und in Vorarlberg verbracht.
Nun fällt es mir gerade etwas schwer mich wieder in der Arbeitsalltag einzufädeln.
Der nächste Markt ist erst Ende des Monats und sonst ist gerade auch nicht viel los, was das Filzen betrifft.
Ich bin ja meine eigene Chefin und mich selber anzutreiben fällt mir manchmal doch recht schwer.
Aber morgen gehe ich zum ersten Mal im Rahmen meiner Besuchsclownausbildung ins Altersheim.
Ich bin schon sehr gespannt und freue mich darauf.