Dienstag, 19. Oktober 2021

Schlaf, Schnecklein, schlaf


Letzte Woche war ich mit meiner Clownfreundin in einem Thurgauer Pflegeheim auf Besuch.
Wir kamen auf das Thema Männer zu sprechen und wie man denn einen guten Mann finden könne.
Einige Frauen waren der Meinung, man bräuchte gar keinen Mann.
Eine Frau wusste, wie es geht.
Man muss einfach immer die Augen gut aufhalten, das wäre sehr wichtig und man dürfe nicht schlafen, denn im Schlaf findet man keinen Mann.
Da hat mein Schneckenträumelinchen wohl schlecht Karten einen guten Schneckenmann zu finden.

Zum Glück habe ich ja schon einen guten Mann, sonst hätte ich auch schlechte  Karten. 

Mein Lebensgefühl ist gerade auch so, als ob ich nicht so recht vom Fleck komme und das ist ermüdend.

 

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Vier Jahrezeiten

 

Die Auftraggeberin hat mir freie Hand gelassen, bei der Gestaltung der vier Jahrszeiten.

Das hat mir grosse Freude gemacht.

 

Mein Liebling war das Herbstkind. Ich mag diese Jahreszeit. 

Goldenen Sonnentage, aber auch Melancholie der Nebeltage. 

Die Sanftheit, aber auch das Wilde. Der Herbst hält viele Früchte bereit.


Donnerstag, 7. Oktober 2021

Ich filze noch

Auf meinem Blog kann man den Eindruck bekommen, dass ich gar nicht mehr filze.

Das stimmt natürlich nicht, ich filze noch recht viel. Die Figuren zeige ich aber meist nur auf Instagram @allerleirauhfilz.

Zu meiner grossen Freude, bekomme ich auch immer wieder Aufträge, so wie diese beiden Zwerglein, die in einen Kindergarten dürfen.

Ich werde sogar wieder an Märkten teilnehmen, am 30. Oktober in Mettmenstetten und  am 7.11. im Quartiertreff Hirslanden in Zürich.
 

Dienstag, 5. Oktober 2021

Samenspenden

 

Etwas was ich, aus mir unerklärlichen Gründen, immer vor mir her schiebe ist die Steuererklärung machen.

Da ich zu den Kleinstverdienerinnen gehören, ist es ja wirklich kein Ding.

Aber vielleicht ist ja auch das gerade der Grund, zu sehen, wie wenig am Ende des Jahres so übrig bleibt, nach Abzug aller Spesen.

Dieses Jahr sind aber Abzüge dabei, die mich wirklich sehr freuen. Es sind Spendenbestättigungen in Höhe von 770.-Fr., die ich auf Grund meiner Sämchenaktion überweisen konnte.

Wer hätte damals gedacht, was dieser Virus für einen Samen in die Welt setzt...

 

 

Mittwoch, 29. September 2021

Zertifizierte Begegnungsclownin

 

 
Am Samstag ging meine zweijährige Weiterbildung zur Begegnungsclownin offiziell mit einer Feier zu Ende.


Zu Feiern gehören auch Geschenke.
Jede Clownin aus unserer Ausbildungsgruppe hat ein persönliches Geschenk für unser Kursleiterinnenteam mitgebracht.
Für unsere Nachfolgerinnen in unserem Heim haben ich auch etwas gebastelt.
 

 
Sehr habe ich mich über den schönen Blumenstrauss verbunden mit den besten Wünschen von unserem Heim gefreut.
 

Wir haben nun ein Zertifikat und einen grossen Schlüssel, um all die Herzen aufzuschliessen, die uns auf unserer Wegen begegnen werden.
 

 
Ein schönes Geschenk war auch, dass wir Dank 3G, unsere Feier maskenfrei und mit viel Nähe geniessen durften.
Es waren, auch auf Grund der Pandemie, zwei sehr lehrreiche Jahre und ich nehme viele schöne Erinnerungen mit an all die vielen Begegungen mit den Menschen in unserem Ausbildungsheim.
 
 
 

Montag, 6. September 2021

Abschiedsbesuch


 
Am Freitag bin ich zum letzten Mal in das Seniorenzentrum gegangen, das ich zusammen mit meiner Partnerin im Rahmen einer Weiterbildung zwei Jahre lang besucht habe.
Leider war meine Kollegin krank und ich musste/durfte den Besuch alleine machen.
Zu zweit ist es natürlich schon schöner und auch einfach.
Ich bin ein Clownin, die Leben und auch etwas Wildheit ins Altersheim bringen möchte und da muss man selber schon sehr viel Energie aufwenden, besonders, wenn man alleine unterwegs ist.
Weil das Wetter so traumhaft schön war, fand der Besuch draussen statt.
Ich habe das Thema "Abschied" aufgenommen und in meinen Koffer vom Nastuch bis zum Bettlacken verschiedenste Tücher mit unterschiedlichen Motiven gepackt.
Diese Tücher habe ich dann clownmässig nassgeweint, was die unterschiedliche Reaktionen von Lachen und Trösten hervor gerufen hat.
Ich habe draussen ein Wäschleine aufgehängt und all die verweinten Tücher aufgehängt.
Das gab mir zusätzlich eine Spielmöglichkeit. 
Mit einem Tuch bin ich bei jeder Bewohnerin bei jedem Bewohner vorbei und habe mich persönlich verabschiedet und einen Knoten in das Tuch gemacht, damit ich sie nicht vergesse.
So viele schöne, berührende Begegnungen durfte ich erleben, die ich alle in meinem Herzen mitnehmen werde.

 

 
Ein wunderbares Feetback habe ich von einer jungen Mitarbeiterin bekommen.
Sie sagte, wir hätten nicht nur die BewohnerInnen, sondern auch dass Personal glücklich machen.
Sie würden eine Antrag beim Chef stellen, damit wir bleiben können.
Das geht leider nicht, weil schon bald das nächste Ausbildungspärchen dort anfängt.
 

 
Darum bin ich jetzt auf der Suche nach einem neuen Heim.
Wenn jemand eines weiss oder Beziehungen hat, darf sich gerne bei mir melden.
Ich würde mich sehr freuen.
 

Donnerstag, 19. August 2021

Montagsmaler


 
Bei unserem letzen Clownbesuch waren wir mit dem Thema Malen und Zeichnen unterwegs.
Wir hatten Farben, Papier, den bunten Hahn und die Idee Montagsmaler zu spielen dabei.
Schon beim Anbringen des Papiers mit Klebeband an der Schranktür hatten wir die ersten Probleme.
Zum Glück bekamen wir Hilfe von Bewohnern und auch der junge Auszubildende hat gerne mitgespielt.
Beim Zeichnen und Erraten wurde viel gelacht.
Eine Frau, die eigentlich gar nichts mehr sieht, hat Finnland gemalt.
Das könne sie gut, den Finnland wäre eine Frau, hat sie gesagt.
Eine Frau, meinte das Haus, dass ich gemalt habe, wäre ein WC-Häuschen, da habe ich schnell noch ein Herz in die Türe malt und sie war zufrieden.
 
 

Was mich schon immer wieder sehr fasziniert ist, dass Menschen, die auf mich nicht mehr reagieren, plötzlich regelrecht erwachen, wenn ich eine Figur in die Hand nehme.
Manche streicheln sie nur, aber mache fangen auch an zu reden.
Eine Frau, wollte mit dem Hahn Eier stehlen gehen, aber man darf dass nicht erzählen, denn es wäre ja verboten.
Sie erzählt sehr lebhaft und verlässt man sie wieder, schaut sie wieder ins Leere.
Heute haben wir in so viele fröhliche Gesichter von BewohnerInnen und auch MitarbeiterInnen geschaut, das sind viele Farbtupfer die unsere Herzen bunter machen.

Montag, 16. August 2021

Lesezeichen

 

Ich habe mich sehr über den Auftrag von Frau WindWorte gefreut.

Die fünf Lesezeichentierkinder helfen vielleicht dabei, dass die kleinen Erstklässlerkinder zu grossen LeserInnen werden.


Montag, 2. August 2021

Regenzeit


"Singing in the rain" war letzte Woche unser Motto beim Clownbesuch im Altersheim.
Leider kommt die Musik immer noch nur aus der Konserve.
Das ist das, was ich am meisten vermisse, dass man immer noch nicht selber singen darf.
Die Maske vergisst man beim Spielen. Auch die alten Menschen, stören sich nicht an diesem Anblick. So hat mir eine Frau gesagt, sie schaue mich sehr gerne an.
Aber das gemeinsame Singen ist wertvoll und verbindend und das fehlt einfach.
 

Wir machen manchmal schon Dinge, wo man sich fragt, dürfen wir das?
Wir hatten Schirme dabei und als Clowns wollten wir sie natürlich auch benutzen.
Weil es in den Räumen aber nicht regnet, haben wir mit einer Sprühflasche selber für Regen gesorgt.

Meine Partnerin hat sich mit einem Schirm schützend vor die BewohnerInnen gestellt.
Es gab dann immer wieder grosses Gelächter, wenn die eine oder andere doch etwas Wasser abgekommen hat.
Alte Menschen sind nicht aus Zucker.
Das zeigt uns auch der Befehl einer Frau an ihre Mitbewohnerinnen: "Nun winkt doch mal, ihr faulen Hund.", weil sie fand, sie würden sich zu wenig enthusiastisch von uns verabschieden.
Respekt und einfühlsames Verhalten ist sehr wichtig, aber es darf auch immer mal wieder wild zu und her gehen. 

Für mich ist es auch eine Form, die alten Menschen ernst zu nehmen und sie nicht wie hilflose Kinder zu behandeln.

Wir sind ja nur in den Gemeinschaftsräumen unterwegs. Dort sitzen die Menschen, die schon sehr eingeschränkt sind. Menschen, die noch fit sind, gehen uns aus dem Weg. Das hängt sich auch damit zusammen, das der Ruf von Clowns nicht gerade der Beste ist. 

Ein alter Mann hat uns auch mal gesagt, er sei doch kein Kind. Gerade dieser Mann wurde diesmal in den Gemeinschaftraum gesetzt. Er hat mehrmals zu seiner Betreuerin gesagt, er wolle uns nicht sehen, wurde aber immer wieder beschwichtig. In solchen Situationen die Freude zu behalten finde ich schwierig.

Das ist irgendwie die grosse Kunst, die Freude und innere Sicherheit zu behalte, auch wenn man auf Ablehnung stösst.

Montag, 26. Juli 2021

Ferienglück in Adelboden


 
Alleine, so ganz für mich, war ich schon lange nicht mehr.
Meine Tante hat  Jahrzehnte ihres Lebens alleine gelebt. Dieses Kämmerchen, nicht breiter als ein Bett war ihr Schlafzimmer.
Ich liebe diese Einfachheit - ein Bett, ein Schrank und der Blick aus dem Fenster in die Alpenwelt.
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Die ersten zwei Tage habe ich viel gelesen. Im Haus gibt es kein WLAN, was ich sehr schätze. 
Darum nehme ich mir immer Zeitungensartikel mit, die ich dann lese. 
Das Geschehen in der Welt bildet einen rechter Kontrast zu der Idylle um mich herum.
Aber ich will die Augen nicht verschliessen, auch wenn es mich das Gelesen oft sehr deprimiert.
Aber mir wird auch immer wieder sehr bewusst, wie dankbar ich dafür bin, dass ich so leben darf, wie ich lebe.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Am dritten Tag traff ich mich mit einer liebe Kundin, welche zusammen mit ihren Kindern im gleichen Ort Ferien gemacht hatte.
Da konnte ich die bestellten Figuren gleich persönlich vorbei bringen und zu einer gemeinsamen Wanderung aufbrechen.
Der Vogellisi-Weg ist für Kinder, die nicht wandern wollen ideal, weil sie durch die verschiedenen Stationen, mit Spielgeräten und Rätseln, die es zu lösen gilt, vergessen, dass sie gerade am Wandern sind.
 
 
  
Die restlichen Tage habe ich viel gefilzt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Drinnen und draussen, das war einfach wunderbar. So konzentriet arbeite ich selten, weil mich hier wenig ablenkt.

 
 Es sind Fingerpuppen für einen Auftrag enstanden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Am Sonntag habe ich am Koffermarkt in Adelboden teilgenommen. Trotz des schlechten Wetterbrichtes blieb der Tag ohne Regen und das war  dann das Tüpfelchen auf dem i einer schönen Woche in den Bergen mit traumhaftem Wetter.
 
 
Diese Tage in den Bergen war einfach perfekt.
 





 
 
 

Dienstag, 20. Juli 2021

Auszeit


 Ich bin ein paar Tage in den Bergen und am Sonntag bin ich von 13 bis 17 Uhr am Koffermarkt in Adelboden.

Sonntag, 18. Juli 2021


 

An Freitag gingen wir mit dem Thema "Fischen" ins Altersheim.
Meine Clownpartnerin hat allerlei Gegenstände mit Magneten versehen, die man mit Hilfe einer Angel aus dem Bollerwagen Fischen konnte.
Ich hatte einen Fisch in einer Handtasche dabei.
Viele von unseren BewohnerInnen sind in ihren Fähigkeiten schon sehr eingeschränkt. Gespräch sind oft nicht mehr möglich.
Diese Gegenstände ermöglichen Spiel-und Gesprächsstoff.
Mit einem Schraubenzieher konnten wir z.B. meine lockeren Schrauben wieder anziehen, bei einem Schlüssel, kam die Frage auf, wem der wohl gehört und welche Türe man damit aufschliessen kann.
Mein Fisch hätte kalt, meinte eine Bewohnerin und er bekam daraufhin eine Socke übergezogen.
Die Bewohnerin war sehr erleichtert, dass mein Fisch nun nicht mehr frieren muss.
Manchmal ist es aber auch erstaunlich, wie gut das Gedächtnis noch ist.
Einer Frau hatte ich, beim letzten Besuch, auf die Frage, warum ich so grosse Schuhe habe, erzählt, dass ich mit ihnen über das Wasser laufen könne.
Ich hatte das schon wieder vergessen, aber sie hat mich heute darauf angesprochen.
Ein Bewohner, der neu ins Heim kam, hat uns erzählt, dass drei seiner vier Kinder schon nicht mehr leben.
Als Clown kann man diese Tragik irgendwie viel einfacher als Teil des Lebens annehmen und sagen, dass das Leben oft auch einfach sehr traurige ist.
Worauf der Mann geantwortet hat, dass stimmt, aber man müsse das Leben nehmen so wie es ist und das Beste daraus machen.
Besonders schön war auch, einfach in die lächelnden Augen einer Frau zu schauen.
Wo keine Worte mehr sind, gibt es dennoch Möglichkeiten der Verbindung von Mensch zu Mensch.

Montag, 12. Juli 2021

Geburtstag feiern

 
 
Beim Clownbesuch im Altersheim letzte Woche hatt meine Kollegin Geburtstag, da lag das Thema Geburtstag feiern nahe.

Ich habe kleine Küchlein gebacken, die wir verteilt haben und meine Kollegin hat einen Bollerwagen geschmückt und Tischbomben gebastelt.
 
 

 
Es ist schön, die Menschen immer besser kennen zu lernen, weil man dann auch immer besser mit ihnen kommunizieren kann.
Es gibt aber auch immer wieder Überraschungen, wie die Frau, die seit Monaten nicht mehr geredet hat, plötzlich zu meinem Murmeltier gesagt hat, er wäre ein Frechdachs.
 
 

Eine Frau von einem bettlägerigen Bewohner kam, angelockt vom Gelächter im Aufenthaltsraum, auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich nicht kurz ins Zimmer von ihrem Mann kommen könnte.
Das habe ich natürlich gerne getan und mich einmal mehr gefreut, zu sehen, wir wert- und sinnvoll Clownbesuch sind.
 

 
Wir bringen Moment der Freude und Leichtigkeit mit und ich denke, davon bleibt auch etwas zurück, wenn wir schon wieder gegangen sind.
Da mein Kollegin gerne zaubert habe ich ihr ein Buch geschenkt und klar gehört da auch ein Buchzeichen von mir dazu.
 

 

Dienstag, 6. Juli 2021

Kaya 4.4.2009 - 5.7.2021

 


12 Jahre lang war Kaya mein treuer Begleiter.

Ich werde ihn sehr vermissen, auf meinen Wegen, die ich jetzt ohne ihn gehen muss.

 

Nachdem ich zwei Blindenführhundwelpen gross gezogen habe, war der Wunsch nach einem eigenen Hund in mir gewachsen. Damals Ja zu Kaya zu sagen, fiel mir trotzdem nicht leicht. Dieses Ja hatte mir innerhalb von 10 Tagen 8 Migräneanfälle eingebracht. 

Denn mein Kopf sagte mir ganz richtig, die Entscheidung für einen Hund ist eine Entscheidung mit langfristigen Auswirkungen. Ein Hund kostet Zeit und Geld. Neben vielen schönen Begegnungen muss man auch immer wieder als Mülleimer für frustrierte Menschen dienen, die ihre Unzufriedenheit an Hunden, respektive ihren Besitzern abreagieren müssen, gerade wenn Hund noch jung und unerzogen sind. Mit den Jahren werden solche Begegnungen zum Glück aber weniger.

Ausserdem ware meine Kinder schon selbständig und mit einem Hund wird alles wieder komplizierter. Man nimmt sich schon ein Stück Freiheit und Spontanität.

Die Entscheidung für einen Hund kann man im Grunde nur vom Bauch aus getroffen werden.




Alle Vorbehalte meines Kopfes waren nichts, gegen das, was Kaya mir gegeben hat.
Er war für mich und meine Familie das grosse Los und hat mir einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, auf sein Herz zu hören. 

 

 

Wie unendlich dankbar war ich, dass Kaya da war als es meinem Sohn eine zeitlang psychisch nicht gut ging und nicht aus dem Haus wollte

Aber mit Kaya ist er spazieren gegangen und ich wusste Kaya passt auf ihn auf und so war es auch. Die Spaziergänge mit Kaya haben meinen Sohn gut getan.

 

Kaya hat auch viel Fröhlichkeit in die oft bedrückenden Besuche bei meine Mutter gebracht, in der Zeit als sie pflegebedürfig war. 


Er hat mich auf unzähligen Spaziergängen und Wanderungen begleitet und war für mich Bewegungsmuffel mein personal trainer.

Er war ein ruhiger Hund, sehr freundlich zu Menschen und auch zu Artgenossen. Nie hatte ich eine schwierige Situation mit anderen Vierbeinern, worüber ich wirklich glücklich war.
Er war unglaublich souverän.
Er war kein Schmusehund, er war nicht so eine Hund der unbedingt gefallen will.
Kaya heisst auf türkisch Felsen und das war er auch, ein Fels in der Brandung.
Er war einfach gut so, wie er war.
 

 
Sehr dankbar bin ich auch, dass er trotz seiner chronischen Krankheit so ein langes und gutes Leben hatte.
Ich kann mir das Leben ohne ihn noch gar nicht wirklich vorstellen.
Er wird mir und meiner Familie sehr fehlen.

 

Dienstag, 22. Juni 2021

Auf der Baustelle


 
Das Thema bei unserem Clownbesuche letze Woche war "Baustelle".

Man könnte vielleicht meinen, das wäre ein merkwürdiges Thema in einem Altenzentrum mit hauptsächlich weiblichen Bewohnerinnen.
Da denkt man eher an Stricken und Wäsche zusammen legen.
 

 
Clowns dürfen aber frischen Wind, in Form von Unerwarteten, mitzubringen.
Die Frauen machten auf jeden Fall grosse Augen als ich meine Kollegin im Schubkarren in den Raum geschoben habe.
Beim Absichern des Zimmers mit Bändern, beim Aufstellen der Schilder und beim Zusammenbau einer Holzeisenbahn, mit tatkräftig Hilfe der BewohnerInnen, gab es immer wieder Gesprächstoff und viel zu lachen.
Wir fragen uns schon immer wieder, nehmem wir die alte Menschen nicht ernst, wenn wir Kinderspielzeug dabei haben.
Ich denke, wir sind immer wieder aufgefordert unsere eigenen Schranken im Kopf nieder zu reissen und wir dürfen spielerisch auszuprobieren. 
Wir merken ja schnell, wenn den BewohnerInnen etwas nicht gefällt. 
 
 

Dass unsere Besuche geschätzt werden zeigt, dass ein Foto von uns für die Titelseite des Jahresberichts ausgewählt wurde.
Wir haben uns sehr darüber gefreut.

Sonntag, 20. Juni 2021

Beflügelnde Rückmeldung

Wenn man in Kindergärten spielt, sehen die Kinder oft zum ersten Mal in ihrem Leben ein Theaterstück.

Da trägt man schon eine grosse Verantwortung, finde ich.

Wenn die Rückmeldung so ausfällt ist das wunderbar und erfreut mein Herz: 

 "Vielen Dank für ihren zweiten Besuch bei uns, wir waren alle begeistert und haben das Theater sehr genossen!! 

Die Kinder haben am nächsten Tag ganz viel von der Geschichte erzählt und haben gefragt, wann wir wieder ins Theater gehen können. Danke auch fürs Zuschicken des Farbenliedes."

 
Nun hoffe ich sehr, dass sich meine Agenda mit neuen Spielterminen füllt.

Mittwoch, 16. Juni 2021

Aus zwei mach sechs

Ein halbes Jahr ist es her, seit meiner letzten Figurentheatervorstellung.

Das ist eine lange Zeit und so war ich doch etwas nervös, denn auf dem Programm standen am Montagmorgen und Dienstagmorgen drei Kindergartenvorstellungen.

Das war igendwie schon von 0 auf 100 für mich. 




Das die Kindergartengruppen sich nicht mischen dürfen, spiele ich statt an einem Morgen zwei Vorstellung, jeweils drei an zwei Tagen. Statt 60 Kinder hatte ich nun nur 20 pro Vorstellung, was sehr schön war, weil so jedes Kind nahe am geschehen ist.
Dadurch waren es Vorstellungen mit konzentrierten, aufmerksamen Kindern.
 
Ich bin sehr dankbar, dass der Schule Theater so viel wert ist, dass sie das auf diese Weise Kinderkultut möglich gemacht hat.

 
Vor 1,5 Jahren habe ich in diesem Kindergarten mein "Wilhemine"- Stück gespielt schon und es gab Kinder, die sich an mich und meine damalige Geschichte erinnert haben.
Das hat mich schon sehr gefreut.
 
 
Ich spiele sehr gerne in Kindergärten, weil ich dort auf Kinder treffe, die wahrscheinlich nie mit ihren Eltern in ein Theater gehen würden. 
Wenn ich sehe, wie sie strahlend vor mir sitzen und mit der Geschichte mit gehen, dann finde ich das einfach sehr beglückend.
 
Ich hoffe sehr, dass das Theater nun aus seiner Verpuppung heraus zu vielen schönen Höhenflügen starten kann.