Freitag, 14. Januar 2022

Bestellungen sind für mich süss, wie Erdbeeren

 

Mit dem Geschäftsjahr 2021 war ich, den Umständen entsprechend, sehr zufrieden.

Merkwürdigerweise fange ich am 1.1. des Jahres gefühlt wieder bei null an.

Ich hat wieder bedenken, wie es wohl werden würde. Ob es wieder Menschen gibt, die so sehr Freude an meinen Figuren haben, dass sie sie auch kaufen.

Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich schon ein paar Püppchen auf den Weg schicken durfte.

Unter anderem drei von diesen Erdbeermädchenlesezeichen, die ich im Auftrag gefilz habe.

Die anderen drei findet man in meinem Shop.  



Freitag, 7. Januar 2022

Hallo im 2022

 
Wir haben wunderschöne Silvestertage in unserem Ferienhaus den Bergen verbraucht.  
"Was das 2022 wohl bringen mag," denkt sich Aron.
Die Knallerei hatte er mit stoischen Gleichmut über sich ergehen lassen.
"Keine schlechte Eigenschaften um ins Neue Jahr zu gehen," denke ich.
 
 

 
Nun sind wir schon eine Woche wieder Zuhause, aber irgendwie brauche ich immer eine Zeit um mich nach einem Jahreswechsel wieder ins Leben einzufädeln.
Mir gefällt das Wort des Jahres 2021 LOST gut.
Viele meiner Figuren strahlen das aus und darum hat dieses Gefühl auch etwas mit mir zu tun.
Ich bin ja auch auf Instagram unterwegs und da viele Profile, wo man ins Staunen kommt.
Die Menschen sind wunderschön, die dazu gehörigen Lebenswelten sind wunderschön und der rote Faden ist wunderschön in allen Bereichen sichtbar.
Ich sitze eher in einem zerzausten Wollknäuelnest.
Wahrscheinlich bin ich einfach zu faul, um mir so ein perfektes Leben aufzubauen.
Oder es wurde mir zu wenig Energie dafür geben.
Darum gehe ich eher gemütlich durch mein unperfektes Leben.
Und da passt die Gleichmut auch sehr gut dazu.
 

 

Mittwoch, 29. Dezember 2021

2021- 1 Bild

 

Traditionen sind da, um gebrochen zu werden.

Seit ich diesen Blog schreibe, gab es einen Jahresrückblick in 12 Bildern.

Dieses Jahr ist es anders. 

Wenn ich zurück blicke, kann ich nicht sagen, dass es ein schlechtes Jahr war. Es gab vieles, für das ich dankbar war und bin. 

Meine Clownbesuche mit meiner Partnerin im Altersheim waren für mich so ein Freudenbringer in Zeiten, wo fast nichts mehr möglich war.

Das ich viele Filzfiguren verkaufen konnte und die finanziellen Einbussen da durch nicht ganz so schmerzhaft waren, dafür bin ich sehr dankbar.

Schöne Ferientage in den Schweizer Bergen brachten neue Energie.

Der Tod meinens treuen Begleiters Kaya gehört aber auch zu diesem Jahr. 

Vermisst habe ich das Puppentheater spielen und die Märkte. 

Ein Jahr wie unter einer Käseglocke, ein Jahr, dass mich auf mich selber zurück geworfen hat.

Ein Jahr, dem die Leichtigkeit gewichen ist, einem Gefühl der Dankbarkeit, für das was immer noch möglich ist. 

Das sind nicht die grossen Dinge, aber die vielen kleinen, die das Leben bunt machen.

Wir dürfen nur den Mut und die Zuversicht nicht verlieren, dass in den Nüssen, die wir zu knacken haben, wie bei Aschenbrödel, auch für uns so manches Wunder bereit hält. 


Freitag, 24. Dezember 2021

Weihnachtserinnerungen

 

Weihnachen war die Zeit, in der meine Eltern noch mehr miteinander stritten als sonst auch schon.

Darum war ich schon als Kind froh, wenn diese Tage wieder vorrüber waren.

Das hat mich aber nicht davon abgehalten, Weihnachten so lange meine Mutter am Leben war, mit meinen Eltern zu feiern. Weihnachten war meiner Mutter wichtig, darum habe ich es nie über das Herz gebracht, sie an diesem Tag alleine zu lassen. Entspannd wurde es aber nie.

Über all die Jahre war mein Da-sein war mein Weihnachtgeschenk an meine Mutter.

Auch heute ist mein Verhältnis zu Weihnachten zwiespältig. All diese Erinnerungen haben mich geprägt. 

Ich konnte an diesen Tagen nie eine Heileweltstimmung zaubern, mit Weihnachtdeko und allem drum und dran.

Das ist schade, aber es ist wie es ist. 

Und heute freue ich mich auf einen gemütlichen Abend, mit Mann, den Kindern.

Immerhin müssen wir den nichtvorhanden Tannebaum nicht vor dem Hundewelpen beschützen.

Mögen das Weihnachtsfest für euch unter einem guten Stern stehen.
 

Mittwoch, 8. Dezember 2021

Blindenführhundwelpe Aron

Bevor ich 12 Jahre mit einem eigenen Hund durch das Leben ging, habe ich zwei Welpen für einen Blindenführhundeverein gross gezogen.
Es ist mir zur Zeit unmöglich, die Entscheidung zu treffen, wieder für so lange Zeit mit einem eigenen Hund zu leben.
Aber ohne Hund werde ich leider zu einer Stubenhockerin und das ist gar nicht gut. Ausserdem ist es auch schön einen Hund um sich zu haben.
Darum habe ich mich jetzt wieder dazu entschlossen einen Blindenführhundwelpen zu uns zu nehmen. 

Als der Anruf kam, dass ein Bergamskerwelpe einen Patenfamilie sucht, habe ich gleich zugesagt. 

Ich habe ihn mit meiner Tochter bei der Züchterin besucht.
Alle Welpen waren am schlafen, aber der kleine Aron ist erwacht und kam gleich auf uns zugelaufen und
wir haben uns gleich ihn den kleinen Aron verliebt.
  

 

Nun ist Aron schon bald zwei Wochen bei uns und ich bin so froh, dass unser kleiner Wonneproppen unser Leben bereichert.
Gerade weil die Welt gerade wieder so grau und unberechenbar ist, ist es schön, so ein süsses Geschöpf um sich zu haben.
Er macht es super gut, ist schon stubenrein, schläft durch und ist ganz allgemein ein umgänglicher Zeitgenosse.
Fremde Menschen und andere Hunde findet er noch gruselig.

Darum ist es gerade unsere grösste Aufgabe, dass er Vertrauen in seine Umwelt fassen kann.
Das wichtigste für mich ist, dass er die nötige Ruhe bekommt, all die Umwelteindrücke zu verarbeiten.
Ich bin auf jeden Fall sehr glücklich, ihn auf seinem Weg zum Blindenführhund begleiten zu dürfen.

Samstag, 27. November 2021


Meine Schwägerin ist gestorben.

Mit 66 Jahren.

Todesursache war der Virus und ihr Glaube.

Ihr Glaube, dass COVID eine harmlose Grippe ist, dass die Massnahmen völlig übertrieben sind und dass die Impfung gefährliche Nebenwirkungen und Langzeitfolgen nach sich ziehen.

Man sagt so leicht, sich nicht zu schützen ist die eigene Entscheidung.

Dabei vergisst man völlig, das die Hinterbliebenen zurück bleiben, in ihrer Trauer, Fassungslosigkeit und Wut.

Ich schreibe das nicht, weil ich Beileidsbekundungen möchte.

Ich schreibe das, weil ich mir von Herzen wünsche, dass der eine oder andere sein Handeln überdenkt.

Denn die traumatische Tragik ist, dass der Tod meiner Schwägerin mit grosser Wahrscheinlichkeit vermeidbar gewesen wäre.

Freitag, 26. November 2021

Bilder einer Ausstellung













Seit letzten Freitag tummeln sich meine Figuren in der Adventsausstellung in der Gärtnerei Leonodis in Grossaffoltern.
Es haben schon viele eine neue Heimat gefunden, so dass ich schon ein Päckchen mit neuen Figuren losschicken dürfte, was mich natürlich sehr gefreut hat